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Alle Artikel kategorisiert unter »Tatia Jibladze«

Grand Opéra zwischen Beton und Blumen – Berlioz‘ „Trojaner“ in Kiel

20.03.20 (Arndt Voß) -
Das Theater Kiel hat Erfahrung mit der Grand Opéra, scheut den Aufwand für dieses Genre nicht. In den letzten vier Jahren wurden erfolgreich, wenn auch verstörend Meyerbeers „Hugenotten“ gezeigt, dann 2017 opulent Rossinis „Tell“. Zwei Jahre später folgte mit biederem Anstrich Aubers „Stumme von Portici“, und nun galt die Anstrengung Hector Berlioz mit seinem grandiosen Zweiteiler „Die Trojaner“ (Premiere: 7. März 2020). Es ist ein Werk, das allen Respekt fordert. Das Theater zollte ihn – ehrbar.

Wenig Liebesrausch – Korngolds „Die tote Stadt“ am Theater Kiel

23.10.19 (Arndt Voß) -
Vor 100 Jahren gehörten die Freud’sche Psychoanalyse, auch der Symbolismus zum Zeitgeist, nicht verwunderlich also, dass die reizvolle Melange von Wirklichkeit und Utopie, von Sexus und Morbidität, von Psychologie und Traum in Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ die Bühne eroberte. Die Mischung faszinierte das Publikum auch diesmal bei der Premiere im Kieler Opernhaus (13. Oktober 2019). Die Premierenkritik von Arndt Voß.

Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ im Stile einer Commedia dell’arte in Kiel

12.06.19 (Arndt Voß) -
Nach der Premiere von Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ in Hannover vor wenigen Tagen, gab es jetzt auch eine Premiere dieses späten Werks am Theater Kiel, geprägt von einer schlüssigen Inszenierung und von großer Sangeslust. Unser Kritiker Arndt Voß sah eine Aufführung, die gut ankam.

Kiel besinnt sich auf seine historische Bedeutung – Marco Tutinos „Falscher Verrat“ uraufgeführt

07.11.18 (Arndt Voß) -
Es war der 3. November 1918, als in Kiel Historisches geschah: die Matrosen standen auf, ein Geschehen mit ungeheuren Folgen. Das in einer Oper genau 100 Jahre später erlebbar zu machen, ist eine andere Sache, dennoch hat man es in Kiel versucht.

Verzwicktes Familienfest einer göttlichen Gang – Legrenzis „Die Aufteilung der Welt“ in Kiel

15.06.18 (Arndt Voß) -
Für gute drei Stunden war Kiel der Nabel der Welt. Wichtiges stand an: Nichts Kleineres als die Erde war aufzuteilen, ein Unterfangen, bei dem selbst unter göttlichen Brüdern Streit unvermeidlich ist. Aber, wie so oft, ist das mit Musik, hier mit der barocken von Giovanni Legrenzi, durchaus gut anzuhören und, wenn dann noch die Optik stimmt, sogar vergnüglich anzuschauen (Premiere: 9. Juni 2018).

Kiels Spiel mit dem Feuer – Wagners „Götterdämmerung“

14.03.18 (Arndt Voß) -
Geschafft: In Kiel wurde als funkelnder Schlussstein die „Götterdämmerung“ in Wagners „Ring“ eingefügt. Daniel Karasek, der Generalintendant, hatte das große, vier Spielzeiten umfassende Projekt zur Chefsache gemacht und – dem jubelnden Schlussapplaus nach – erfolgreich zu Ende geführt.

Ein „Maskenball“ in künstlicher Atmosphäre – Kiel erlaubt sich mit Verdi einen Blick in die Zukunft

30.01.18 (Arndt Voß) -
Eigentlich liebt das Publikum Verdis „Maskenball“, das Drama um Freundschaft und Liebe, um Missverstehen und Mord, um Verzweiflung und Vergeben. Dennoch regte die jüngste Inszenierung im Kieler Opernhaus (27. Januar 2018) auf. Heftige, ja böse klingende Buhs waren zu hören und rangen in der Lautstärke mit begeisterter Zustimmung. Umstritten war wie so oft nur die Regie, die das Geschehen in einem künstlichen Raum ansiedelt. Beim Musikalischen war man sich einig, nuancierte das Lob für die einzelnen Gesangsleistungen sogar achtbar.

Barocke Theaterschau in Kiel – Leclairs „Skylla und Glaukos“ in deutscher Erstaufführung

10.05.17 (Arndt Voß) -
Es lohnt sich zwischen Lübeck und Kiel zu pendeln. Bereits deren gemeinsame „Reise nach Reims“ (Rossini) war ein gelungener Versuch, die Stärken beider Opernhäuser zu bündeln. Jetzt brachten sie wohl zufällig im Abstand von nur einer Woche Barockopern auf die Bühne. Lübeck begann mit Händels „Ariodante“ und italienischer Gesangspracht, Kiel folgte mit Jean-Marie Leclairs „Skylla und Glaukos“ und optischer Opulenz.

Siegfried im Kampf mit der Bühnenästhetik – Richard Wagners „Ring“ in Kiel

14.03.17 (Arndt Voß) -
Wagners „Ring“ ist in Kiel Chefsache. Generalintendant Daniel Karasek fügte mit dem „Siegfried“ (Premiere: 11. März 2017) nun das dritte Glied, den zweiten Tag, hinzu, bevor es in der nächsten Spielzeit zum Endspiel in der „Götterdämmerung“ kommt. Warum Wotan auch mit Siegfried scheiterte, diesem furchtlosen Helden, wurde an der Förde sehr einleuchtend inszeniert.

Ein reanimierter Gluck: „Orpheus und Eurydike“ in Kiel

09.05.16 (Arndt Voß) -
Der Mythos von Orpheus und Eurydike lebt, ergreift auch heute noch, unter anderem in Christoph Willibald Glucks nun schon 250 Jahre alten Version mit ihrem Happy End. Die Kieler Oper hat ihr in einer intelligenten Inszenierung neues Leben eingehaucht, ließ sie überraschend tragisch ausgehen, ein Ende, das der alte Ritter Gluck vermieden hatte und das doch grandios in unsere Zeit passt.
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