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Alle Artikel kategorisiert unter »Albrecht Dümling«

Ziemlich beste Freunde: John Cage und Wolfgang Rihm im Fokus der Berliner MaerzMusik 2012

14.04.12 (Albrecht Dümling) -
Cage und kein Ende. Nachdem die Akademie der Künste schon im September 2011 ein umfangreiches ganzjähriges Programm mit Konzerten, Ausstellungen und Performances zum 100. Geburtstag von John Cage begonnen hatte, widmete sich auch die diesjährige MaerzMusik ausführlich dem Jubilar.

Faust, Prometheus und andere Polaritäten

31.10.11 (Albrecht Dümling) -
Anregende Ideen und Querverbindungen gab es in Hülle und Fülle. Als Ausgangsidee seiner Programmkonzeption stellte Winrich Hopp, seit fünf Jahren Künstlerischer Leiter des Musikfests Berlin, den Dualismus von Klavier und Stimme, von Schlag oder Laut, Punkt oder Linie dar. Ihn sah er verkörpert im Gegensatz zwischen dem Tastenlöwen Franz Liszt und dem gesangsverliebten Richard Wagner. Diese Polarität ergänzte er noch, teilweise auch nur subkutan, um zwei grundlegende Mythen der europäischen Kulturgeschichte: Faust und Prometheus.

Der Glaube an die Macht der Musik

05.09.11 (Albrecht Dümling) -
Das venezolanische Modell „El Sistema“ macht Schule. Kolumbien hat nach diesem Vorbild 1991 eine eigene Organisation zur Musikerziehung geschaffen, die Batuta Nationalstiftung. Ihr Ausgangspunkt war der Glaube an die Macht der Musik, die Kinder zu Persönlichkeiten entwickeln und ihnen eine Zukunft ermöglichen kann. 47.000 Kinder, vor allem aus sozial schwachen Familien, sind inzwischen in dieses Programm einbezogen, das auf Gruppenunterricht basiert. In 106 Städten Kolumbiens entstanden nicht weniger als 284 Orchesterzentren. Die 80 besten Nachwuchstalente im Alter zwischen 14 und 19 Jahren bilden das Orquesta Sinfónica Juvenil Batuta Bogotá, das auf seiner ersten Europa-Reise nun nach Berlin kam.

Relevanter Sender?

05.09.11 (Albrecht Dümling) -
So etwas ist dem Geiger und Pianisten Kolja Lessing in seiner jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit ARD-Anstalten noch nie passiert: Der MDR strich eine schon lange verbindlich vereinbarte Musikproduktion mit dem Argument, die zur Aufnahme vorgesehenen Werke seien „nicht sende-relevant“. Dabei handelt es sich um wenig bekannte Violinsonaten der Komponisten Erwin Schulhoff (Nr. 1, 1913) und Issay Dobrowen (op. 15), deren Wirken aufs engste mit Leipzig und Dresden verknüpft war.

Der Glaube an die Macht der Musik: Immer wieder neu – das Festival Young Euro Classic zum zwölften Mal

22.08.11 (Albrecht Dümling) -
Das venezolanische Modell „El Sistema“ macht Schule. Kolumbien hat nach diesem Vorbild 1991 eine eigene Organisation zur Musikerziehung geschaffen, die Batuta Nationalstiftung. Ihr Ausgangspunkt war der Glaube an die Macht der Musik, die Kinder zu Persönlichkeiten entwickeln und ihnen eine Zukunft ermöglichen kann. 47.000 Kinder, vor allem aus sozial schwachen Familien, sind inzwischen in dieses Programm einbezogen, das auf Gruppenunterricht basiert. In 106 Städten Kolumbiens entstanden nicht weniger als 284 Orchesterzentren. Die 80 besten Nachwuchstalente im Alter zwischen 14 und 19 Jahren bilden das Orquesta Sinfónica Juvenil Batuta Bogotá, das auf seiner ersten Europa-Reise nun nach Berlin kam.

