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Alle Artikel kategorisiert unter »Wendelin Bitzan«

Musizieren allein verbindet nicht

09.05.22 (Wendelin Bitzan) -
Wer nach einer professionellen Musikausbildung die Hochschule verlässt, hat sehr unterschiedliche Vorstellungen vom zukünftigen Berufsleben. Die Ziele und angestrebten Tätigkeitsfelder sind so divers wie die Ausbildungswege und Interessenschwerpunkte. Eines ist den fertig ausgebildeten Musiker*innen jedoch gemeinsam: Abgesehen vom Bereich der Schulmusik, in dem Absolvent*innen angesichts des chronischen Mangels an qualifizierten Lehrkräften zumeist eine Festanstellung erwarten können, müssen sie sich mehrheitlich auf eine Laufbahn als Freiberufler*innen einstellen. Einem kleinen Teil der Absolvent*innen gelingt es, feste Verträge in Ensembles oder an Lehrinstitutionen zu erhalten. Alle Übrigen, also die weitaus meisten professionell ausgebildeten Musiker*innen, sind künstlerisch und/oder pädagogisch in der freien Szene aktiv, wobei Patchwork-Existenzen mit mehreren, teils stark diversifizierten und nicht selten prekären Einkommensquellen vorherrschen.

Von den Grenzen des Gesangsrepertoires

07.03.22 (Wendelin Bitzan) -
In der Ausbildung und Berufsausübung klassischer Sängerinnen und Sänger werden große Teile des Repertoires vernachlässigt. Die Musik der Renaissance und des Frühbarock spielen eine untergeordnete Rolle in der Praxis der meisten Gesangssolist*innen und ist vielen Protagonist*innen nicht einmal bekannt. Ähnliches gilt für das andere Ende des Spektrums – nur selten wagt man sich über das frühe zwanzigste Jahrhundert, über die sogenannte „klassische Moderne“, hinaus. Dabei gibt es zwei Gattungsbereiche, die im Musikbetrieb fast vollständig ignoriert werden: nicht-solistische geistliche Vokalmusik und Ensemble-Kompositionen, die nicht Bestandteil einer Oper sind. Warum ist es eine absolute Ausnahme, etwa eine florentinische Monodie oder ein Schönberg-Lied von nicht auf „Alte Musik“ oder „Neue Musik“ spezialisierten Sänger*innen zu vernehmen? Dieser Befund verdient es, dass man ihm einige Worte widmet.

Neue Aktivitäten und Pläne

10.02.22 (Wendelin Bitzan) -
Der im September 2021 gewählte Vorstand des Berliner DTKV-Landesverbands (siehe nmz 12/2021–01/2022, S. 44; www.bit.ly/3K3lc3w) hat die Arbeit aufgenommen und berichtet hier im Überblick zu den aktuellen Entwicklungen und Planungen im Verband.

Verstärkte Vernetzung geplant

09.12.21 (Wendelin Bitzan) -
Im Landesverband Berlin des Deutschen Tonkünstlerverbands hat ein Wechsel in der Verbandsführung stattgefunden. Die neuen Vorstandsmitglieder wurden am 22.09.2021 durch die Mitgliederversammlung gewählt und sind mit dem Ziel angetreten, eine wirksame Interessenvertretung der Mitglieder zu gewährleisten und die politische Relevanz und öffentliche Reichweite des Landesverbands zu erhöhen.

Aufbruch zu neuen Konzertformaten

31.01.18 (Wendelin Bitzan) -
Dass die professionelle Musikausbildung im deutschsprachigen Raum noch immer größtenteils in den ritualisierten Lehr- und Berufsausübungsparadigmen des 19. und 20. Jahrhunderts verharrt, ist keine neue Diagnose. An Musikhochschulen wird mehr nach innen als nach außen geschaut: In dem durch Hauptfachunterricht und Üben reglementierten Ausbildungsalltag wird ein stark abgegrenztes historisches Repertoire kultiviert, während der sich wandelnde Arbeitsmarkt eher kritisch beäugt denn als Herausforderung begriffen wird.

Aufbruch zu neuen Formaten der Musikaufführung – In Berlin findet erstmals der Musikhochschulwettbewerb D-bü statt

08.01.18 (Wendelin Bitzan) -
Dass die professionelle Musikausbildung im deutschsprachigen Raum noch immer größtenteils in den ritualisierten Lehr- und Berufsausübungsparadigmen des 19. und 20. Jahrhunderts verharrt, ist keine neue Diagnose. An Musikhochschulen wird mehr nach innen als nach außen geschaut: In dem durch Hauptfachunterricht und Üben reglementierten Ausbildungsalltag wird ein stark abgegrenztes historisches Repertoire kultiviert, während der sich wandelnde Arbeitsmarkt eher kritisch beäugt denn als Herausforderung begriffen wird. Institutionen und Innovationen sind sich in der Musik häufig wesensfremd; die Unbefangenheit und Unbekümmertheit, die es braucht, um neue Wege zu beschreiten, finden sich vorrangig in der freien Szene und weniger an den etablierten, staatlich geförderten Stätten des Musik- und Musikausbildungswesens.

Transmedialität und Virtualität – Werke von Michael Beil und Johan Svensson in Berlin

03.09.17 (Wendelin Bitzan) -
Die Ernst von Siemens Musikstiftung hat ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen: Progetto Positano präsentierte in einem Portraitkonzert mit dem Berliner ensemble mosaik seinen ersten Stipendiaten, den schwedischen Komponisten Johan Svensson (*1983). Im Heimathafen Neukölln gelangte sein dreiteiliger Werkzyklus Ampèrian Loops zu einer ersten vollständigen Aufführung, konfrontiert mit drei audiovisuellen Arbeiten von Michael Beil (*1963).

Ein Appell für berufsständisches Engagement

15.12.16 (Helge Harding) -
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Bedingungen für das freiberufliche Musikertum in der Kulturstadt Berlin sind besorgniserregend. Konkurrenzdruck und Existenzangst, gepaart mit künstlerischem Idealismus, veranlassen viele von uns dazu, zu ungünstigen oder gar prekären Konditionen zu arbeiten. Der Arbeitsmarkt ist äußerst angespannt und Patchwork-Existenzen sind weit verbreitet. Angesichts ernüchternder Perspektiven breiten sich vielerorts Unmut und Frustration aus. Die Hintergründe der Situation sind allerdings komplex. Warum sie so ist und wie es dazu gekommen ist, wissen die meisten von uns nicht. Ein Verständnis für diese Zusammenhänge ist aber von zentraler Bedeutung, wenn wir Verbesserungen erreichen wollen. Einseitige und vorschnelle Schuldzuweisungen aus Unwissenheit sind nicht konstruktiv.

Für ein Musizieren jenseits des Tellerrandes

11.06.15 (Wendelin Bitzan) -
„Denkansätze in Form einer direkten Ansprache der betroffenen Personengruppen“: Diese Textform wählte der Musiker und Musikforscher Wendelin Bitzan für seine kritische Bestandsaufnahme zum Zustand der Ausbildung an deutschen Musikhochschulen, erschienen im Hochschulmagazin 6-2015 der neuen musikzeitung. Ein Appell zum Umdenken auf allen Ebenen.
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