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Alle Artikel kategorisiert unter »Tatia Jibladze«

Theater Kiel: Così fan tutte – wie geht’s diesmal aus, das Treueexperiment?

23.09.22 (Arndt Voß) -
Così fan tutte! Davvero? Sind wirklich alle Frauen nicht zur Treue fähig, wie es in so vielen Tragödien oder auch Komödien als frivoles Motiv benutzt wird? Auch Wolfgang Amadeus Mozart und sein kongenialer Librettist Lorenzo Da Ponte behaupteten das, beide jedoch mit gehörigem Augenzwinkern.

Alessandro Scarlattis „Il Cambise“ – nach 300 Jahren für Kiel mit Urban Dance reanimiert

12.05.22 (Arndt Voß) -
Mit der Aufführung von Alessandro Scarlattis „Il Cambise“ ist Kiels Oper etwas Besonderes gelungen. Eine Reihe von barocken Werken stand dort schon auf der Bühne. Zuletzt war es 2019 Bekanntes wie Monteverdis „Krönung der Poppea“ (UA 1643) oder im Jahr davor Rares wie Legrenzis „La divisione del mondo“ (UA 1676). Immer gelang es, das Barocke musikalisch lebhaft, vor allem jedoch optisch spektakulär zu präsentieren. Jetzt, am 8. Mai 2022, folgte das Ergebnis der Annäherung an eine Oper, die erst noch entdeckt werden will. Hierbei wagte das Opernhaus noch mehr, belebte den alten Corpus mit einem eigentlich wesensfremden Atem, dem Urban Dance.

Paminas Traumspuk – eine etwas andere, umgewürzte „Zauberflöte“ am Theater Kiel

15.12.21 (Arndt Voß) -
Darf die überhaupt noch gespielt werden, die „Zauberflöte“? Dies wird gefühlt zumindest jährlich einmal bei Spielplangestaltungen an-, vielleicht aufgeregt diskutiert, bis wieder jemand schwach wird und sich an ihr versucht. Denn landauf und landab, landin und landaus zeigt man sie, neu oder gebraucht, in Braunschweig oder in Nürnberg für Jung & Alt, in Basel und St. Gallen, in Berlin im Planetarium, in New York im Kino oder gar im fernen Kambodscha. Jüngst gab es sie coronakonform in Bremen und ganz neu nun in Kiel, genau am 11. Dezember 2021, wo man den arg diskutierten Sonderlichkeiten der „Zauberflöte“ anders beikommen wollte.

Grand Opéra zwischen Beton und Blumen – Berlioz‘ „Trojaner“ in Kiel

20.03.20 (Arndt Voß) -
Das Theater Kiel hat Erfahrung mit der Grand Opéra, scheut den Aufwand für dieses Genre nicht. In den letzten vier Jahren wurden erfolgreich, wenn auch verstörend Meyerbeers „Hugenotten“ gezeigt, dann 2017 opulent Rossinis „Tell“. Zwei Jahre später folgte mit biederem Anstrich Aubers „Stumme von Portici“, und nun galt die Anstrengung Hector Berlioz mit seinem grandiosen Zweiteiler „Die Trojaner“ (Premiere: 7. März 2020). Es ist ein Werk, das allen Respekt fordert. Das Theater zollte ihn – ehrbar.

Wenig Liebesrausch – Korngolds „Die tote Stadt“ am Theater Kiel

23.10.19 (Arndt Voß) -
Vor 100 Jahren gehörten die Freud’sche Psychoanalyse, auch der Symbolismus zum Zeitgeist, nicht verwunderlich also, dass die reizvolle Melange von Wirklichkeit und Utopie, von Sexus und Morbidität, von Psychologie und Traum in Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ die Bühne eroberte. Die Mischung faszinierte das Publikum auch diesmal bei der Premiere im Kieler Opernhaus (13. Oktober 2019). Die Premierenkritik von Arndt Voß.

Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ im Stile einer Commedia dell’arte in Kiel

12.06.19 (Arndt Voß) -
Nach der Premiere von Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ in Hannover vor wenigen Tagen, gab es jetzt auch eine Premiere dieses späten Werks am Theater Kiel, geprägt von einer schlüssigen Inszenierung und von großer Sangeslust. Unser Kritiker Arndt Voß sah eine Aufführung, die gut ankam.

Kiel besinnt sich auf seine historische Bedeutung – Marco Tutinos „Falscher Verrat“ uraufgeführt

07.11.18 (Arndt Voß) -
Es war der 3. November 1918, als in Kiel Historisches geschah: die Matrosen standen auf, ein Geschehen mit ungeheuren Folgen. Das in einer Oper genau 100 Jahre später erlebbar zu machen, ist eine andere Sache, dennoch hat man es in Kiel versucht.

Verzwicktes Familienfest einer göttlichen Gang – Legrenzis „Die Aufteilung der Welt“ in Kiel

15.06.18 (Arndt Voß) -
Für gute drei Stunden war Kiel der Nabel der Welt. Wichtiges stand an: Nichts Kleineres als die Erde war aufzuteilen, ein Unterfangen, bei dem selbst unter göttlichen Brüdern Streit unvermeidlich ist. Aber, wie so oft, ist das mit Musik, hier mit der barocken von Giovanni Legrenzi, durchaus gut anzuhören und, wenn dann noch die Optik stimmt, sogar vergnüglich anzuschauen (Premiere: 9. Juni 2018).

Kiels Spiel mit dem Feuer – Wagners „Götterdämmerung“

14.03.18 (Arndt Voß) -
Geschafft: In Kiel wurde als funkelnder Schlussstein die „Götterdämmerung“ in Wagners „Ring“ eingefügt. Daniel Karasek, der Generalintendant, hatte das große, vier Spielzeiten umfassende Projekt zur Chefsache gemacht und – dem jubelnden Schlussapplaus nach – erfolgreich zu Ende geführt.

Ein „Maskenball“ in künstlicher Atmosphäre – Kiel erlaubt sich mit Verdi einen Blick in die Zukunft

30.01.18 (Arndt Voß) -
Eigentlich liebt das Publikum Verdis „Maskenball“, das Drama um Freundschaft und Liebe, um Missverstehen und Mord, um Verzweiflung und Vergeben. Dennoch regte die jüngste Inszenierung im Kieler Opernhaus (27. Januar 2018) auf. Heftige, ja böse klingende Buhs waren zu hören und rangen in der Lautstärke mit begeisterter Zustimmung. Umstritten war wie so oft nur die Regie, die das Geschehen in einem künstlichen Raum ansiedelt. Beim Musikalischen war man sich einig, nuancierte das Lob für die einzelnen Gesangsleistungen sogar achtbar.
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