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Alle Artikel kategorisiert unter »Stefan Pieper«

Mit dem Schwarmwissen des Publikums in die Zukunft

28.05.21 (Stefan Pieper) -
Wie werden Sinfonieorchester und ihr Publikum zu „Verbündeten“? Wie kann gemeinsame Augenhöhe erzielt werden und wie werden Menschen aus ihrer passiven Konsumentenrolle heraus „abgeholt“? Wie öffentlich ist überhaupt ein öffentlicher Kulturbetrieb? Die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und die NWD Philharmonie stellen sich solchen Fragen im digitalen Ideenwettbewerb. Man darf gespannt sein, welcher neue Input aus der „Community“ kommt.

Virtuell, transatlantisch und auf allen Kanälen

11.12.20 (Stefan Pieper) -
Während sich Gesellschaften zu spalten drohen, baut Jazz die Schranken zwischen Kulturen, Nationen und Stilis­tiken ab – das Jazzfest Berlin demonstrierte mit zeitgleichen „Tandemkonzerten“ in Berlin und New York dieses Zusammenrücken vorbildhaft. Die völlige Ortsungebundenheit mangels eines physischen Publikums machte es möglich. Ein Fazit bleibt nach vier langen Tagen und Abenden vor den heimischen Bildschirmen und Anlagen: Diesseits und jenseits des Atlantiks ist große Lust vorhanden, neue musikalische Welten zu erschaffen.

Musik dorthin bringen, wo sie gebraucht wird

28.11.20 (Stefan Pieper) -
In seinem Reisepass steht unter Nationalität nur der Buchstabe x. Aeham Ahmad wurde in Palästina geboren, einem bis heute offiziell nicht anerkannten Land. Seine Familie musste fliehen. Er wurde im syrischen Flüchtlingslager Jarmuk groß, ergriff von dort im Jahr 2015 die Flucht und lebt heute in Deutschland. Das ist die eine Seite der Realität. Die andere Seite im Leben von Aeham Ahmad wird erfahrbar, wenn man ihn spielen hört  …

Mozart mit behördlicher Genehmigung

27.05.20 (Stefan Pieper) -
Seit Wochen erreichen die Redaktion der nmz Festival- und Konzertabsagen – das Musikleben ist ein Fiasko geworden. Staatliche Hilfen oder zumindest Hilfsversprechen versuchen, die Notlagen betroffener Künstler und Ensembles zu mildern. Dass es bereits vereinzelte Initiativen gibt, einen Exit in ein neues Konzertleben mit Abstand und unter Einhaltung pandemischer Schutzauflagen wieder Musik zu machen und auch ein ausgehungertes Publikum damit zu beliefern, wird auf dieser einzelnen nmz-Berichteseite an zwei Beispielen gezeigt.

Eine Verführung zu neuen Abenteuern

29.04.20 (Stefan Pieper) -
Anfang März saß Torsten Mosgraber, Direktor des Vokalmusikzentrums NRW alleine im neuen Aufführungssaal, der im Dortmunder Reinoldihaus entstanden ist. Ein Glück war es, dass zumindest das große Eröffnungskonzert im Februar noch über die Bühne gehen konnte, bevor der große Shutdown die öffentliche Kultur zum Verstummen gebracht hat. Mit dem neu eingerichteten Zentrum haben die vielfältigen Aktivitäten des VMZ eine Homebase für die Zukunft gefunden. Im angeregten Gespräch ließ der aus Berlin stammende Musikwissenschaftler, Intendant und ehemalige Geschäftsführer bei der Deutschen-Musikrat-Projektgesellschaft die Fakten sprechen.

Heraus aus der Nische

28.02.20 (Stefan Pieper) -
Olivier Messiaens „Quartett vom Ende der Zeit“ markierte bei seiner Uraufführung eine Aufbruchsstimmung. Mit Instrumenten, die eigentlich gar nicht zusammenpassen, wurde unter schwierigsten Zeitumständen an die Kraft des Musischen, an Humanität appelliert. Als besagtes Meisterwerk im Jahr 1995 in einem Seminarraum der Universität Siegen erklang, stand es für einen anderen Aufbruch, nämlich für den Beginn der Erfolgsgeschichte des „Studios für Neue Musik“ an der Universität Siegen.

Leichtfüßiges Spektakel: Uraufführungen beim integralfestival in Recklinghausen

17.01.20 (Stefan Pieper) -
Neue Musik kann bei aller künstlerischen Ambition auch unterhalten. Vor allem, wenn es um die Vertonung von literarischen Texten geht, lassen Komponisten der Gegenwart die Konvention der melodisch-linearen Liedvertonung gerne hinter sich und geben der Live-Performance allen Raum: Die Sopranistin Irene Kurka nahm Die Sopranistin Irene Kurka nahm sich in der Uraufführung von Michael Denhoffs „Greguerías“ im Rahmen des integralfestivals in Recklinghausen der Sache mit Humor und viel freigeistigem Esprit an.

Die Kunst des Hörens: Das NOW-Festival in Essen 2019

08.11.19 (Stefan Pieper) -
Menschliche Arbeit durch Maschinen zu ersetzen ist ein ungebrochen beliebter Fortschrittsfetisch. Zugleich haben Aspekte von Automatisierung gerne auch künstlerische und kompositorische Prozesse inspiriert. Warum sich noch um spielerische Möglichkeiten eines „echten“ Ausführenden einen Kopf machen, wenn doch die Technik hier alle Grenzen sprengt! Wie dies in der Praxis geht, demonstrierte die aktuelle Ausgabe des Essener NOW-Festivals, das in diesem Jahr unter dem Motto „Transit“ stand. Stefan Pieper berichtet.

Frühlingsaufruhr und Großstadtpolyphonien: Das Kölner Acht-Brücken-Festival 2019

09.05.19 (Stefan Pieper) -
Was für ein Vertrauensbeweis: Musikerinnen und Musiker verlassen die Bühne, mischen sich unters Publikum reichen ihre kostbaren Instrumente an ZuhörerInnen weiter, leiten sie an, Töne zu streichen, in den kolossalen Gesamtklang von Dmitri Kourlandskis „Riot of Spring“ einzustimmen. Diesen hat, einem in Trance versetzten Bordun-Ton gleich, das SWR-Sinfonieorchester bereits in der vollbesetzten Kölner Philharmonie in schier unfassbarer Homogenität ausgebreitet. Zeremonienmeister ist Teodor Currentzis - selbst mit einer Violine ausgestattet und mit dem Bogen die Akteure in diesem kolossalen Gesamtgeschehen lenkend!

In den virtuellen Raum und zurück

08.02.19 (Stefan Pieper) -
„Ich bin schon immer ein Sinnsuchender gewesen. Ich mache grundsätzlich Projekte, die ich interessant finde und selbst gerne hören würde“, bekennt Martin Tchiba, Pianist, Komponist, und Improvisator. Gerade wurde er mit dem Förderpreis für Musik der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet.
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