Nicht sende-relevant? MDR streicht Produktion mit Werken von Erwin Schulhoff und Issay Dobrowen

24.07.11 (Albrecht Dümling) -
So etwas ist dem Geiger und Pianisten Kolja Lessing in seiner jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit ARD-Anstalten noch nie passiert: der MDR strich eine schon lange verbindlich vereinbarte Musikproduktion mit dem Argument, die zur Aufnahme vorgesehenen Werke seien „nicht sende-relevant“. Dabei handelt es sich um wenig bekannte Violinsonaten der Komponisten Erwin Schulhoff (Nr. 1, 1913) und Issay Dobrowen (op. 15), deren Wirken aufs engste mit Leipzig und Dresden verknüpft war.

Von einer gefährlichen Faszination

01.07.11 (Albrecht Dümling) -
Anton Weberns Einstellung zum Nationalsozialismus war zwiespältig. Einerseits warnte er im März 1933 in einem Vortrag vor der neuen Kunstpolitik in Deutschland, die das geistige Leben zerstöre, andererseits sah er wenig später in Adolf Hitler und dem „Neuen Reich“ die Verwirklichung eines von Stefan George schon lange gehegten Traumes. Es verwundert deshalb nicht, dass der bekennende Antifaschist Karl Amadeus Hartmann, der Ende 1942 einige Stunden bei Webern nahm, über dessen politische Haltung schockiert war. Während auch andere Mitglieder der Zweiten Wiener Schule damals den Kopf schüttelten über die merkwürdige Naivität des Komponisten, äußerte sich dessen Lieblingsschüler Ludwig Zenk (1900–1949) zustimmend.

Vor allem die Entdeckung neuer Spielorte

02.05.11 (Albrecht Dümling) -
In ihrer zehnten Edition verließ die Berliner MaerzMusik unter dem Motto „Klang Bild Bewegung“ die angestammten Räume und breitete sich über die ganze Stadt aus. Die fortgesetzten Umbauarbeiten am eigenen Gebäude begriff Festivalmacher Matthias Osterwold als heilsamen Zwang, neue Partner und neue Spielorte zu entdecken. Die Reise führte nicht zuletzt in den Ostteil der Stadt, etwa ins elegante Café „Moskau“ an der Karl-Marx-Allee, ein rekonstruiertes Bauwerk der DDR-Moderne, in die zum Kino umfunktionierte Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz oder in den Berghain-Club hinter dem Ostbahnhof, der bei Techno-Fans Kultstatus besitzt. Diese Entdeckung neuer Räume lohnte sich und tröstete darüber hinweg, dass die dort erklingende Musik oft nur zweitrangig war.

Klang, Bild und Bewegung in befruchtender Interaktion

11.03.11 (Albrecht Dümling) -
Der Soziologe und Musikwissenschaftler Matthias Osterwold, 1983 Mitbegründer von Freunde Guter Musik Berlin e.V., einer Organisation zur Förderung experimenteller Musik und Musikperformance, ist seit April 2001 Künstlerischer Leiter von MaerzMusik – Festival für aktuelle Musik bei den Berliner Festspielen. Mit ihm sprach unser Mitarbeiter Albrecht Dümling.

Falte um Falte, in Beziehungen gesetzt

02.11.10 (Albrecht Dümling) -
Mit seinem bislang anspruchsvollsten Programm umkreiste das diesjährige Musikfest Berlin das Schaffen eines einzigen Komponisten: Pierre Boulez. Direkt von Luzern, wo er anlässlich seines 85. Geburtstags ausgiebig gefeiert worden war, kam der immer noch vitale Künstler nach Berlin. Hier war er seit den Festwochen von 1957, bei denen er sein Durchbruchswerk „Le Marteau sans maître“ präsentierte, regelmäßig zu Gast gewesen, als Komponist wie als Dirigent der Philharmoniker und der Staatskapelle. Obwohl Daniel Barenboim hier schon mehrfach kleine Boulez-Festivals durchführte, hat es in der deutschen Hauptstadt noch nie – wie jetzt – 17 Boulez-Aufführungen innerhalb weniger Tage gegeben.
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