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Alle Artikel kategorisiert unter »Wolf Loeckle«

„… die Energie muss am Anschlag sein …“

12.04.09 (Wolf Loeckle) -
Sich inmitten eines Zeitalters von Zeit-brüchen und vor dem Hintergrund globaler Verschiebungen samt immanenter Neuschichtungen des Zuspruchs eines durchaus großen Publikums gewiss sein zu können, so zwischen Neuausrichtung und Vergangenheit, das motiviert jeden, dem solches zuteil wird. Das Münchener Kammerorchester profitiert von dieser Konstellation.

„aus dem quartettbuch“: Münchens Rosamunde-Streichquartett mit eigener Reihe

19.02.09 (Wolf Loeckle) -
Wie auch immer sie heißen mögen und wo sie auch zu Hause sind, die großen und die größten Streichquartette rund um den Globus: irgendwo haben sie alle eine Heimat oder aber auch ihre (geographische) Heimat. Und da haben die meisten dann vor heimischen Publikum ihre eigenen Konzert-Reihen. Münchens weltberühmtes Rosamunde Streichquartett hat eine solche Reihe seit der Ende Januar 2009.

Weltläufig

01.02.09 (Wolf Loeckle) -
Einhundert und ein halbes Jahr schon ist der Begriff „neue musik“/Neue Musik/neue Musik eine Art Kampfbegriff. Und je nach ästhetischer Einstellung eine Art Waffe im intellektuellen Stellungskrieg. Da wird dann niedergemacht nach guter alter Gutsherrenart oder hochmanipuliert, was die zeitgeistige Konstellation so hergibt. Ob dann im Einzelfall etwas wirklich neu ist – und ob irgendetwas irgendwie Neues um jeden Preis des Neuen in den Markt, der es dann schon richtet, gedrückt werden muss, bleibt als Frage unbeantwortet. Immerhin eignen sich die Kategorien alt oder neu bestens fürs Schmähprogramm, so nach dem Motto neu ist gut und alt ist schlecht.

Brisant, brillant – Ferenc Fricsay dirigiert Beethoven

03.12.08 (Wolf Loeckle) -
Dass Ludwig van Beethovens Symphonik am Beginn des dritten Jahrtausends zuweilen als die wirklich neue Musik unter all der Neuen Musik wahrgenommen werden kann, liegt zum einen an der Befolgung des legendären Mauricio-Kagel-Diktums, Beethoven so lange ruhen zu lassen, bis all das Neue durch Ohr und Hirn und Herz durch ist. Und dann Raum und Fläche und Bereitschaft sich neu einstellt für eine Fundamentalrecherche.

Lustvoll, kitschfrei – Sharon Kam serviert Klarinetten-Souvenirs

24.11.08 (Wolf Loeckle) -
Der Klarinette wird zuweilen Glibberiges, Glitschiges, (Un)Geheuerliches angedichtet. Wer sie entsprechend spielt, wird sich über das Ergebnis nicht wundern dürfen. Mozarts Konzert oder das Brahms´sche Quintett entziehen sich solcher „Darstellung“ jedoch aus sich heraus.

Kunst geht nicht ohne Risiko

01.11.08 (Wolf Loeckle) -
Nach einem durchaus erfolgreichen Barock-Boom, nach einer gewissen Dominanz englischer Vorlieben, nach einer künstlerisch durchwachsenen und einer betriebswirtschaftlich fulminanten Bilanz des Vorgängers Sir Peter Jonas kommt der Bayerischen Staatsoper, einer durchaus älteren Tradition folgend, eine neue südliche Komponente ins Haus. Nikolaus Bachler hat gerade mit Macbeth in München seine erste Spielzeit eröffnet. Mit ihm sprach für die neue musikzeitung Wolf Loeckle.

Glorios kapriziert

03.10.08 (Wolf Loeckle) -


Im Anfang war das Wort – heißt es vielsagend kryptisch im biblischen Kontext. Und damit ist der andauernde Prozess des auf dem blauen Planeten sich Entwickelnden schon definiert. Ob es dann die Geräusche waren aus der Natur oder irgendwelche linguistischen Vorspiele im Vorfeld des vorausdenkenden Vorpreschens vormusikalischer Elemente, die zum Entstehen dessen führte, was als Musik sich auskristallisierte, bleibt weiter offen. Immerhin kommt Sprache nicht ohne Musik aus.

LandMark

01.06.08 (Wolf Loeckle) -

Don‘t meet the artists mag als guter Merksatz durchgehen für den jungen, aufstrebenden Musikkritiker, in der Hoffnung, dem Objektiven an sich stattdessen zu begegnen. Ulrich Dibelius hielt sich mit solchen Marginalien nicht auf. Er kannte sie alle – Nono, Stockhausen, Lachenmann.

Drei Opernhäuser und fast fünfzig Orchester

01.11.07 (Wolf Loeckle) -

Vom Arbeiterkampflied zum königlichen Flötenton, vom multikulturellen Schmelztiegel zum Magneten für die Musikindustrie, wild als schön, visionär via vulkanisch, nostalgisch und klassizistisch, exotisch oder ätherisch, raumgreifend und (in lokaltypisch-üblicher Selbsteinschätzung) der eigenen Zeit vorauseilend, lässt sich lesen: „Berlin ist zum ersten Mal erfolgreichstes Bundesland bei ,Jugend musiziert‘.“ Oder:„In Berlin agier(t)en Künstler, die so schnell nicht vergessen werden können.“ „Wir sind überzeugt, Berlin ist von der Weltkarte der Musik nicht wegzudenken.“ „Berlin ist mal wieder richtungsweisend, in dem, was hier passiert“, formuliert vollmundig „musicberlin“.

Lordsiegelbewahrer der Qualität

01.11.04 (Wolf Loeckle) -

Noch keine hundert Jahre jung und schon zweihundert Mal gehäutet, versucht das Radio ewig jung zu bleiben. Wobei jung kein Qualitätskriterium an sich repräsentiert. Der Schritt fort vom Etablierten markiert das zunächst Junge, das Neue, (das Bessere zuweilen) als Fortschritt. Solch wechselnde Wellenbewegungen ist ein sensibles Medium wie das Radio ebenso wie der einzelne Mensch ständig ausgesetzt. Die klingenden Sendungen, Produkte, Ergebnisse von Denken und Handeln reflektieren dies unüberhörbar. Menschen machen Radio. Sie machen aus der Idee drahtloser Übertragung Unterhaltungsradio. Oder Info-Wellen. Oder Volksdümmliches. Oder Berieselungskanäle. Oder sie füttern die (extra-)terrestrischen Abstrahlpositionen auf hohen Bergen und an geostrategisch günstigen Positionen im All mit Nahrung für die Sinne, für Sinn und Sinnlichkeit. Das geht realistischerweise nur so tief, wie das, was hineingesteckt wird, aus der Tiefe des Geistes heraus entwickelt werden kann. Wo nichts ist, kann auch nichts sein. Oder was einer nicht hat, „kann einem nicht gegeben werden“, wie es sinnvoll einer der großen Utopisten des zwanzigsten Jahrhunderts paraphrasiert, der Philosoph Ernst Bloch.

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