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Alle Artikel kategorisiert unter »Münchner Gärtnerplatztheater«

Ravels „L’Heure espagnole“ in der Studiobühne des Münchner Gärtnerplatztheaters

01.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Fingerübungen für den Nachwuchs müssen sein: da reift die nächste Generation des weltweit beneideten „Theaterwunderlandes Deutschland“ heran, wird gefordert, kann sich ausprobieren und auch mal über die Stränge schlagen. Dafür sind die Experimentier- oder Studio-Bühnen etablierter Häuser da. Parallel zur Musical-Premiere oben im Großen Haus, reifte im Keller auf der durch die Generalsanierung neu eingefügten Studiobühne des Gärtnerplatztheaters ein Ravel-Einakter heran.

Bitter-Süßes vom Broadway – Bernsteins „On the Town“ im Münchner Gärtnerplatztheater

27.04.19 (Wolf-Dieter Peter) -
28.Dezember 1944 – das Premierendatum des ersten Bernstein-Musicals macht nachdenklich: im Deutschen Reich wurde das fanatisch-pathetische Durchhalte-Machwerk „Kolberg“ mit seiner unerträglichen Kriegsverklärung im Schneideraum fertiggestellt und dann am 30.Januar 1945 uraufgeführt; gleichzeitig wurde im New Yorker Adelphi Theatre bereits vier Wochen lang der Lebenshunger von drei US-Navy-Matrosen auf 24 Stunden Landurlaub bejubelt – und lief mit 463 Aufführungen weit über das Kriegsende hinaus.

Starke Frau als Anti-Kriegerin – „Der tapfere Soldat“ von Oscar Straus im Münchner Gärtnerplatztheater

17.06.18 (Wolf-Dieter Peter) -
„Einen Krieg verliert man immer“ hat Leo Tolstoi so kurz wie prägnant wie entlarvend in jener Epoche festgestellt, in der George Bernard Shaw (1895) und Oscar Straus (1908) sich mit dem Thema „Helden“ auf dem Theater befasst haben. Wenn Peter Konwitschny in unseren kriegerischen Tagen die Operettenfassung interpretiert, war Besonderes zu erwarten.

Dunkel getönte Ringelspiel-Oper – Johanna Doderers „Liliom“-Vertonung am Münchner Gärtnerplatztheater uraufgeführt

06.11.16 (Wolf-Dieter Peter) -
Giacomo Puccini wollte – und durfte nicht: Ferenc Molnár lehnte die Vertonung seines Sprechtheater-Welterfolg „Liliom“ ab. Verfilmungen stimmte er ab 1930 zu und nach langem Drängen auch der Musical-Fassung von Rodgers&Hammerstein als „Carousel“ am Broadway 1945. Nach Molnárs Tod 1952 verweigerte der nach ihm benannte Trust allen Kompositionsanfragen die Rechte. 2011 durfte John Neumeier zur Musik Michel Legrands eine Ballettfassung kreieren. Nach langen Verhandlungen bekam erfreulicherweise das Staatstheater am Gärtnerplatz die Zustimmung zur Vertonung.

Herrlich aufgehendes Liebes-Puzzle

10.02.16 (Wolf-Dieter Peter) -
Stephen Sondheims „Lächeln einer Sommernacht“ erwies sich im Münchner Gärtnerplatztheater als zeitloser Klassiker: menschlich wahr, musiktheatralisch pfiffig und auch noch geistreich. All diese Qualitäten, die 1973 den Mainstream des Broadway überragten, brachten Regisseur Joseph E. Köpplinger, Dirigent Andreas Kowalewitz und ein typengenaues Ensemble zum Leuchten – ein umjubelter Erfolg.

Sonnig-spritziger Bühnen-Regen – „Singin’ in the Rain“ am Münchner Gärtnerplatztheater

25.04.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Okay, Gene Kellys Regen-Tanz-Nummer und Donald O’Connors „Make ’Em Laugh“-Artistik sind seit 1952 unwiederholbare Solitäre des Musicalfilms und machen „Singin’ in the Rain“ zum besten Tanzfilm neben „West Side Story“. Doch jeder eingehend interessierte Freund des Tanzfilms weiß um die x-fache Wiederholung bei der Aufzeichnung, um raffinierte Schnitte, wirkungssteigernde Kamerawechsel, ja um die langsamere Aufzeichnung und das beschleunigte Hineinkopieren von „Fit as a Fiddle“ und das Nachsynchronisieren des Step-Tanz-Geklackers – während auf der Theaterbühne einzig das „Hier und Jetzt“ gilt.
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