Zelter- und Pro Musica-Plaketten in Bottrop

Nachrichten aus dem Landmusikrat NRW


(nmz) -
Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen würdigte am 19. Mai im Kulturzentrum August Everding Bottrop das kontinuierliche Engagement von nord-rhein-westfälischen Vereinen. Die kulturelle Vielfalt werde dabei für die Vereine immer wichtiger. Ein gutes Beispiel sei der Deutsch-Türkische Chor des Chorverbands NRW. „Wir müssen lauter sagen, welche Bedeutung die Musik in der Zusammenführung der Menschen unserer Gesellschaft spielt,“ so die Ministerin. Zu wenig in der Öffentlichkeit bekannt sei, welche kulturellen Kräfte die Gesellschaft zusammenhalten. „Besonders möchte ich Sie ermuntern, weiterhin beständig junge Menschen in Ihren Verein zu ziehen.“
Ein Artikel von Robert von Zahn

Die Ministerin vergab die Auszeichnungen an 34 hundertjährige Chöre und Musikvereine. Paul Schulte, Präsident des Volksmusikerbunds NRW, dankte ihr im Namen der Laienmusikverbände im Landesmusikrat für das Engagement der Landesregierung für die Breitenkultur. Klaus Strehl, Bürgermeister der Stadt Bottrop, zeichnete das Bild einer Stadt im Strukturwandel, in der das musikalische Engagement beständig bleibt.

Ein Musikprogramm umrahmte die Ehrungen. Das Bläser-Ensemble „Quintity Brass“ füllte das Kulturzentrum mit Arrangements von Filmmusiken und zuletzt mit Cohens „Halleluja“. Hans Frambach brachte das Vokal-Ensemble „bad boys Dortmund“ auf die Bühne. Es begeisterte das Publikum mit sowohl populären wie artifiziellen Chorsätzen. Eva Luise Roth vom Landesmusikrat NRW sorgte in Partnerschaft mit einem Team des Chorverbands NRW von Dorothee Fontein für die Organisation. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft förderte.

Hans Frambach und Klaus Krekeler vom Chorverband hatten die Gäste bereits in einem Vorempfang mit einem kritischen Rückblick auf die Entwicklung des Vereins-Engagements in wechselnden Rahmenbedingungen eingestimmt. Die versammelten Vereinsvertreter waren sich einig, dass diese Veränderungen auch die nächsten hundert Jahre zu einer Herausforderung machen werden. Optimismus herrschte vor. Nicolas Tribes möchte, wie er zum Schluss der Veranstaltung bemerkte, auch in hundert Jahren wieder moderieren.

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