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Alle Artikel kategorisiert unter »Gisela Nauck«

„Hellhörig riskieren wir wache Ohren“

03.07.18 (Gisela Nauck) -
Würde man den Komponisten Hans-Joachim Hespos darum bitten, sich vorzustellen, bekäme man die karge Antwort: „Ich heiße Hans-Joachim Hespos und mache Musik“.

„Hellhörig riskieren wir wache Ohren …“ – Hespos 80 – zu einem besonderen Festival in Hannover

14.06.18 (Gisela Nauck) -
Würde man den Komponisten Hans-Joachim Hespos darum bitten, sich vorzustellen, bekäme man die karge Antwort: „Ich heiße Hans-Joachim Hespos und mache Musik“. Auf die Frage, was für eine Musik er denn schreibe, bekäme man wahrscheinlich keine Antwort. Wenn man Glück hat, erhielte man vielleicht, begleitet von einem kaum wahrnehmbaren, listigen Lächeln, den Hinweis: „Hellhörig riskieren wir wache Ohren ins akut musikalische Wagnis zu einer neu-anderen Gegenwart in Freiheit …“ – mitgeteilt in dem grafisch schön gestalteten und interessanten Programmheft, mit ausführlichen Informationen über die Interpreten – aber keinem einzigen Einführungstext zu den Werken von Hespos.

Neue Musik beim Wort genommen

31.08.17 (Gisela Nauck) -
Das Festival „Um’s Wort“ vom 17. bis 20. August in Hannover war eines der Überraschungen und Entdeckungen. Veranstaltet hatte es Musik 21 Niedersachsen, das 2006 gegründete und voriges Jahr in seiner Leitung personell neu besetzte „Netzwerk neue Musik Niedersachsen“. Zur Neubesetzung gehörte mit dem Percussionisten und Komponisten Matthias Kaul ein Kurator, der den verdienstvollen künstlerischen Leiter der vergangenen Jahre, Stephan Meier, ablöste.

Musik, die unter die Haut geht und ins Hirn dringt

03.02.17 (Gisela Nauck) -
Mit dem rätselhaften Titel „Das Maul ist der Text“, dessen Urheber Hans-Joachim Hespos sein soll, lud die „projektgruppe neue musik bremen“ am letzten Novemberwochenende vorigen Jahres (25. bis 27. November) zu ihrer 19. Konzerttagung ein. Dieser so treffende Begriff – Konzerttagung – wurde zu meinem Bedauern zwar schon vor Jahren gegen den Allerweltsbegriff Festival ausgetauscht. Das Konzept aber, Musik – immer „auf der Höhe der Zeit“ – zu hören und dieses Hören durch Vorträge sowie moderierte Gesprächsrunden gedanklich zu vertiefen, wurde beibehalten. Zum Glück. Der Titel blieb zwar trotz dieser Verzahnung von Hören und Wissenserweiterung ungeklärt. Aber das Programm machte auch diesmal wieder klar: Es geht in Bremen nicht schlechthin um zeitgenössische Musik, sondern um das Zeitgenössische in der Musik.

Produzieren als Erfahrung

04.02.15 (Gisela Nauck) -
Wer glaubt, dass die Neue Musik am Ende ihrer klanglichen Forschungen angekommen ist, wie seit einiger Zeit vielfach zu hören war, wurde am dritten November-Wochenende in Bremen eines Besseren belehrt. Bereits zum 18. Mal hatte die projektgruppe neue musik bremen ein Festivalprogramm organisiert, wie man es sich spannender kaum wünschen kann: Internationale Musik auf der Höhe der Zeit, reich an musikalischen Erlebnissen, mit Überraschungen (etwa Steven Kazuo Takasugis aberwitzige Klavierübung für Solopiano und Elektronik oder Electronic Playback), dazu auch mit mannigfachen gedanklichen Anregungen.

Triumph für die Neue Musik

01.09.07 (Gisela Nauck) -

Noch lange wird man von diesem Festival begeistert reden, das vom 28. Juli bis 5. August so viele Zuhörer wie noch nie zuvor ins Wendland zog. Und das, weil der künstlerische Leiter, Markus Fein, einen Grundsatz verfolgte, von dem man Popularität am wenigsten erwartet: „Ich finde,“ meinte er, „dass die Neue Musik bei einem Festival, das in der Gegenwart stattfindet, dabei sein muss. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, ein Musikfestival zu konzipieren, wo man die Neue Musik ausschließt.“ Und das, obwohl dieses älteste Kammermusikfestival in Deutschland von seinen Ursprüngen her eines der rein klassischen Musik ist.

Gestandene Künstler und komponierender Nachwuchs

01.07.06 (Gisela Nauck) -

Verglichen mit anderen Festivals zeichnet die Pfingstwerkstatt Neue Musik in Rheinsberg (künstlerische Leitung: Ulrike Liedtke) eine Besonderheit aus: Sie kümmert sich um den komponie-renden und musizierenden Nachwuchs. Was wiederum nicht verwundert, wenn man weiß, dass der Veranstalter die Musikakademie Rheinsberg ist, die erste Einrichtung in den Neuen Bundesländern, die der Deutsche Musikrat 1992 in seinen Arbeitskreis Musikalische Bildungsstätten aufgenommen hat.

Poesievoller Zustand mikrotonaler Auslotung

01.02.05 (Gisela Nauck) -

Im 15. Jahr ihres Bestehens überraschte die „Klangwerkstatt“ vom 5. bis 7. November erneut mit einer Fülle interessanter Arbeiten und wagemutiger Projekte. Gegründet wurde sie auf Initiative des Komponisten Peter Ablinger und des damaligen Musikschuldirektors Wolfgang Schwinger, beheimatet ist sie im Ballhaus Naunynstraße in Berlin-Kreuzberg. Im Laufe der Jahre wurde sie zu einem Wahrzeichen dafür, welch künstlerische Qualität entstehen kann, wenn sich Komponisten, Musikschullehrer und Musikschüler im Dienst zeitgenössischer Musik ernsthaft aufeinander einlassen.

Kunst zum Anhören und Klangkunst zum Sehen

01.07.03 (Gisela Nauck) -

Ein musikalischer Autocorso mit zwölf Autos, Autofahrern und Autoradios von Johannes S. Sistermanns rund um den Marktplatz im sächsischen Grimma eröffnete ein Festival, dessen Programm so ungewöhnlich wie bunt war.

Musikalische Reaktionen auf politische Gegenwart

01.12.02 (Gisela Nauck) -

Das seit den 60er-Jahren immer wieder diskutierte Thema „Musik und Politik“ bildete am zweiten November-Wochenende in Bremen erneut – und angesichts bedrohlicher Zuspitzungen der weltpolitischen Lage zu Recht – Anlass zum Hören von und Diskutieren über neue Musik.

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