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Alle Artikel kategorisiert unter »Ralf Dombrowski«

Silberklänge aus dem Tubaloon: zum Kongsberg Jazzfestival 2010

14.07.10 (Ralf Dombrowski) -
Kongsberg sei beinahe einmal Hauptstadt geworden, meint Sverre Lunde, Senior Advisor beim Ministry of Foreign Affairs und Chef-Lobbyist des Jazz in Norwegen. Das hätten damals nur die Dänen verhindert, die die Macht im Land gehabt und Oslo favorisiert hätten. Ansonsten sei der Ort eigentlich ideal für diese Aufgabe gewesen, weit genug im Landesinneren, um schwedische Übergriffe mühsam zu machen, und vor allem reich, sehr reich. Schließlich waren die Silberminen von Kongsberg ein Füllhorn und deshalb sei auch die Kirche der Stadt so groß geworden, hatte man doch Herrschaftsanspruch dokumentieren wollen.

Über allen Wipfeln ist Jazz – zur Eröffnung des Südtirol Jazz Festivals Alto Adige 2010

28.06.10 (Ralf Dombrowski) -
Gut sieht er aus. Immerhin hat Klaus Widmann sich mit einem umfassenden Sportprogramm im Vorfeld der Veranstaltungen fit für das Südtirol Jazz Festival Alto Adige gemacht. Und das ist auch nötig, denn der Konzertreigen ist wieder ein Stück größer geworden und fordert daher die ganze Aufmerksamkeit seines künstlerische Leiters: „Mit dem Vinschgau als Veranstaltungsort ist nun auch die letzte noch fehlende Region Südtirols dabei. Das ist großartig, fordert uns aber auch neue Organisationspunkte ab. Es ist schon spannend. Jedes Jahr am Ende des Festivals haben wir das Gefühl, das Bestmögliche erreicht zu haben. Und in jedem folgenden Jahr sind wir wieder weiter gewachsen“.

Jazz als gesellschaftsverändernde Kraft: Wynton Marsalis schreibt gegen die Kulturlosigkeit an

25.06.10 (Ralf Dombrowski) -
Da kämpft einer. Und er hat noch immer eine ordentliche Wut im Bauch. Das überrascht, denn üblicherweise hat man Wynton Marsalis aus europäischer Fernsicht als Armani-Jazzer in Erinnerung, als jemanden, der als Kopf des Jazz-Departments am New Yorker Lincoln Center längst Teil des Establishments geworden ist. „Moving on Higher Ground. How Jazz Can Change Your Life“, sein Grundlagenstatement zur kulturellen Verfasstheit der Nation, das 2008 in USA erschienen und nun unter dem Titel „Jazz, mein Leben. Von der Kraft der Improvisation“ auch auf Deutsch zu lesen ist, zeigt aber einen anderen Marsalis, einen Überzeugungstäter, der an die kreative Kraft im Menschen glaubt, sie jedoch mehr und mehr verwässern und schwinden sieht.

Gletschereismusik: das vierte Icemusic Festival im Südtiroler Schnalstal

04.03.10 (Ralf Dombrowski) -
„Jedes Eis klingt anders“, meint Terje Isungset. „Ich habe noch nicht heraus bekommen, an welchen Faktoren es tatsächlich liegt. Aber eines ist klar: Künstlich hergestelltes Eis klingt gar nicht“. Terje Isungset muss es wissen. Schließlich ist der norwegische Perkussionist einer der Pioniere der Ice Music, einer seltenen, weil flüchtigen akustischen Kunstform, die sich mit einem der zentralen Rohstoffe der Erde als Klangkörper beschäftigt. Und er ist auch einer der Protagonisten des Icemusic Festivals, das in diesen Tagen zum vierten Mal auf dem Schnalstaler Gletscher in Südtirol bei Meran stattfindet.

