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Alle Artikel kategorisiert unter »musica viva«

Wie Klangkunstfelsen in der Brandung

02.03.14 (Wolf Loeckle) -
Das gab es schon lange nicht mehr, große Schlangen vor der Abendkasse und nicht enden wollende Ovationen bei der bedeutenden und immer wieder aus Abstürzen in neue Höhenlagen sich aufschwingenden musica viva des Bayerischen Rundfunks. Karl Amadeus Hartmann hat sie im offenen und offensiven Nachkriegs-München zwischen Trümmern und Bombenresten initiiert, inmitten geistiger Aufbruchsstimmung. Später waren unter anderem Wolfgang Fortner, Ulrich Dibelius, Jürgen Meyer-Josten, Josef Anton Riedl und Udo Zimmermann programmatisch (mit)prägende Köpfe.

Geschenkte Alt-Komponisten, verschenkte Jugend und verspielte Sendeplätze – musica viva Wochenende in München

11.02.14 (Alexander Strauch) -
Mitte der Neunziger Jahre konnte man unter Freaks sagen, wer Wolfgang Rihms „In-Schrift“ (1995) nicht kenne, kenne eines seiner besten Stücke nicht. Nicht so wild wie Tutuguri, dennoch treibend, zerfahren, leicht daneben, eben ein richtiger, sehr guter Rihm. Nun hat er dem „In-Schrift 2“ (2013) hinzugefügt. Das Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, mit etlichen erfrischend jungen Gesichtern seiner Orchesterakademie an den hinteren Streicherpulten, die den älteren Semestern der Stammmusiker damit wohl einen Neue-Musik-freien Samstagabend bescherten, also dieses gleichsam hybride Ensemble eröffnete bestens aufgelegt den Klon von Nummer eins.

Kurzweil mit Großleinwand – die richtige Dosis bleibt ungelöst – musica viva Konzert in München

16.12.13 (Alexander Strauch) -
Am 13.12.2013 fand das dritte Konzert der musica viva Reihe des Bayerischen Rundfunks im Herkulessaal der Münchener Residenz statt. Das Sinfonieorchester des BR unter Brad Lubman führte ein Werk von John Zorn zum ersten Mal in Deutschland auf und hob Uraufführungen von Philipp Manoury und Jorge E. Lopez aus der Taufe. Autor Alexander Strauch war dabei und konnte so Vergleiche mit den Tendenzen des Mottos der letzten Donaueschinger Musiktage anstellen.

Klanggewaltiger Bannstrahl gegen Luzifer

04.09.13 (Max Nyffeler) -
Stockhausen, der spekulative Geist, akkurater Musiker und Stifter eines musikalisch-religiösen Ideenreichs, in dem Mythos, Alltagsbanalitäten und kosmische Sicht verschmelzen: Auch sechs Jahre nach seinem Tod spaltet er noch das Publikum. Die erste deutsche Gesamtaufführung von „Samstag aus Licht“ löste neben viel Zustimmung auch Kopfschütteln und Ablehnung aus. Gewiss kein schlechtes Zeichen, wenn ein Kunstwerk Fragen stellt, auf die es keine hurtigen Antworten gibt.

Klangräume – Raumklänge: Karlheinz Stockhausens SAMSTAG aus LICHT als deutsche Erstaufführung bei der musica viva in München

01.07.13 (Juan Martin Koch) -
München, Michaelskirche, kurz nach zehn Uhr abends. Die Zuhörer blicken erwartungsvoll nach vorne, als es sie plötzlich schier aus den vollbesetzten Kirchenbänken hebt: Von der Orgel- und den beiden seitlichen Nebenemporen tönt – von periodischen Röhrenglocken-Schlägen gegliedert – der LUZIFER-GRUSS aus 20 Blechblas-Stürzen herab. Karlheinz Stockhausen, der Raumklang-Visionär wäre wohl zufrieden gewesen.

Stockhausens Vermächtnis: «Samstag aus Licht» bei der musica viva

26.06.13 (dpa) -
München - Karlheinz Stockhausens Opern-Zyklus «Licht» gilt als ein Schlüsselwerk der deutschen Nachkriegs-Avantgarde. Mit «Samstag aus Licht» bringt die musica viva, die Gegenwartsmusikreihe des Bayerischen Rundfunks (BR), einen Tag aus dieser ungewöhnlichen «Schöpfungsgeschichte» zur Aufführung.

Spannende Erprobungen von Werken für das Orchester

04.02.13 (Gerhard Rohde) -
Jahr für Jahr werden neue Kompositionen für große sinfonische Orchester geschrieben und uraufgeführt: In Donaueschingen, in der Münchner „musica viva“, beim Stuttgarter Éclat-Festival und in der „Musik der Zeit“-Reihe des Westdeutschen Rundfunks Köln, sogar bei den Salzburger Festspielen, in Berlin, natürlich auch in Paris, London, bei „Wien modern“ und „Warschauer Herbst“, und selbst die mittleren Kulturorchester, die vorwiegend Oper spielen, entwickeln in ihren Sinfoniekonzerten einigen Uraufführungsehrgeiz. Es steht also zum Besten?

Uraufführungen 2012/12

03.12.12 (Rainer Nonnenmann) -
Bei den Donaueschinger Musiktagen 2012 war die jüngere und jüngste Komponistengeneration in einer Weise präsent wie kaum je zuvor. Und auch an anderen Stellen vollzieht sich gegenwärtig ein Generationswechsel, nicht nur in kleinen Clubs, Spezialzirkeln und Off-Szenen, sondern ebenso bei etablierten Veranstaltern wie den Festivals und Konzertreihen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

Wenn getrennte Welten aufeinandertreffen

02.07.12 (Max Nyffeler) -
Zum Abschluss der diesjährigen Musica-Viva-Saison in München gab es nochmals ein kraftvolles Doppelpack von der Sorte, wie es Winrich Hopp, Leiter der Konzertreihe seit 2011, eingeführt hat: An zwei Abenden hintereinander ein Orchester- und ein Ensemblekonzert, die durch inhaltliche Bezüge miteinander verbunden sind. Das Konzept funktioniert. Das Publikum nutzt die Möglichkeit einer vertieften Auseinandersetzung mit der Thematik und geht gerne zweimal hin.

Stockhausens „Samstag aus LICHT“ in München: Konzertreihe musica viva stellt die Saison 2012/13 vor

26.03.12 (Eckart Rohlfs) -
Die musica viva München wird als einen ihrer Programmhöhepunkte zum Saisonfinale 2012/13 die erste deutsche Gesamtaufführung von Karlheinz Stockhausens „Samstag aus Licht“ in der vom Komponisten eingerichteten quasi konzertanten Fassung unter der Leitung von Rupert Huber und Ingo Metzmacher realisieren und zwar in drei Programmen und sieben Veranstaltungen an verschiedenen Veranstaltungsorten, zeitnahe bei den beginnenden Münchner Opernfestspielen – und damit zugleich eine gewisse Vernachlässigung des Komponisten Stockhausen in Münchens Konzertprogrammen ausgleichen.
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