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Alle Artikel kategorisiert unter »Enjott Schneider«

Kastriert Kapitalismus Kreativität ? – Enjott Schneider

11.10.17 (Enjott Schneider) -
Unter dem Titel „Wieviel Ökonomie braucht die Musik?“ findet am Freitag, 20. Oktober 2017 der öffentliche Teil der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrats statt. Im Rahmen der Veranstaltung soll vor allem das Zusammenwirken von kultur-, markt- und gesellschaftspolitischen Aspekten beleuchtet werden. Im Zentrum steht unter anderem folgende Frage: „Inwiefern kann die zunehmende Ökonomisierung unserer Gesellschaft mit künstlerischer Kreativität vereinbart werden?“ Die nmz-Redaktion ließ sich vom Thema zu einer Umfrage unter Kreativen inspirieren. Etwas verschärft fragten wir „Kastriert Kapitalismus Kreativität?“

Vom Wunder der Reduktion

20.08.17 (Enjott Schneider) -
Eigentlich hatte unserer Autor Enjott Schneider einen Artikel zum 90. Geburtstag von Wilhelm Killmayer verfasst. Heute hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass Wilhelm Killmayer einen Tag vor seinem 90. Geburtstag verstorben ist. Aus der Würdigung dieses besonderen Komponisten und Menschen wird auf diese Weise zugleich leider ein Nachruf.

Was tun, wenn Kopierbarkeit die Kreativität entwertet

28.04.12 (Enjott Schneider) -
Seit 2003 ist Enjott Schneider Mitglied des Aufsichtsrates der GEMA. Seit dem 8. März 2012 bekleidet er nun deren Vorsitz. Schneider folgt damit Jörg Evers, der sein Amt aus persönlichen Gründen niederlegte, dem Aufsichtsrat jedoch als Mitglied erhalten bleiben wird. Enjott Schneider hat seit 1979 eine Professur an der Musikhochschule München inne, zunächst für Musiktheorie und kirchenmusikalische Komposition, seit 1996 für Filmkomposition. Er ist Urheber von zahlreichen Filmmusiken, unter anderem für „Die Flucht“, „Jahrestage“ und „Nicht alle waren Mörder“. Zudem genießt er Renommee als Komponist großer Orchester- und Bühnenwerke sowie von Solokonzerten. Zur Uraufführung kommen in diesem Jahr unter anderem seine 5. Sinfonie und das Gallus-Oratorium „Leben in der Stille“. Er ist „composer in residence“ beim Beijing Modern Musikfestival 2012. nmz-Herausgeber Theo Geißler sprach mit Schneider über seine neue Funktion, das Urheberrecht im digitalen Kontext und die Zukunft der GEMA.

11 Fragen an Enjott Schneider

08.07.09 (Enjott Schneider) -
Geboren 1950, Studium Freiburg i.Br., seit 1979 Professur an der Musikhochschule München (für Musiktheorie, kirchenmusikalische Komposition, seit 1996 für Filmkomposition), Komponist, GEMA-Aufsichtsrat. Werke: 1995 – Schlafes Bruder. Kinofilm von Joseph Vilsmaier; 2004 – Bibi Blocksberg und das Geheimnis der Blauen Eulen; 1999 – 1. Sinfonie „Lied an das Leben” für Sopr., Bar., Chor, Orchester; 2001 – „2. Sinfonie Sisyphos“

Mehr gesellschaftliche Wertschätzung

01.07.03 (Enjott Schneider) -

Enjott Schneider ist – neben Wolfgang Rihm in stellvertrender Funktion – der einzige E-Musik Komponist, der nach der Wahl durch die GEMA-Mitgliederversammlung mit dem höchsten Ergebnis, nämlich zwei Dritteln der Stimmen, im GEMA-Aufsichtsrat verblieben ist. Ein Grund könnte die Sprachlosigkeit, oder das Desinteresse seiner E-Kollegen gewesen sein. Außer ihm hielt keiner ein Statement. Die neue musikzeitung druckt Schneiders Statement zur Aufsichtsratswahl mit leichten Kürzungen ab.

In meinem Selbstverständnis als „Integrationsfigur“ (Komponist jenseits einer Differenzierung von „E“- und „U“-Musik) empfinde ich es als kontraproduktiv, dass wir uns in der Komponistenkurie der GEMA ständig um Prozentquoten des Verteilungsplanes rangeln und uns dabei in Gruppen auseinanderdividieren, statt gemeinsam und solidarisch andere wichtigere Probleme (etwa mehr gesellschaftliche Wertschätzung von Musik in der gegenwärtigen Kulturpolitik, bessere Standpunkte gegenüber Verlegern und Musikindustrie) anzugehen. Deshalb hier ein analytisches Statement – sozusagen „von außen”.

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