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Alle Artikel kategorisiert unter »Constanze Wimmer«

Vermittlung als Motor für Veränderung ?

15.04.20 (Constanze Wimmer) -
Am letzten Tag des Symposiums „The Art of Music Education“ Ende Februar im Hamburger KörberForum kam das Coronavirus schon kurz auf die Tagesordnung. Doch das Ausmaß der Krise, die auf das Musikleben zurollen würde, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar und so konnten sich Verantwortliche aus ganz Europa einmal mehr in diesem Format zu Perspektiven der Musikvermittlung austauschen.

Performance, Rezeption und der Dritte Raum

02.02.20 (Constanze Wimmer) -
„Statt das Kunstwerk in den Mittelpunkt zu stellen, wird das eigene Erleben zum leicht narzisstischen Erfahrungszentrum“, schreibt ein Musikkritiker nach dem Konzert des britischen Gildas Quartet im Dezember 2019 in Graz, das sein Publikum durch den Eindruck von Surround Sound in das musikalische Innenleben von Janácek, Britten und Purcell führen wollte. Die vier jungen Musiker des Quartetts verteilten sich immer wieder neu im Publikum und riefen durch neue Hörachsen, fragile Klangfarbenmischungen und -differenzierungen immer wieder überraschende Eindrücke und neue Interpretationen hervor, die – dem Kritiker sei dabei durchaus gefolgt – das subjektive Erleben des Publikums stärken wollten.

„He took the elitism out of music, made it for everyone“

23.08.18 (Constanze Wimmer) -
Leonard Bernstein wirkt mit seiner überragenden Begeisterungsfähigkeit als Musiker wie als Musikvermittler ungebrochen in unsere Gegenwart hinein. Generationen von jungen Menschen wurden durch seine „Young People’s Concerts“ live und im Fernsehen geprägt, erfahrene Konzertbesucher schätzen seine Bücher „The Joy of Music“ oder die Veröffentlichung seiner legendären Harvard-Vorlesungen „The Unanswered Question“. Er war der Inbegriff des gebildeten und leidenschaftlichen Musikers zugleich, dem es ein Anliegen war, sein Publikum auf vielfältigen Wegen zu erreichen und zum Kern der Musik zu führen.

Das radikal lokale Konzerthaus

04.03.18 (Constanze Wimmer) -
„We need to be radically local!“ Neil Wallace, der Programmdirektor des Konzerthauses in Rotterdam, plädiert für ein tiefes Verständnis für die Stadt, in der man kulturell tätig ist – im Rahmen der 6. Ausgabe des Symposiums „The Art of Music Education“ im Februar 2018 unter dem Titel „Discovering cultural relations – music institutes in multi-diverse urban societies“. Alle zwei Jahre laden die Hamburger Körber Stiftung und die Elbphilharmonie die internationalen Akteure der Musikvermittlung zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion rund um aktuelle Fragen des Metiers. Und was sich heuer zum ersten Mal abzeichnete, kann tatsächlich als Beginn eines Paradigmenwechsels in der Szene interpretiert werden.

Bewegliche Zugehörigkeiten, gemeinsame Nenner

18.07.17 (Constanze Wimmer) -
„Wenn alles frei ist, um welche Tonart geht es dann eigentlich?“, fragte sich Martin Machovits, Fagottist des Radio-Symphoniorchesters Wien zu Beginn des Projekts „raum macht musik. Bewegliche Zugehörigkeiten“, dessen Ergebnisse im Juni im Rahmen des österreichweiten Aktionstages „Orchester für alle“ im Radiokulturhaus in Wien vorgestellt wurden.

Rote Rosen für Peter Tschaikowsky

04.02.14 (Constanze Wimmer) -
Zum Ende des Schulkonzerts der Wiener Symphoniker am 19.12.2013 im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins legen Schüler rote Rosen vor das übergroße Portrait von Peter Tschaikowsky auf die Bühne und erweisen ihm stellvertretend für ihre Altersgenossen im Zuschauerraum die letzte Ehre.

Annäherungen ohne Raster oder 10-Punkte-Programm

30.01.11 (Constanze Wimmer) -
„Uns geht es darum, die Ohren der Kinder zu öffnen und ihre Wahrnehmung zu schärfen. Letztlich werden sie selbst entscheiden, was ihnen an Musik gefällt, und zu eigenen Auffassungen kommen. Das heißt, wir lenken nicht, sondern bereiten nur ein Feld der Möglichkeiten“, antwortet darauf ein Interviewpartner der Studie „Exchange – die Kunst, Musik zu vermitteln. Qualitäten in der Musikvermittlung und Konzertpädagogik“. Doch wie stellt sich dieses „Feld der Möglichkeiten“ dar und wie können Musikvermittler, Intendanten und Pädagogen überprüfen, ob sie in diesem Feld auch gute Arbeit leisten?

Für das Leben anders hören

03.09.10 (Constanze Wimmer) -
Die 37-jährige Maria arbeitet in der Personalabteilung. Sie bleibt gerne im Hintergrund und beschreibt sich als zurückhaltend. Als Schriftführerin des Blasmusik-Vereins ist sie regelmäßig bei Proben der örtlichen Kapelle anzutreffen. Sie tanzt leidenschaftlich gern und liebt ihre steirische Heimatregion um Sankt Gallen mit imposanten Bergpanoramen und einzigartiger Pflanzenwelt.

Konzentriertes Hören einer flüchtigen Kunstform

30.09.08 (Constanze Wimmer) -

„Pscht“, mahnte eine Lehrerin streng, bevor das inszenierte Konzert „Es rieselt, es knistert, es kracht“ vor 100 Kindern und ebenso vielen Symposiumsgästen im Vorarlberger Bludenz über die Bühne gehen sollte. Sofort herrschte unter den Teilnehmern am Symposium Einigkeit darüber, dass ein disziplinierendes „Pscht“ in einem Kunstraum für Kinder keinen Platz haben dürfe. Darüber, welche künstlerischen Zugänge in der aktuellen Praxis der Musikvermittlung zum Hören führen, schon weniger.

Beinahe ein Gesamtkunstwerk

01.05.04 (Constanze Wimmer) -

Marie und Fritz spielen vor einem dürren Weihnachtsbaum in einem trostlosen Wohnzimmer irgendwo im Elendsviertel. Der Pate Drosselmeyer, im Trenchcoat und mit heruntergezogenem Schlapphut, verteilt großzügig Bananen, Waschmaschinen und einen Fön – und gleichzeitig Angst und Schrecken unter seinen Kumpanen und Damen aus der Halb- und Unterwelt. Nur wenig erinnert den Zuschauer an die Geschichte des Nussknackers mit Lichterbaum, Familienglück, Mäusekönig und Maries vorsichtigem Blick in die Welt der Erwachsenen. Keine Geschichte für Kinder möchte man meinen – doch gebannt sehen 1.000 Schüler zwischen sechs und zehn im Festspielhaus St. Pölten auf die Bühne, wenn Fritz den geheimnisvollen Drosselmeyer mithilfe seiner Freunde fesselt und den kleinen Nussknacker seiner Schwester Marie zerbricht.

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