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Alle Artikel kategorisiert unter »Albrecht Dümling«

Ein Orchesterfestival wandelt auf Seitenpfaden

29.08.14 (Albrecht Dümling) -
Wegen Umbauarbeiten im Konzerthaus Berlin musste das Festival Young Euro Classic in diesem Sommer an andere Orte ausweichen, unter anderem in den Admiralspalast, einem Haus mit wechselvoller Geschichte, das sich wegen seiner trockenen Akustik wenig für Orchestermusik eignet. Die Veranstalter holten deshalb nur vier Jugendorchester in diesen Saal und boten ansons­ten eine bunte Folge kleiner besetzter Mischformen. Das Festival gewann dadurch an Farbe, verlor aber an Profil.

Misstrauen gegen alles Militärische

10.07.14 (Albrecht Dümling) -
Nachher ist man immer klüger. Im August 1914 zogen die deutschen Soldaten noch begeistert in die Schlacht, von der sie einen schnellen Sieg erhofften. Je länger der Krieg aber dauerte und je mehr Tote und Verletzte er kostete, je mehr auch die Zivilbevölkerung leiden musste, umso mehr wich die Begeisterung der Ernüchterung. Bei Kriegsende füllten bettelnde Krüppel die Straßen.

Ein Künstler kämpft um Macht und Einfluss

10.06.14 (Albrecht Dümling) -
1890 wurde Richard Strauss Kapellmeister in der „Zukunftsstadt“ Weimar, dem einstigen Wirkungsort seines neuen Vorbilds Franz Liszt. Der „junge musikalische Fortschrittler (äußerste Linke)“, wie er sich selbst sah, erklärte damals bei einem großen Diner: „Ich bin sehr gerne bereit, die Sozialdemokratie, wenn dieselben die nötige Million für Bayreuth schaffen, als die Träger der wahren Kultur zu bezeichnen.“

Warum soll die Berliner Konzertreihe „Unerhörte Musik“ nicht fortgesetzt werden? – Zunehmende Proteste gegen die Senatsentscheidung

06.06.14 (Albrecht Dümling) -
Als im Februar 1989 in Berlin-Kreuzberg die Konzertreihe „Unerhörte Musik“ begann, wurde dies in der Presse enthusiastisch begrüßt. Denn endlich sollte es hier unabhängig von Festivals einen Ort geben, an dem man sich regelmäßig über neue Trends der zeitgenössischen Musik informieren konnte. Tatsächlich haben die Komponisten Rainer Rubbert und Martin Daske, die beiden Initiatoren, von diesem Tag an jede Woche interessante Programme mit attraktiven Interpreten präsentiert.

Musikalischer Ausdruck jüdischer Identität

11.05.14 (Albrecht Dümling) -
Seit gut einem Jahr ist Jascha Nemtsov Professor für Geschichte der jüdischen Musik am Institut für Musikwissenschaft der Weimarer Hochschule für Musik Franz Liszt und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Albrecht Dümling hat mit dem in Sibirien geborenen, seit 1992 in Deutschland lebenden Musikwissenschaftler und Pianisten über die Facetten seines Lehr- und Forschungsgegenstandes gesprochen.

Früchte des Zorns bei Nacht und Nebel

06.05.14 (Albrecht Dümling) -
Hanns Eisler wurde am 6. Juli 1898 in Leipzig geboren. Sein Geburtshaus befindet sich allerdings in einem bedenklichen Zustand. Schon lange ist die Gedenktafel, die hier einst hing, verschwunden. Seit 2012 mehren sich in Leipzig jedoch die Initiativen, das Haus in der Hofmeisterstraße 14 zu renovieren und möglicherweise für eine Gedenk- und Begegnungsstätte zu nutzen. Auch in die musikalische Stadtrundfahrt „Notenrad“ soll das Gebäude einbezogen werden. Dass vor Ort heute wieder ein verstärktes Interesse an diesem Komponisten besteht, zeigte sich Ende März bei den EislerTagen, die die Internationale Hanns Eisler Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Museum für Musikinstrumente, dem Mendelssohn-Haus, dem Verlag Breitkopf & Härtel und dem Stadtarchiv mit Förderung des Kulturamts Leipzig durchführte. Alle Veranstaltungen waren gut besucht, oft sogar ausverkauft.

Berlin als Magnet musikalischer Immigration

06.04.14 (Albrecht Dümling) -
Als Matthias Osterwold 2002 als Nachfolger Heike Hoffmanns die Leitung der Musik-Biennale Berlin übernahm, schob er das 1967 in der DDR gegründete Fes-tival zeitgenössischer Musik als jährliche „MaerzMusik“ vom Februar in den März. Der neue Name bezog sich nicht allein auf den veränderten Termin, sondern ebenso auf die Merz-Kunst Kurt Schwitters’. Entsprechend wurden Dadaismus und Klangkunst verstärkt in die Programme einbezogen. Diesem Interesse hatte der Stadtsoziologe, Volkswirtschaftler und Musikwissenschaftler Osterwold schon im Berliner Verein „Freunde Guter Musik“ gehuldigt. Das damalige Spezialgebiet wurde nun Schwerpunkt eines maßgeblichen Festivals zeitgenössischer Musik.

Wer selbst musiziert, hört mehr

08.12.13 (Albrecht Dümling) -
Jugendensembles für Neue Musik – eine aufstrebende Bewegung? Unter diesem Motto diskutierten am 16. November die Leiter von Landesjugendensembles mit Experten bei einem Symposium. Die mit Jugendarbeit sehr erfahrene Oboistin und Komponistin Cathy Milliken hatte einen umfangreichen Fragenkatalog zusammengestellt. Nachdem die einzelnen Ensembles durch ihre Leiter vorgestellt worden waren und diese ihre jeweilige Motivation benannt hatten, umkreiste die Diskussion bald die Frage, warum die Neue Musik immer noch ein Sonderfall ist. Warum spielt sie in den Musikschulen immer noch eine Außenseiterrolle? Junge Instrumentalisten, die zu den Landesjugendensembles finden, wurden in der Regel nicht durch die Musikschulen, sondern durch die Schule oder privaten Musikunterricht zur Neuen Musik hingeführt.

Auf der Suche nach Freiheit des musikalischen Ausdrucks: Kammermusik von Artur Schnabel auf CD

02.12.13 (Albrecht Dümling) -
Wie Wilhelm Furtwängler gehört Artur Schnabel zu den Künstlern, die als Interpreten höchsten Ruhm genießen, deren Kompositionen jedoch nur einem engen Kennerkreis vertraut sind. Obwohl Schnabel keinen eigentlichen Kompositionsunterricht erhalten hat, hat er das Komponieren sehr ernst genommen.

Traditionsverlag unter dem Dach von Universal Music

18.10.13 (Albrecht Dümling) -
Im Jahr 2007 wurde die erst zwanzig Jahre zuvor gegründete Verlagsgruppe Bertelsmann Music Group Publishing durch die weltweit operierende Universal Music Group übernommen. Damit wechselte der zu diesem Zeitpunkt drittgrößte Musikverlag der Welt mit etwa 550 Mitarbeitern den Besitzer. Verkauft wurden mit diesem Paket neben den Rechten für zahlreiche Pop-Titel auch fünf Verlage klassischer Musik, nämlich die ehrwürdige Casa Ricordi Mailand mit Tochterunternehmen in London und München, Durand-Salabert-Eschig Paris sowie Editio Musica Budapest. Ohne dies wirklich beabsichtigt zu haben verfügte damit die Universal Music, die bis dahin ausschließlich Popmusik verlegt hatte, über mehrere Klassik-Verlage.
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