Deutsch-französischer Austausch: das Jazzdor-Festival Berlin-Strasbourg

17.06.09 (Ralf Dombrowski) -
Philippe Ochem machte einen zufriedenen Eindruck. Zum dritten Mal hatte er einen Ableger des Jazzdor-Festivals von seinem ursprünglichen Standort Straßburg nach Berlin exportiert und damit eine Plattform zur Präsentation französischer Musikprojekte geschaffen. „Wir sind einem unserer Ziele sogar noch ein Stückchen näher gekommen als früher“, meinte er im Gespräch, „denn rund ein Drittel der Bands sind in diesem Jahr deutsch-französische Kooperationen“.

Ein ungewöhnlicher Ort und Jazz auf höchstem Niveau

04.05.09 (Ralf Dombrowski) -
Kultur hat es schwer. Sie wird gerne das Opfer der Controller, da sie kein unmittelbar messbares Resultat präsentiert, auch wenn im Ganzen betrachtet in Deutschland mehr Menschen in der Kulturbranche tätig sind als beispielsweise in der Automobilindustrie. Sie ist eine rechnerisch scheinbar vernachlässigbare Größe, dafür aber schafft sie Werte, Perspektiven, Identitäten, und da lassen sich dann doch gemeinsame Interessen mit hart kalkulierenden Unternehmen finden. Beim Gespräch im Anschluss an das Zeremoniell von Wettkampf-Finale, Festreden und Preisverleihung meint Thomas Girst, Presseprecher für kulturelle Fragen der BMW Group, ob man denn nicht betonen könne, dass seine Firma schon seit drei Jahrzehnten einen Trend gesetzt habe. Weil damals anno 1979 habe man sich entschlossen, mit „Spielmotor e.V.“ eine der ersten Private-Public-Partnerships zwischen Industrie, der Stadt München und der ansässigen Kulturszene einzugehen, lange bevor das aktuelle Zauberwort des Sponsorings überhaupt erfunden worden sei.

Die Welt der Klassik im Umbruch: Beobachtungen anlässlich der MIDEM 2009

07.02.09 (Ralf Dombrowski) -
Erstaunliches tut sich in der Klassik-welt. Hielt man die Hörer von Beethoven & Co noch bis vor kurzem für solide gebildete, aber in Fragen der Technik ein wenig umständliche und wertkonservative Liebhaber des Schönen, Wahren und Guten, zeigen die aktuellen Tendenzen, dass sich das Konsumentenprofil nachhaltig verändert hat.

Personalia

30.09.08 (Gerhard Rohde) -

Der Bedarf der Menschen an Musik steigt

01.03.05 (Ralf Dombrowski) -

So viel Trägheit kann erschüttern. Seit ein paar Jahren verändert sich das Verhalten von Musikhörern signifikant, doch die Branchenriesen scheint das nicht aus ihrem Verdauungsschlaf nach dem Milliarden-Mahl der Compact-Disc-Ära zu wecken. Jedenfalls hatte man bei den Diskussionen, die während des 39. International Music Market in Cannes (Midem) auf Panels und an den Ständen im Palais des Festivals geführt wurden, den Eindruck, dass den Vertretern der bislang den Markt dominierenden Major Companies der Ernst des Strukturwandels noch nicht bewusst ist.

Ehrwürdige Koryphäen, echte Entdeckungen

01.05.02 (Ralf Dombrowski) -

Wenn man es genau nimmt, in das Festival „Jazz Lines“ inzwischen Münchens einziges wirkliches Jazz-Festival. Sicher, da gibt es noch den Rumpf-Klaviersommer, der als verschlankte Variante des ursprünglichen Spektakels im Bayerischen Hof fortgesetzt wird. Und auch die Jazzmusiker-Initiative J.I.M. lädt immer wieder zu einem eigenen Konzerttreffen ein. Der Vorstellung eines Festivals jedoch kommt „Jazz Lines“ am ehesten entgegen.

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