Ist die Bezeichnung „Tonkünstlerverband“ noch zeitgemäß?


(nmz) -
Der Deutsche Tonkünstlerverband kann auf eine lange Geschichte und eine bedeutende Tradition zurückblicken. Er führt sich zurück auf die Gründung des Berliner Tonkünstlervereins im Jahre 1844, dem ab 1847 Gründungen in Köln, Leipzig, Dresden und anderen Städten folgten.
Ein Artikel von Dr. Dirk Hewig

Der Deutsche Tonkünstlerverband kann auf eine lange Geschichte und eine bedeutende Tradition zurückblicken. Er führt sich zurück auf die Gründung des Berliner Tonkünstlervereins im Jahre 1844, dem ab 1847  Gründungen in Köln, Leipzig, Dresden und anderen Städten folgten.

Entsprechend der Zusammensetzung seiner Mitgliederschaft und deren Anliegen wechselte er mehrfach seine Bezeichnung.

Diese führte von „Tonkünstlerverein“ (1844) über „Allgemeiner Deutscher Musikverein“ (1861),  „Verband Deutscher Tonkünstlervereine“ (1874), „Zentralverband Deutscher Tonkünstler“ (1903), „Reichsverband Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer“ (1922), bis zur „Vereinigung der Landesverbände Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer“ (1951) und „Verband Deutscher Musikerzieher und konzertierender Künstler“ (1964),   und ab 1993 zur heutigen Bezeichnung „Deutscher Tonkünstlerverband e.V.“.

Ist die Bezeichnung „Tonkünstlerverband“, die an die Namen der Vergangenheit anknüpft und der Tradition verpflichtet ist, noch zeitgemäß? Ist für Außenstehende überhaupt verständlich, was ein Tonkünstler ist? Ist die Bezeichnung etwa antiquiert?

Diese Fragen werden heute von Mitgliedern und Außenstehenden gestellt. Der Deutsche Tonkünstlerverband hat sich in den rund 170 Jahren seines Bestehens immer wieder gewandelt, er war stets offen und hat auf geänderte Zeitumstände und Anforderungen jeweils neue Antworten gesucht und gegeben.

Das kommt auch in den unterschiedlichen Bezeichnungen zum Ausdruck. Wir sollten heute offen diskutieren, ob wir aus Gründen der Tradition und der Identifikation der Mitglieder mit dem Verband an unserem bisherigen Namen festhalten wollen oder ob wir für unsere  Präsentation in der Öffentlichkeit, für die Vermittlung unserer Anliegen und Ziele eine zeitgemäßere Bezeichnung wählen wollen.
  

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