Verlorene Notenhandschriften von Bach-Sohn wieder in Leipzig


14.04.22 -
Leipzig - Die Niederschrift eines seltenen Frühwerks des Komponisten Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) ist an ihrem Entstehungsort zurück. Das Bach-Archiv Leipzig hat die verschollen geglaubten originalen Handschriften mit Hilfe privater Spenden bei einer Auktion 2021 in London erworben, wie die Stadt am Mittwoch bei der Präsentation der Partitur samt Stimmensatz bekanntgab.
14.04.2022 - Von dpa, KIZ

Die Triosonate habe sich im Nachlass des Händel-Forschers Friedrich Crysander (1826-1905) befunden und sei im Besitz von dessen Nachkommen gewesen. Der Sohn des berühmten Komponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750) hatte das dreisätzige Stück für Violine, Flöte und Generalbass 1731 im Alter von 17 Jahren unter den Augen des Vaters geschrieben und später überarbeitet. Die autographe Notenhandschrift wurde nach dem Erwerb restauriert und soll nun dauerhaft öffentlich zugänglich sein.

Der prominente Zuwachs in der Sammlung des Bach-Archivs sei bedeutsam für die Musikforschung und die Stadt, weil Carl Philipp Emanuel Bach den Großteil seines Leipziger Frühwerks in späteren Jahren selbst vernichtete, sagte Direktor Peter Wollny. Der reiche Musikkosmos habe einen jungen Musiker geformt, der später «als einer der bedeutendsten Komponisten der Empfindsamkeit» in die Musikgeschichte einging.

Das 1950 gegründete Bach-Archiv bewahrt das Erbe des Komponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750), der 1723 bis zu seinem Tod als Thomaskantor in Leipzig wirkte. Dort wird zudem das Werk der weit verzweigten Musikerfamilie Bach erforscht.

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