Bachwochen planen Ersatz-Konzertreihe im Herbst


31.07.20 -
Erfurt - Die Thüringer Bachwochen waren eines der ersten Festivals im Freistaat, das wegen der Corona-Krise abgesagt wurde. Nun stecken die Macher in den Planungen für Ersatz und für die Ausgabe im kommenden Jahr - doch ein Damoklesschwert hängt über allem.
31.07.2020 - Von dpa, KIZ

Die Thüringer Bachwochen peilen eine weitere Ersatzkonzertreihe für die ausgefallene diesjährige Festivalausgabe an. Bislang bestehe die Hoffnung, im Herbst Konzerte anbieten zu können, sagte Pressesprecher Jens Haentzschel. Auch Zusagen von Musikern gebe es schon. «Aber wir wissen einfach noch nicht, ob es überhaupt klappt», sagte Haentzschel mit Blick auf die Corona-Pandemie. «Was wenn es doch noch einen Lockdown 2.0 gibt?»

Der Krise war es auch geschuldet, dass das Festival im März abgesagt werden musste. Eigentlich waren im April 60 Veranstaltungen, darunter Konzerte barocker Musik, aber auch Tanz- und Schauspielstücke geplant gewesen.

Ob die Thüringer Bachwochen im kommenden Jahr wie gewohnt stattfinden können, sei ebenfalls noch offen, sagte Haentzschel. «Wir planen, aber wir haben keine Sicherheit. Die Bedingungen sind immer noch schwierig. Es wird alles sehr kurzfristig entschieden werden müssen», so Haentzschel. Die Unsicherheiten bei den aktuellen Planungsarbeiten fingen etwa schon bei der Frage an, ob überhaupt ein teures Programmheft gedruckt werden sollte, erklärte Haentzschel.

Immerhin habe die Konzertreihe «20ff - twenty fast forward» gezeigt, dass das Team in kürzester Zeit Veranstaltungen auf die Beine stellen kann. Mit den Konzerten im kleineren Rahmen und unter Hygieneauflagen in der Erfurter Kreativwirtschaftsstätte Kontor hatten die Bachwochen auf die Absage des eigentlichen Festivals reagiert.

Thüringen gilt als «Bach-Land»: Der weltberühmte Komponist Johann Sebastian Bach wurde 1685 in Eisenach geboren und arbeitete innerhalb seiner Karriere auch an einigen anderen Orten im heutigen Thüringen, neben Weimar etwa in Arnstadt und Mühlhausen. Das Festival nutzt solche «authentischen» Bachorte als Spielstätten.

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