Weltgrößte Jugend-musiziert-Jury aller Zeiten


(nmz) -
Sie traf sich am 9. April im Carl-Orff-Saal der Musikschule Mönchengladbach. Eingeladen hatte der Landesausschuss Jugend musiziert NRW und es war ein wohl bisher einmaliger Anlass. Doch der Reihe nach.
Ein Artikel von Michael Bender

Zum Landeswettbewerb NRW in Det­mold hatten sich 813 Kinder und Jugendliche qualifiziert, hatten geübt, geprobt und dem Tag entgegengefiebert. So wurde das Ereignis in der Hochschule für Musik und in der Musikschule ein für viele prägendes Erlebnis, was für circa 240 dieser jungen Menschen auch bedeutete, dass es an Pfingsten beim Bundeswettbewerb in Oldenburg weitergehen kann.

Man ahnt es schon, trotz aller Freude über den ersten „richtigen“ Wettbewerb seit 2019 blieb auch der 59. Landeswettbewerb vom pandemischen Virus nicht verschont. Mehr als dreißig Wertungen mussten coronabedingt ausfallen. Entweder waren die jungen Künstler*innen selbst erkrankt oder Quarantäne musste beachtet werden. Dass hier auch Tränen flossen, können wir uns vorstellen.

Normales Vorgehen wäre nun gewesen zu schauen, ob Gastwertungen in anderen Landeswettbewerben nach Genesung noch möglich wären. Normal ist aber auch der 59. Wettbewerb nicht, so war es keinem, keiner der Kolleg*innen in der Administration der Wettbewerbe in Pforzheim, Mainz, Berlin und anderswo zuzumuten, über die Aufnahme von über 50 Gästen aus NRW überhaupt erst nachzudenken.

Also beschloss der Landesausschuss NRW bei einem längeren Frühstück im Juryhotel in Detmold, am besagten 9. April einen „Genesenentag“ zu veranstalten. Allen wegen Corona verhinderten Teilnehmer*innen wurde angeboten, das Vorspiel in Mönchengladbach (der dortige Musikschulleiter war auch Jurymitglied in Detmold und saß mit beim Frühstück) nachzuholen. Die Beteiligten an immerhin 20 Wertungen mit 45 Jugendlichen nahmen das Angebot an. Dass am Ende nur 18 Wertungen stattfanden, auch das lag an Corona. Damit alles mit rechten Dingen zuging, waren Vertreter*innen aller betreffenden Detmolder Jurys in Mönchengladbach anwesend, so kam dann ein zwölfköpfiges Gremium zusammen – Jumu-Rekord!

Die Leistungen waren gewohnt hochklassig und manch ein Juror, manch eine Jurorin war überrascht, was in anderen als der eigenen Kategorie so zu hören war. Sieben Solist*innen beziehungsweise Ensembles freuten sich am Ende über eine Weiterleitung zum Bundeswettbewerb. Ferner darf auch das Ensemble der Musikschule Hamm sich über eine Meldung zum Wochenende der Sonderpreise in der neuen Kategorie „Jumu open“ freuen.

 

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