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Alle Artikel kategorisiert unter »Ralf Dombrowski«

German Jazz Trophy 2020 geht an Arturo Sandoval

28.02.20 (Ralf Dombrowski) -
Zum Auftakt des Festivals jazzopen 2020 in Stuttgart und im Rahmen eines öffentlichen Konzertes wird am 9. Juli von der Stiftung Sparda-Bank Baden-Württemberg in Kooperation mit JazzZeitung.de und nmz die German Jazz Trophy verliehen. Die Ehrung im SpardaWelt Eventcenter am Hauptbahnhof geht an den kubanischen Trompeter und Komponisten Arturo Sandoval (70). Mehr zum Preisträger in den folgenden Zeilen.

Steigerungstexturen und Energiespitzen beim BMW Welt Jazz Award 2020

26.02.20 (Ralf Dombrowski) -
Zu welch souveränen Resultaten es führen kann, wenn sich drei Musiker über einen langen Zeitraum kennen und ihre speziellen kreativen Eigenheiten ineinander wachsen lassen, demonstrierte am Dienstag das Klaviertrio mit Michel Reis, Marc Demuth und Paul Wiltgen beim BMW Welt Jazz Award 2020 in München.

Jazzrausch für Fortgeschrittene – Das Peter Gall Quintett beim BMW Welt Jazz Award 2020

20.02.20 (Ralf Dombrowski) -
Die Musik des Peter Gall Quintetts erwies sich als anspruchsvoll gefächertes Konglomerat unterschiedlicher Stileinflüsse, die sich nicht mit schlichten Songstrukturen begnügten, sondern Klänge, Melodien, Einzelteile schichteten und verwarfen, verzahnten und entkernten, konkretisierten und relativierten, meint unser Kritiker Ralf Dombrowski.

Nachtmelodien als sanfte Lullabys: Das Adam Baldych Quartet beim BMW Welt Jazz Award

12.02.20 (Ralf Dombrowski) -
Undercut und Man Bun hat er noch. Ansonsten ist von der Wildheit des Adam Baldych nicht viel übrig geblieben. Noch vor ein paar Jahren konnte der Geiger auf der Bühne vehement aus sich herausgehen, kurzzeitig nahezu die Kontrolle verlieren, um als improvisierender Genius an der Pforte des Zbigniew-Seifert-Himmels anzuklopfen. Das ist vorbei. Der Adam Baldych, der sich mit seinem Quartett um den BMW Welt Jazz Award 2020 bewirbt, ist ein technisch brillanter, aber musikalisch redundanter, weil in der Wahl seiner künstlerischen Mittel vorhersehbarer Virtuose, der sich um die Erfüllung von Klischees, nicht um deren Vermeidung bemüht.

Der abhängige Unabhängige

25.10.19 (Ralf Dombrowski) -
Es ist ein fließender Prozess, befeuert von Zahlen. Denn mit einem Mal fangen Journalisten, Kollegen aber auch die Künstler selbst an, die eigene Arbeit als Lebenswerk zu reflektieren. Auch für Nikolaus Brass hat dieser Prozess im Vorfeld seines 70. Geburtstags eingesetzt: „Ich bin schon beim Aufräumen. Das ist neu, merke ich. Und es hängt durchaus mit dieser magischen Zahl zusammen, dass ich mir alte Stücke noch einmal vornehme, Überarbeitungen oder zweite Fassungen schreibe, vor denen ich früher zurückgeschreckt bin. Ich fange an, in die Vergangenheit zu blicken, überlege, manche Sachen durchzustreichen oder einfach wegzuschmeißen. Denn es ist schon ein wenig die Frage, was ich unter meinem Namen eigentlich hinterlassen will.“

Wo Entertainment auf hohe Kunst trifft

07.07.19 (Ralf Dombrowski) -
Etiketten im Jazz können langlebig sein. Irgendwann in den mittleren Jahren ihrer Karriere wurde Dee Dee Bridgewater bescheinigt, sie wäre eine neue Ella Fitzgerald. Seitdem gehört diese Zuordnung fest zu ihrer Künstlerbiographie, auch wenn sie nur eine der vielen Optionen darstellt, die Gestaltungskraft der Sängerin und Entertainerin aus Memphis, Tennessee, zu charakterisieren.

Zwischen Schönklang und Hochdruck

31.10.18 (Ralf Dombrowski) -
Zu fortgeschrittener Stunde erzählt Wolfgang Schmid manchmal Geschichten aus seinem Musikerleben. Zum Beispiel die aus Australien, als er mit Passport, der damals bekanntesten deutschen Jazzband, unterwegs war und eines Abends eine junge Bluesband im Vorprogramm rockte. Der Gitarrist hatte eine Schuluniform an, kurze Hose, ein Ränzel auf dem Rücken. Der Sound war schlicht, aber wirkungsvoll und sollte später so richtig berühmt werden.

Kompakt, konzentriert, kompetent

30.04.18 (Ralf Dombrowski) -
Am Ende gab es wieder Gutes zu berichten. Die Zahl der Fachteilnehmer und ausstellenden Firmen hat mit 3.282 im Vergleich zum Vorjahr (2017: 3.169) ein wenig zugenommen. Insgesamt 17.000 Besucher tummelten sich in den Hallen der Messe Bremen und bei den dazugehörenden Konzertveranstaltungen. „Die jazzahead! ist einzigartig und hat erneut bewiesen, dass Bremen auf der Jazzlandkarte der Welt die Hauptstadt ist“, erklärte Messechef Hans Peter Schneider als Conclusio, ein wenig blumig, aber zumindest für ein paar Tage im April doch mit einem wahren Kern.

Dieses Bewegen im halbdunklen Fühlwissen

27.03.18 (Ralf Dombrowski) -
Der Wahl-Münchner Gitarrist und Komponist Gunnar Geisse hat den Jazz hinter sich gelassen. Nach mehr als drei Jahrzehnten in der Szene zählt er inzwischen zu den Pionieren der elektronischen Musik und entwickelt Klänge und Konzepte, die in die Zukunft weisen.

Blechbläser, Kulturpolitiker, Kreativer und Mentor

30.11.17 (Ralf Dombrowski) -
Klarinette hätte es werden können. Aber die war dem Teenager zu teuer. Als ihm dann ein Schulfreund eine gebrauchte Trompete für 60 D-Mark anbot, griff Uli Beckerhoff zu. Und so war sein Lebensweg beschlossen. Das wusste der Junge aus Münster damals allerdings noch nicht. Es war ihm lediglich klar, dass Musik in den folgenden Jahren eine große Rolle spielen würde. Zu einer Zeit, als Pop noch nicht erfunden war, übten ­Swing- und Bebop-Musiker eine große Faszination auf den Knaben aus gutem Hause aus. „Ich habe Jazz gehört, bevor ich das überhaupt zum Beruf gemacht habe, weil mein älterer Bruder immer schon Louis Armstrong, Miles Davis, Duke Ellington gemocht hat,“ erinnert sich Uli Beckerhoff an die Zeit, als sich für ihn die Weichen stellten. „Und ich habe von meinem 15. Lebensjahr an gespielt: in Dixieland-Kapellen angefangen, dann die Free-Jazz-Zeit erlebt, den Punkt, als die elektrischen Instrumente dazu kamen, die Emanzipation des europäischen Jazz, die ganze Musik bis heute. Das waren und sind einfach irrsinnige 55 Jahre des Jazzhörens und Jazzspielens.“
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