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Buch-Tipps 09/2026

Untertitel
Klaus Reichert / Europäisches Musiktheater / Operngeschichte
Vorspann / Teaser

Klaus Reichert: I welcome whatever happens next. Erinnerungen an John Cage, Wolke Verlag +++ Reinhard Strohm: Oper in Bewegung. Europäisches Musiktheater vom Barock zur Romantik, Bärenreiter/Metzler +++ Lavinia Hantelmann: Rezeption durch Bearbeitung. Oper in Berlin im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts im Spiegel der Berliner Musikverlagsproduktion (Historische Musik-Kulturen, Bd. 2), Königshausen & Neumann

Publikationsdatum
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Text

1

Klaus Reichert: I welcome whatever happens next. Erinnerungen an John Cage, Wolke Verlag, Berlin 2026, 159 S., Abb., Notenbeispiel, € 28,00, ISBN 978-3-95593-614-3

In dem wunderbar montierten Bild-Text-Band dokumentiert der Literaturwissenschaftler seine langjährige Zusammenarbeit mit Cage, dessen Texte Reichert übersetzte und mit dem ihn eine intensive Beschäftigung mit James Joyce, insbesondere mit Finnegans Wake verband – eine sehr persönliche und feinsinnige Annäherung.

2

Reinhard Strohm: Oper in Bewegung. Europäisches Musiktheater vom Barock zur Romantik, Bärenreiter/Metzler, Kassel/Berlin 2025, 319 S., Abb., €
€ 49,99, ISBN 978-3-662-71347-1

Mit seinem Schwerpunkt bei der Barockoper spiegelt der Sammelband eine Vorliebe des in Yale, London und zuletzt Oxford tätigen Doyen der Musikforschung wider. Die Texte zu teils bekannten, teils entdeckungswürdigen Werken, wie auch zu übergeordneten Themen (Sujets, Formen, Bedingungen, Praxis) lassen sich separat lesen, fügen sich aber in ihrer chronologischen Anordnung zu einem repräsentativen Bild – eine fulminante Entdeckungsreise durch eine in jeder Hinsicht dynamische Gattung.

3

Lavinia Hantelmann: Rezeption durch Bearbeitung. Oper in Berlin im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts im Spiegel der Berliner Musikverlagsproduktion (Historische Musik-Kulturen, Bd. 2), Königshausen & Neumann, Würzburg 2026, 556 S., Abb., Notenbsp., € 78,00, ISBN 978-3-8260-9054-7

Mit einer einst sehr breitenwirksamen Praxis beschäftigt sich die außerordentlich quellen- und materialreiche Studie zur Opernmusik jenseits der Bühnenhäuser mittels Klavierarrangements, für Militärkapellen oder auf den Tanzböden – vielstimmiges Eintauchen in eine vergangene Alltagskultur am Beispiel der preußischen Metropole.

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