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Alle Artikel kategorisiert unter »Schauspielmusik«

Franz Schubert auf der Reise nach Hamburg

08.02.18 (Joachim Lange) -
Kent Nagano und das Philharmonische Staatsorchester Hamburg präsentieren Franz Schuberts Schauspielmusik „Rosamunde“ mit dem neuen Text „Es kommt ein Schiff gefahren“ von Ulla Hahn. „Mozart auf der Reise nach Prag“ ist ein Mörike-Titel, der es zum geflügelten Wort gebracht hat. Vielleicht widerfährt es ja der jüngsten Reise Schuberts nach Hamburg so ähnlich? Zumindest in Hamburg und für die Besucher der Elbphilharmonie. Diese Reise hat den Komponisten, der 1823 die Schauspielmusik zum romantischen Schauerstück „Rosamunde“ komponierte und der (auch) seine Sinfonie Nr. 8 C-Dur, die den programmatischen Beinamen „Große“ führt, nie selbst hören konnte, jetzt in die Stadt an der Elbmündung geführt.

Im Wetteifer von Sprachgewalt, Blasmusik und Elektronik – Karl Kraus“ „Die letzten Tage der Menschheit“ bei den Salzburger Festspielen

05.08.14 (Peter P. Pachl) -
Eine Aufführung des einem Marstheater zugedachten Stücks Die letzten Tage der Menschheit durch den Regisseur Max Reinhardt hatte der Autor Karl Kraus abgelehnt, da er befürchtete, der werde eine Revue daraus machen. Ein knappes Jahrhundert später stehen bei den von Reinhardt gegründeten Festspielen eine szenische Aufführung als Derivat von Kraus’ über 200 Szenen umfassenden Montage in einer stark von Musik bestimmten Aufführung auf dem Programm.

Bezüge und Querverweise: Shakespeare-Mendelssohns „Sommernachtstraum“ und Wagners „Meistersinger“ bei den Salzburger Festspielen

14.08.13 (Peter P. Pachl) -
Etwa zu dem Zeitpunkt, als „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Salzburg letztmals vor diesem Sommer auf dem Programm standen – 1938, in der Inszenierung des ingeniösen jüdischen Regisseurs Erich von Wymétal – erging durch die NS-Regierung an die in Nazi-Deutschland verbliebenen Tonsetzer die Aufforderung, Ersatzkompositionen für die mit Aufführungsverbot belegten Werke jüdischer Komponisten zu schaffen, dezidiert insbesondere für Felix Mendelssohn-Bartholdys Bühnenmusiken zu Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“.

Noch ein Prometheus: Heiner Müllers Aischylos-Version mit Zwischenmusiken von Heiner Goebbels bei der Ruhrtriennale

20.09.12 (Peter P. Pachl) -
Leider nicht vor der Produktion von Carl Orffs „Prometheus“, sondern erst nach dessen zweiter Aufführung, erfolgte im Programm der Ruhrtriennale auch eine Szenische Lesung des „Prometheus“ in der Textfassung von Heiner Müller. Da Orffs wohl radikalster Musiktheaterbeitrag, zu dem ihn im Jahre 1960 der Regisseur Wieland Wagner angeregt hatte, auf altgriechisch gesungen und auch in der jüngsten, erst fünften Inszenierung dieser Oper, nicht übertitelt wurde, schien eine zusätzliche Information für die Besucher unerlässlich. Heiner Müllers deutsche Übertragung war im Programmheft abgedruckt. Da Müller aber selbst sagt, sein Text sei „nicht Wort für Wort lesbar, außer man liest ihn laut“, war eine öffentliche Lesung naheliegend.

Edvard Grieg meets Mark-Anthony Turnage and Brett Dean: „Peer Gynt“, rezitiert, gesungen und getanzt an der Deutschen Oper Berlin

19.11.11 (Peter P. Pachl) -
Als Peter Stein 1971 mit seiner legendären „Peer Gynt“-Inszenierung an zwei Abenden Henrik Ibsens Drama des Weltenwanderers auf der Suche nach seinem wahren Ich an der Schaubühne am Halleschen Ufer zur Diskussion stellte, setzte er für jeden Akt einen anderen Darsteller in der Titelpartie ein. In der Deutschen Oper Berlin braucht Heinz Spoerli für seinen ungleich kürzeren „Peer Gynt“ in der Titelrolle drei Darsteller, den Schauspieler Sebastian Hülk, den Bariton Alexey Bogdanchikov und den Tänzer Vladimir Malakhov.

Brutales Allerweltstheater: Calderóns „Großes Welttheater“ mit neuer Musik von Carlos Santos am Theater Freiburg, inszeniert von Calixto Bieito

11.11.11 (Frieder Reininghaus) -
Joseph von Eichendorff hat das „Gran teatro del mundo“ von Pedro Calderón de la Barca (1600–1681) ins Deutsche gebracht, Hugo von Hofmannsthal dieses Auto sacramental zum „Salzburger Großen Welttheater“ bearbeitet. Das allegorische religiöse Schauspiel entsprang just jener Zeit, in der die Engländer den Spaniern die Dominanz auf den Weltmeeren endgültig streitig machten: sie brachten einige Schlüsselländer im spanisch-portugiesischen Kolonialreich gewaltsam an sich und eine singuläre Allianz mit dem „Erzfeind“ Frankreich gegen Felipe IV zustande.

Ironie mit Mitteln der Musik – oder die Suche nach Zettels Traum: zweimal „Sommernachtstraum“ bei den Salzburger Festspielen

10.08.11 (Peter P. Pachl) -
Erich Wolfgang Korngold hat für Max Reinhardt den „Sommernachtstraum“ von Shakespeare zu 90 Prozent in ein Musik-Theater verwandelt, denn knapp zwei Stunden lang erklingt seine Version der klanglich spätromantisch instrumentierten und erweiterten Komposition Felix Mendelssohn-Bartholdys in der Verfilmung aus dem Jahre 1935. In Reinhardts persönlichem Gesamtkunstwerk, dem Schloss Leopoldskron, collagieren die Salzburger Festspiele diesen Film mit einer ebenfalls musikalisierten Kurzfassung durch junge Schauspieler.

„Jedermann“ in Salzburg musikalisiert: Hofmannsthals Spiel vom Sterben des reichen Mannes wird 100

05.08.11 (Peter P. Pachl) -
Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“, unleugbar zum Sinnbild der Salzburger Festspiele geworden, begeht in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Lange, bevor Max Reinhardt den „Jedermann“ vor dem Salzburger Dom inthronisierte, hatte er das „ Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ am 1. Dezember 1911 im Zirkus Schumann in Berlin und anschließend in einer Reihe von Messehallen und Theatern inszeniert.
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