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Alle Artikel kategorisiert unter »Albrecht Dümling«

Personalia 2015/03

01.03.15 (Albrecht Dümling) -
Happy New Ears-Preise an Rebecca Saunders, Gerhard Rohde und Christian Grüny +++ Zum Tod des Dirigenten Israel Yinon +++ Komponisten-Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung

Orpheus im Konzentrationslager

29.11.14 (Albrecht Dümling) -
Zum Konzentrationslager Sachsenhausen gehörte ab 1943 auch ein Außenlager der Heinkel-Werke Oranienburg, wo Flugzeuge für die Luftwaffe hergestellt wurden. Im September 1944 wurden hier mehr als 2.000 niederländische Häftlinge eingeliefert, unter ihnen der Musikwissenschaftler und Komponist Marius Flothuis, den die Gestapo ein Jahr zuvor wegen illegaler Konzerte und Hilfe für untergetauchte jüdische Künstler verhaftet hatte.

Das reiche Füllhorn der musikalischen Romantik

05.10.14 (Albrecht Dümling) -
Als regelmäßige Partner des Musikfests Berlin leisten die Berliner Philharmoniker wichtige Beiträge zu diesem Orchesterfestival und haben deshalb ein Mitspracherecht bei der Programmgestaltung. So bildete ihr Angebot, in diesem Jahr unter Simon Rattles Leitung sämtliche Symphonien von Robert Schumann und Johannes Brahms aufzuführen, den Ausgangspunkt. Winrich Hopp, der künstlerische Leiter des Musikfests, griff das Angebot gern auf und entwickelte daraus ein Programm zur Romantik und ihren Folgen. Natürlich gehört auch Mendelssohn dazu, dessen Reformations-Symphonie mit dem London Symphony Orchestra erklang, ferner die beiden Klavierkonzerte von Brahms, die Daniel Barenboim zur Eröffnung spielte, sowie Symphonien von Anton Bruckner, interpretiert vom SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und der Sächsischen Staatskapelle.

Ein Orchesterfestival wandelt auf Seitenpfaden

29.08.14 (Albrecht Dümling) -
Wegen Umbauarbeiten im Konzerthaus Berlin musste das Festival Young Euro Classic in diesem Sommer an andere Orte ausweichen, unter anderem in den Admiralspalast, einem Haus mit wechselvoller Geschichte, das sich wegen seiner trockenen Akustik wenig für Orchestermusik eignet. Die Veranstalter holten deshalb nur vier Jugendorchester in diesen Saal und boten ansons­ten eine bunte Folge kleiner besetzter Mischformen. Das Festival gewann dadurch an Farbe, verlor aber an Profil.

Misstrauen gegen alles Militärische

10.07.14 (Albrecht Dümling) -
Nachher ist man immer klüger. Im August 1914 zogen die deutschen Soldaten noch begeistert in die Schlacht, von der sie einen schnellen Sieg erhofften. Je länger der Krieg aber dauerte und je mehr Tote und Verletzte er kostete, je mehr auch die Zivilbevölkerung leiden musste, umso mehr wich die Begeisterung der Ernüchterung. Bei Kriegsende füllten bettelnde Krüppel die Straßen.

Ein Künstler kämpft um Macht und Einfluss

10.06.14 (Albrecht Dümling) -
1890 wurde Richard Strauss Kapellmeister in der „Zukunftsstadt“ Weimar, dem einstigen Wirkungsort seines neuen Vorbilds Franz Liszt. Der „junge musikalische Fortschrittler (äußerste Linke)“, wie er sich selbst sah, erklärte damals bei einem großen Diner: „Ich bin sehr gerne bereit, die Sozialdemokratie, wenn dieselben die nötige Million für Bayreuth schaffen, als die Träger der wahren Kultur zu bezeichnen.“

Warum soll die Berliner Konzertreihe „Unerhörte Musik“ nicht fortgesetzt werden? – Zunehmende Proteste gegen die Senatsentscheidung

06.06.14 (Albrecht Dümling) -
Als im Februar 1989 in Berlin-Kreuzberg die Konzertreihe „Unerhörte Musik“ begann, wurde dies in der Presse enthusiastisch begrüßt. Denn endlich sollte es hier unabhängig von Festivals einen Ort geben, an dem man sich regelmäßig über neue Trends der zeitgenössischen Musik informieren konnte. Tatsächlich haben die Komponisten Rainer Rubbert und Martin Daske, die beiden Initiatoren, von diesem Tag an jede Woche interessante Programme mit attraktiven Interpreten präsentiert.

Musikalischer Ausdruck jüdischer Identität

11.05.14 (Albrecht Dümling) -
Seit gut einem Jahr ist Jascha Nemtsov Professor für Geschichte der jüdischen Musik am Institut für Musikwissenschaft der Weimarer Hochschule für Musik Franz Liszt und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Albrecht Dümling hat mit dem in Sibirien geborenen, seit 1992 in Deutschland lebenden Musikwissenschaftler und Pianisten über die Facetten seines Lehr- und Forschungsgegenstandes gesprochen.

Früchte des Zorns bei Nacht und Nebel

06.05.14 (Albrecht Dümling) -
Hanns Eisler wurde am 6. Juli 1898 in Leipzig geboren. Sein Geburtshaus befindet sich allerdings in einem bedenklichen Zustand. Schon lange ist die Gedenktafel, die hier einst hing, verschwunden. Seit 2012 mehren sich in Leipzig jedoch die Initiativen, das Haus in der Hofmeisterstraße 14 zu renovieren und möglicherweise für eine Gedenk- und Begegnungsstätte zu nutzen. Auch in die musikalische Stadtrundfahrt „Notenrad“ soll das Gebäude einbezogen werden. Dass vor Ort heute wieder ein verstärktes Interesse an diesem Komponisten besteht, zeigte sich Ende März bei den EislerTagen, die die Internationale Hanns Eisler Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Museum für Musikinstrumente, dem Mendelssohn-Haus, dem Verlag Breitkopf & Härtel und dem Stadtarchiv mit Förderung des Kulturamts Leipzig durchführte. Alle Veranstaltungen waren gut besucht, oft sogar ausverkauft.

Berlin als Magnet musikalischer Immigration

06.04.14 (Albrecht Dümling) -
Als Matthias Osterwold 2002 als Nachfolger Heike Hoffmanns die Leitung der Musik-Biennale Berlin übernahm, schob er das 1967 in der DDR gegründete Fes-tival zeitgenössischer Musik als jährliche „MaerzMusik“ vom Februar in den März. Der neue Name bezog sich nicht allein auf den veränderten Termin, sondern ebenso auf die Merz-Kunst Kurt Schwitters’. Entsprechend wurden Dadaismus und Klangkunst verstärkt in die Programme einbezogen. Diesem Interesse hatte der Stadtsoziologe, Volkswirtschaftler und Musikwissenschaftler Osterwold schon im Berliner Verein „Freunde Guter Musik“ gehuldigt. Das damalige Spezialgebiet wurde nun Schwerpunkt eines maßgeblichen Festivals zeitgenössischer Musik.
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