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Alle Artikel kategorisiert unter »Stefan Pieper«

Musik und Politik: „Komponisten als Kronzeugen eines europäischen Denkens“

16.06.22 (Stefan Pieper) -
Stefan Pieper berichtet von dem internationalen Kongress „Musique, mémoire et citoyenneté européenne“ und dem anschließenden politischen Konzert von Amaury du Closel und dem Orchestre Les Métamorphoses mit Werken von Hanns Eisler, Stefan Wolpe, Emil Frantisek Burian, Luciano Berio und Amaury du Closel im Arnold Schönberg Center Wien.

Die Odessa-Suite ist seine große Erzählung

20.04.22 (Stefan Pieper) -
Extrem sei zurzeit der Widerspruch zwischen den im Ukraine-Krieg erlebbaren „dunkelsten Seiten der Menschheit“ und andererseits den vielfältigen Demonstrationen, „wie gut Menschen zueinander sein können“. Der Pianist Vadim Neselovskyi stellte seinem Solo-Recital im Krefelder Theater eine bewegende Ansprache voran. Noch mehr wirkte seine „Odessa-Suite“ wie eine tief persönliche musikalische Erzählung. Über sich selbst und seine Geburtsstadt an der südwestukrainischen Schwarzmeerküste. Über den Reichtum von Kultur an sich und über die Empfindungen der Menschen, die er dort kennt. Die dort gerade in Überlebensangst ausharren und zu denen er in regelmäßigem Kontakt steht...

Nicht Jazzband, sondern Künstlergruppe

24.03.22 (Stefan Pieper) -
Wohin wird alles einmal führen? Wer sind wir überhaupt und warum das alles? Das neue Album der Großformation „The Dorf“ heißt „Protest Possible“ und nimmt es kraftvoll mit solchen Fragen auf. Hinter den Kulissen denken Jan Klare und seine Bandmitglieder über Musik und ihre Intention nach. Die Idee hinter dem Konzeptalbum war es, Autoren zu bitten, Protestlieder zuschreiben, in Zeiten, in denen der Turbokapitalismus mit all seinen Verführungen so vieles aus den Fugen reißt. Natascha Gangl, Wolf Kampmann Lisa Danulat und Jörn Klare schrieben die Texte, die dann das Musikerkollektiv „The Dorf“ zu Liedern verarbeitete.

Jazz gibt es nicht nur in Köln

30.09.21 (Stefan Pieper) -
Wenn es um Jazz geht, dann ist NRW ein Festivalland. Vor allem jenseits der Jazzmetropole Köln sind Festivals ein starker Imageträger und verschaffen oft kleinen oder strukturschwachen Städten eine überregionale Ausstrahlung. Das Moers Festival ist hier das prominenteste Beispiel. Immerhin fanden zu Pfingsten im Moerser Freizeitpark die allerersten Konzerte vor Publikum wieder statt. Der „echte” Neustart einer Live-Kultur auf breiter Ebene ist erst jetzt im ausgehenden Sommer erfolgt – aber damit lässt sich die Friedhofsruhe der Lockdown-Zeit umso nachhaltiger bekämpfen. Jazzjestivals in NRW sind durch sehr diverse Historien, Konzepte und Milieus geprägt. Kreativ und hartnäckig und mit viel privater und öffentlicher Unterstützung haben die Veranstalter ihre Events für die aktuelle Situation passend gemacht und damit auch so manche gute Idee für die Zukunft aus der Taufe gehoben.

Mit dem Schwarmwissen des Publikums in die Zukunft

28.05.21 (Stefan Pieper) -
Wie werden Sinfonieorchester und ihr Publikum zu „Verbündeten“? Wie kann gemeinsame Augenhöhe erzielt werden und wie werden Menschen aus ihrer passiven Konsumentenrolle heraus „abgeholt“? Wie öffentlich ist überhaupt ein öffentlicher Kulturbetrieb? Die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und die NWD Philharmonie stellen sich solchen Fragen im digitalen Ideenwettbewerb. Man darf gespannt sein, welcher neue Input aus der „Community“ kommt.

Virtuell, transatlantisch und auf allen Kanälen

11.12.20 (Stefan Pieper) -
Während sich Gesellschaften zu spalten drohen, baut Jazz die Schranken zwischen Kulturen, Nationen und Stilis­tiken ab – das Jazzfest Berlin demonstrierte mit zeitgleichen „Tandemkonzerten“ in Berlin und New York dieses Zusammenrücken vorbildhaft. Die völlige Ortsungebundenheit mangels eines physischen Publikums machte es möglich. Ein Fazit bleibt nach vier langen Tagen und Abenden vor den heimischen Bildschirmen und Anlagen: Diesseits und jenseits des Atlantiks ist große Lust vorhanden, neue musikalische Welten zu erschaffen.

Musik dorthin bringen, wo sie gebraucht wird

28.11.20 (Stefan Pieper) -
In seinem Reisepass steht unter Nationalität nur der Buchstabe x. Aeham Ahmad wurde in Palästina geboren, einem bis heute offiziell nicht anerkannten Land. Seine Familie musste fliehen. Er wurde im syrischen Flüchtlingslager Jarmuk groß, ergriff von dort im Jahr 2015 die Flucht und lebt heute in Deutschland. Das ist die eine Seite der Realität. Die andere Seite im Leben von Aeham Ahmad wird erfahrbar, wenn man ihn spielen hört  …

Mozart mit behördlicher Genehmigung

27.05.20 (Stefan Pieper) -
Seit Wochen erreichen die Redaktion der nmz Festival- und Konzertabsagen – das Musikleben ist ein Fiasko geworden. Staatliche Hilfen oder zumindest Hilfsversprechen versuchen, die Notlagen betroffener Künstler und Ensembles zu mildern. Dass es bereits vereinzelte Initiativen gibt, einen Exit in ein neues Konzertleben mit Abstand und unter Einhaltung pandemischer Schutzauflagen wieder Musik zu machen und auch ein ausgehungertes Publikum damit zu beliefern, wird auf dieser einzelnen nmz-Berichteseite an zwei Beispielen gezeigt.

Eine Verführung zu neuen Abenteuern

29.04.20 (Stefan Pieper) -
Anfang März saß Torsten Mosgraber, Direktor des Vokalmusikzentrums NRW alleine im neuen Aufführungssaal, der im Dortmunder Reinoldihaus entstanden ist. Ein Glück war es, dass zumindest das große Eröffnungskonzert im Februar noch über die Bühne gehen konnte, bevor der große Shutdown die öffentliche Kultur zum Verstummen gebracht hat. Mit dem neu eingerichteten Zentrum haben die vielfältigen Aktivitäten des VMZ eine Homebase für die Zukunft gefunden. Im angeregten Gespräch ließ der aus Berlin stammende Musikwissenschaftler, Intendant und ehemalige Geschäftsführer bei der Deutschen-Musikrat-Projektgesellschaft die Fakten sprechen.

Heraus aus der Nische

28.02.20 (Stefan Pieper) -
Olivier Messiaens „Quartett vom Ende der Zeit“ markierte bei seiner Uraufführung eine Aufbruchsstimmung. Mit Instrumenten, die eigentlich gar nicht zusammenpassen, wurde unter schwierigsten Zeitumständen an die Kraft des Musischen, an Humanität appelliert. Als besagtes Meisterwerk im Jahr 1995 in einem Seminarraum der Universität Siegen erklang, stand es für einen anderen Aufbruch, nämlich für den Beginn der Erfolgsgeschichte des „Studios für Neue Musik“ an der Universität Siegen.
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