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Alle Artikel kategorisiert unter »Wolf Loeckle«

„jedes ding hat einmal ein end…“ Das Rosamunde Quartett hört auf

19.10.09 (Wolf Loeckle) -
Es sind zuweilen Redensarten, auf denen manch Artifizielles sich aufbaut, das jenseits der Floskeln als Kunst sich definiert. Der große Wortartist Ernst Jandl beispielsweise, Wiener und Provokateur, hat nach dem Motto „ottos mops trotzt“ in überschäumender Phantasie auch auf der Basis volkstümlicher Kommunikationsalltäglichkeiten Folgendes durchgeführt: „jedes ding hat einmal ein end nur die wurst hat zwei“. Hat das etwas mit dem Rosamunde-Quartett aus München zu tun?

Die Erkenntnis liegt im Dialog der Musiken

05.10.09 (Wolf Loeckle) -
Als Geschäftsmodell gehen in diesen Tagen – inmitten der größten Wirtschaftskrise seit Menschengedenken – erneut die aberwitzigsten Ideen durch, um ihrerseits eine neuerliche Steigerung des Wahnsinns (samt der Bonuszahlungsgierbefriedigung) zu generieren. Damit hat ECM nichts zu tun. Die drei (auch) global wirksamen Buchstaben bedeuten schlicht „Edition Of Contemporary Music“.

Hören. Nicht reinhören

01.09.09 (Wolf Loeckle) -
Artur Schnabel: Scholar of the piano (Aufnahmen 1932 bis 1948)
EMI Classics 50999 2 65064 2 5, 8 CDs

Von der Promishow zum Ansporn für die Kultur

27.08.09 (Wolf Loeckle) -
Wenn einer lange dabei ist bei etwas, das etwas Besonderes ist, dann ist es besonders wenig leicht, nicht mehr dazu zu gehören, zum Besonderen. In solch einer Situation ist Hildegart Eichholz aktuell. Sie war sechzehn Jahre inmitten von all den Entscheidungsfindungssitzungen und Strategiekonferenzen und Qualitätssicherungsmeetings, inmitten von Bedenkenträgern und Fortschrittsgläubigen, zwischen Lobbyisten und Verfechtern der reinen Wahrheit. Kurz: Ohne sie ging nichts beim „Ernst von Siemens Musikpreis“.

Kommunikation abgeschnitten - Der Musikpublizist Reinhard Schulz ist gestorben

24.07.09 (Wolf Loeckle) -
Die Nachricht traf uns nicht unerwartet, trotzdem sind wir erschüttert und tieftraurig. Der Musikkritiker und -publizist Reinhard Schulz ist heute nach langer schwerer Krankheit im Alter von nur 59 Jahren gestorben. Seit 1986 war er leitender Redakteur der Neuen Musikzeitung und prägte unser Blatt entscheidend mit. Lesen Sie hier einen Nachruf von Wolf Loeckle.

Was kommt nach Thielemann? Die Zukunft der Münchner Philharmoniker ist offen

23.07.09 (Wolf Loeckle) -
Einen Tag nach der Entscheidung des Münchner Stadtrates, den Vertrag mit Christian Thielemann als Generalmusikdirektor der Stadt nicht zu verlängern, dauert das Warten auf eine Stellungnahme des Noch-Philharmoniker-Chefs an. Der weilt auf dem Grünen Hügel Bayreuths und probt. Unterdessen betonte Kulturreferent Hans-Georg Küppers der Süddeutschen Zeitung gegenüber, die Entscheidung sei endgültig. Wolf Loeckle kommentiert:

Verhallte Leistungsschau: Cantionale – ein evangelisches Chortreffen in München

13.07.09 (Wolf Loeckle) -
„Cantionale“ assoziiert irgendwie sportiven Wettbewerb. Und auch der mag ja gemeint sein, wenn das evangelisch-lutherische Dekanat München in relativ regelmäßigen Abständen aufruft zur gesanglichen Leistungsschau. Das fördert soziale Netzwerke ebenso wie den gesunden Ehrgeiz, das fordert auch die Kollegen von der anderen, der katholischen Fraktion, heraus. Und München bietet ja gerade auf dem Sektor Kirchenmusik schier unüberschaubare Fülle, so dass eine Kontrolle zuweilen Sinn macht.

Ästhetische Bogenformen: Pina Bauschs „Neues Stück 2009“ in Wuppertal

19.06.09 (Wolf Loeckle) -
Der Kampf ums Überleben vor Ort, die Entgegennahme des größten Kulturpreises weltweit aus Japan, die Orientierung zwischen Müllskandalen im Tal der Wupper und der Sanierung des örtlichen Opernhauses, der einzige reine Ästhetik-Lehrstuhl in reiner AntiÄsthetikUrbanität – das sind Essentials, mit denen das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch zu rechnen hat. Und das nicht nur in Zeiten global leerer Kassen.

Zwischen Rundfunkfreiheit und Quote

08.06.09 (Wolf Loeckle) -
Erstmals wird in diesem Jahr die sommerliche „Festspielzeit“ im deutschsprachigen Radio zeitgleich und zentralisiert ohne regionale Eigen- wie Besonderheiten ausgestrahlt. Sind solche Neuerungen bereits der Abgesang des föderal organisierten Rundfunk in Deutschland? Wolf Loeckle, ehemaliger Musik- redakteur bei Bayern2Radio, geht in seinem Essay dieser und anderen aktuellen Fragen nach, die das Medium Radio betreffen.

Schwebebahnen: Jirí Kyliáns „Zugvögel“ bei der Festwoche des Bayerischen Staatsballetts

06.05.09 (Wolf Loeckle) -
Zugvögel zwischen diversen Welten sind wir alle irgendwie. Und insofern nimmt uns Jiry Kylián unter dem Titel „Zugvögel“ alle mit auf seine Lebensrückschau gewissermaßen; die er in München zelebriert, als vorletzter Station einer Reise, die ihn dann in der niederländischen Heimat das dezidierte Finale in Szene setzen lässt – vor dem Umstieg in eine andere Aktivität, über die gerätselt werden kann.
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