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Alle Artikel kategorisiert unter »René Pape«

Separatvorstellung – „Lohengrin“ an der Berliner Staatsoper Unter den Linden

14.12.20 (Peter P. Pachl) -
„Einsam in trüben Tagen“, so erzählt Elsa vor Gericht, habe sie im Gebet die Eingabe gehabt, dass ihr ein glänzender, reiner Ritter erscheine; diesen wolle sie zum Streiter für sich wählen – heute würde man sagen: als Anwalt für ihren Prozess. Die Geschichte vom angeblichen Mord Elsas an ihrem Bruder Gottfried, Wagners erste, noch verhalten hintergründige, musikdramatische Auseinandersetzung mit dem Thema Inzest zwischen Geschwistern, Tabu und Trauma, schien der richtige Stoff zu sein für den Regisseur Calixto Bieto, der in seinen früheren szenischen Arbeiten gern eigene kindliche Erfahrungen und Traumata zu verarbeiten pflegte. Doch wenig Vergleichbares bot sein Regiedebüt an der Staatsoper Unter den Linden – als eine einsame Premiere in trüben Tagen.

„Die Zauberflöte“ an Dresdens Semperoper – (k)eine Tragödie

03.11.20 (Michael Ernst) -
Die erste Neuinszenierung an der Semperoper sollte ein Zeichen des Aufbruchs sein. Sie geriet zum bitterbunten Begräbnis. Die Hoffnung war noch gar nicht gestorben, schon gab neue Hygienekonzepte in der Kulturnation, die alle bisherigen Pläne, deren regelmäßige Überarbeitung und noch die allerletzte Aktualisierung außer Kraft setzen sollten. Vom ersten November-Montag an wird alle Theaterkultur ersatzlos gestrichen. Wer da am ersten Tag dieses Monats noch in die Oper ging, wohnte einem sehr eigenständigen Abschied bei und dürfte sich wie bei einem Begräbnis gefühlt haben.

Europäischer Kulturpreis für Neo Rauch und René Pape

16.10.19 (dpa) -
Wien/Dresden - Der Maler Neo Rauch und der Opernsänger René Pape gehören in diesem Jahr zu den Gewinnern des Europäischen Kulturpreises «Taurus». Bei einer Gala in der Wiener Staatsoper werde die undotierte Auszeichnung am kommenden Sonntag überreicht, teilte das Europäische Kulturforum mit Sitz in Dresden am Dienstag mit.

Die lustigen Weiber und die Crossdresser – Otto Nicolais Shakespeare-Oper an der Staatsoper Berlin

04.10.19 (Peter P. Pachl) -
Die Tatsache, dass am Tag der Deutschen Einheit eine Spieloper von Otto Nicolai das Festprogramm bildete, mag den einen oder anderen Opernbesucher verwundert haben. Aber immerhin hat in diesem Opernhaus vor 170 Jahren die Uraufführung der „Lustigen Weiber von Windsor“ stattgefunden, und Otto Nicolai war einer der Vorgänger im Amte von Daniel Barenboim. Peter P. Pachl über Premiere mit „wenn“ und „doch“.

Gefeiert – Premiere von Verdis „Simon Boccanegra“ bei den Salzburger Festspielen

17.08.19 (Joachim Lange) -
Diesmal war Valery Gergiev bei der Sache. Am Pult der Wiener Philharmoniker. Im Großen Festspielhaus in Salzburg. Mit Giuseppe Verdis Thriller aus dem Genua, als da noch Dogen das Sagen hatten. Die Wiener Philharmoniker erfüllten ihre Rolle als Salzburger Hausorchester mit Bravour. Und auch der Russe am Pult, dem gerade in Bayreuth sein „Tannhäuser“ nicht so recht glücken wollte, und der dafür von der Kritik ziemlich einhellig verrissen wurde, überzeugt! Manchmal bewusst schroff akzentuierend, kleine surreale Momente auskostend – im Ganzen ein packender Verdi für den Premierenreigen der Festspiele! Joachim Lange berichtet.

Schubert und Schumann - Dresdner Musikfestspiele eröffnet [update, 20.5.]

18.05.19 (dpa) -
Dresden - Mit einem gefeierten Konzert des eigenen Orchesters haben am Donnerstagabend die diesjährigen Dresdner Musikfestspiele begonnen. Dabei wurde vor allem Sänger René Pape (Bass) für seine Interpretation von Liedern Franz Schuberts in seiner Heimatstadt bejubelt. Erst nach einer Zugabe ließ ihn das Publikum im Kulturpalast von der Bühne.

Das Skandalon dauert an – „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Festspielen

29.07.18 (Peter P. Pachl) -
Die Bayreuther Festspielgeschichte lehrt, dass selbst Skandal-Inszenierungen im Laufe einiger Jahre ihren Frieden mit dem Publikum machen, verstanden und sogar goutiert werden und sich vom Skandalon zum Publikumsliebling wandeln, wie etwa die „Ring“-Inszenierung von Patrice Chéreau oder zuletzt Hans Neuenfels’ Rattenmärchen-Version des „Lohengrin“. Anders verhält es sich mit der jüngsten „Tristan“-Inszenierung der Wagner-Urenkelin Katharina und ihrer eigenwilligen Lesart.

Play Goethe – Schumanns „Szenen aus Goethes Faust“, erstmals szenisch in der wiedereröffneten Staatsoper Unter den Linden

04.10.17 (Peter P. Pachl) -
Mit zwei Fakten wird Jürgen Flimm neuerlich in die Geschichte des Musiktheaters eingehen: mit der Wiedereröffnung des Opernhauses Unter den Linden nach siebenjähriger Umbau-Zeit und mit der szenischen Uraufführung von Robert Schumanns „Szenen zu Goethes Faust“. Damit hatte der Hausherr, anstelle einer nicht fertig gewordenen Rihm-Uraufführung, die Latte in jenem Genre, welches er wie kein Zweiter beherrscht, der Mixtur von Oper und Schauspiel, sehr hoch gelegt. Doch was ihm beispielsweise bei Purcells „King Arthur“ hinreißend gelang, erwies sich – insbesondere bei „Faust zwei“ – als ein zu sperriges und zu langatmig geratenes Unternehmen.

Mixmax: Simone Young dirigierte die „Wagner-Gala“ an der Staatsoper

14.03.17 (Peter P. Pachl) -
Bereits der erste Blick auf die Bühne des Schiller-Theaters mit dem klassizistischen Konzertzimmer des Opernhauses Unter den Linden zeigte für den als „Wagner-Gala“ angekündigten Abend einer bunten Mischung spätromantischer Opernausschnitte unter Leitung der australischen Dirigentin Simone Young bereits optisch ein Ungleichgewicht.

Wohl „ganz gesellschaftskritisch“ gemeint

25.10.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Faust triumphiert im Bühnenbildtheater – Münchens Staatsoper bietet Arrigo Boitos „Mefistofele“ erstmals szenisch. Wolf-Dieter Peter war dabei.
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