Spitzeninstrumente für Nachwuchsmusiker

20 Jahre „SINFONIMA®-Stiftung“ der Mannheimer Versicherung


(nmz) -
Leipzig. Mit einer würdevollen Veranstaltung im Kammersaal des Gewandhauses in Leipzig fand am 18. April 2013 die Bekanntgabe der neuen Stipendiaten der Stiftung statt. Vorstandsmitglied der SINFONIMA®-Stiftung, Dr. Lothar Stöckbauer, stellte den geladenen Gästen den Grundgedanken und die Zielsetzung der von ihm 1991 mitgegründeten SINFONIMA®-Stiftung vor. Die Förderstiftung SINFONIMA®-Stiftung unterstützt die musikalische Karriere junger, hochbegabter Streicher auf besondere Weise:
Ein Artikel von Adelheid Krause-Pichler

Leipzig. Mit einer würdevollen Veranstaltung im Kammersaal des Gewandhauses in Leipzig fand am 18. April 2013 die Bekanntgabe der neuen Stipendiaten der Stiftung statt. Vorstandsmitglied der SINFONIMA®-Stiftung, Dr. Lothar Stöckbauer, stellte den geladenen Gästen den Grundgedanken und die Zielsetzung der von ihm 1991 mitgegründeten SINFONIMA®-Stiftung vor. Die Förderstiftung SINFONIMA®-Stiftung unterstützt die musikalische Karriere junger, hochbegabter Streicher auf besondere Weise: nicht ein Studienstipendium oder ein Meisterkurs sind hier zu bekommen, sondern die außergewöhnliche Möglichkeit, auf wertvollen Violinen oder Violoncelli spielen zu dürfen, die den jungen Musikern für zwei Jahre anvertraut werden (selbstverständlich inkl. der Instrumentenversicherung, die allein für einen Studenten schon nicht bezahlbar wäre). Acht in den letzten drei Jahrhunderten entstandene Violinen aus berühmten europäischen Meisterwerkstätten konnten von Dr. Stöckbauer an die von einer hochkarätigen Jury ausgewählten Instrumentalisten übergeben werden:
• an Florian Iliescu eine Violine von Laurent Bourlier (Mirecourt, ca. 1820) mit Steiner-Bogen,
• an Victoria Margasyuk ein Instrument von Vincenzo Trusiano Panormo (Palermo, 1784) mit Lamy-Bogen,
• an Sul Min-Kyung eine Nicola-Amati-Geige (Bologna, ca. 1720) mit Nikolas-de-Laune-Bogen,
• an Karlis Norde eine Violine von Ivano Conti (Cremona, 1996) mit Paulus-Bogen,
• an Clara Plößner ein Instrument aus der Werkstatt Bapt. Rog. Bon Nicolai Amati (Cremona, 1678) mit A. Vigneron à Paris-Bogen,
• an Aleksandra Szurgot eine Bertoni-Violine aus Vendig um 1759,
• an Hed Yaron-Mayersohn ein Pariser Instrument von 1815 aus dem Hause N. Lupot,
• an Ami Yumoto eine Ruggieri-Geige,

Die acht jungen Geiger, alle bereits bei internationalen Wettbewerben mit Auszeichnungen und Konzertpreisen versehen, nahmen mit Respekt und Freude ihre Leihinstrumente entgegen. Das Konzert des Abends wurde von den Stipendiaten des Vorjahres bestritten, die mit vier Violoncelli ein abwechslungsreiches Programm gestalteten. Werner Schmitt, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der SINFONIMA®-Stiftung, selbst Cellist und ehem. Direktor des Berner Konservatoriums, moderierte den musikalischen Teil des Abends mit der Vorstellung der Cello-Stipendiaten und wissenswerten Erläuterungen zu den Werken und deren Komponisten aus vier Jahrhunderten: von John Dowland über J.S. Bach und Benjamin Britten zu Enrico Mainardi, György Ligeti, Ahmed Adnan Saygun bis zu Julius Klengel. Der Wechsel zwischen Quartett und Solo war nicht nur klanglich abwechslungsreich, sondern ließ in den Solowerken den spezifischen Klang jedes einzelnen Instruments zur Geltung kommen.

Das Schlusswort des Direktors Dr. Marcus Kremer mit den besten Wünschen für die Erfolge und die Karriere der Stipendiaten ließ den Abend, nicht ohne den obligatorischen kulinarischen Imbiss, der zu persönlichen Gesprächen einlud, ausklingen.

  

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