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Alle Artikel kategorisiert unter »19. Jahrhundert«

Peter P. Pachls Abschied: Römischer Karneval um „Die heilige Cäcilia“ in Hattingen

22.11.21 (Roland H. Dippel) -
Am 15. November verstarb der Regisseur, Dramaturg, Musikwissenschaftler und Theaterleiter Peter P. Pachl nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 68 Jahren. Pachl wurde aus dem Proben zu seiner Inszenierung der Uraufführung von Anton Urspruchs Oper „Die heilige Cäcilia“ gerissen, die er in der Henrichshütte Hattingen vorbereitete. Die durch die Pandemie außerordentlich erschwerte Premiere am 21. November wurde zu einer Hommage für den leidenschaftlichen Opernentdecker und Autor der nmz.

Zur Kenntlichkeit entstellt – Ein neues Stuttgarter Ringprojekt hat mit dem „Rheingold“ begonnen

22.11.21 (Joachim Lange) -
Auch diesmal soll es ein Ring von verschiedenen Regie-Kollektiven werden. In Stuttgart haben sie das unter Klaus Zeheleins künstlerischer Obhut quasi erfunden. Was Joachim Schlömer, Christoph Nel, das Gespann Jossi Wieler/Sergio Morabito und Peter Konwitschny nebeneinander gestellt haben, profilierte vor über zwanzig Jahren die Teile des Ganzen. Ob ein solches Vorgehen mehr Vor- oder Nachteile hat, kommt auf das Ergebnis an.

Eine Schachpartie auf Leben und Tod – Frédégonde von Ernest Guiraud und Camille Saint-Saëns in Dortmund

21.11.21 (Joachim Lange) -
In Dortmund gab es im März 2020 eine gespenstische Vorstellung. „Die Stumme von Portici“ war eine der letzten Premieren vor dem ersten Lockdown; eine Geisteraufführung gerade noch für eine Handvoll Kritiker. Im November 2021 gibt es wieder die Premiere eines besonderen Stückes. Diesmal ist die Ausgrabung noch ambitionierter. Von Ernest Guirauds und Camille Saint-Saëns’ „Frédégonde“ dürften nur Spezialisten etwas gewusst haben.

Concerto Köln und Kent Nagano nähern sich Richard Wagners „Ring des Nibelungen“

20.11.21 (Roland H. Dippel) -
Seit 2017 erarbeitet das künstlerisch-wissenschaftliche Projekt „Wagner-Lesarten“ mit Beteiligung von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen einen historisch-informierten Zugang zu Wagners monumentaler Tetralogie "Der Ring des Nibelungen". Der erste Teil „Das Rheingold“ wurde konzertant am 18. November in der Kölner Philharmonie aufgeführt. Es folgt(e) ein Konzert am 20. November im Concertgebouw Amsterdam

Studie über Empathie: Tschaikowskis „Iolanta“ in Dessau

09.11.21 (Roland H. Dippel) -
Der Applaus klingt im Anhaltischen Theater oft so groß wie die dort gespielten Opern – sogar wenn der Zuschauerraum wie derzeit wegen Hygienekonzept nicht ganz voll ist. Tschaikowskis letzte und 1892 in Sankt Petersburg mit seinem Ballett „Der Nussknacker“ uraufgeführte Oper war in Dessau ein Corona-Projekt. Mit nur 90 Minuten eigentlich nicht abendfüllend, ist „Iolanta“ aufgrund des kleinerem Chorparts auch im Ausnahmezustand gut machbar.

An der Schnittstelle zwischen Künstlichkeit und Wirklichkeit – „Der Bajazzo“ am Theater Bremen

09.11.21 (Ute Schalz-Laurenze) -
Die junge Opernregisseurin Ulrike Schwab, selbst ausgebildete Opernsängerin, hat in aufsehenerregenden Regiearbeiten schon mehrfach gezeigt, dass ihre Arbeit etwas ganz anderes und Neues zeigt als einfach eine weitere Interpretation einer berühmten Oper. Von Anfang an interessierte sie sich für die Schnittstelle zur Kunst der Performance, was auch mit ihrer Existenz als darstellende Künstlerin zusammenhängen mag. Die Performance macht den Körper der Interpreten selbst zur Kunst.

„Naja“-Amüsement – Die Oper Frankfurt mit Carl Nielsens „Maskerade“

01.11.21 (Wolf-Dieter Peter) -
„Nicht-ich-selber-Sein“, sich zumindest äußerlich in eine*n andere*n zu verwandeln – das durchzieht die Menschheitsgeschichte. Wenn dadurch ein soziales Höher und Tiefer, ein Überwinden gesellschaftlicher Konventionen, Standesgrenzen und gar von Gesetzen möglich wird, dann kann es Revolution geben – oder eben Komödie. Die formte 1724 Ludvig Holberg in einem dänischen Schauspielerfolg. An den wollte 1906 Carl Nielsen mit seiner komischen Oper in Kopenhagen anknüpfen.

Samstagabend Wunschkonzert! – Die Bad Reichenhaller Philharmoniker im Portrait

28.10.21 (Antje Rößler) -
Sanfte Hügel, Wiesen und Wälder umgeben Bad Reichenhall. Durch das Südost-Bayerische Kurstädtchen fließt die smaragdgrüne Saalach. Felsige Alpengipfel bilden das Panorama. Hier lässt es sich gut kuren. Die Bad Reichenhaller Philharmoniker bewahren die Tradition der Kurmusik.

Noch unabgeschlossen – „Götterdämmerung“ an der Deutschen Oper Berlin

18.10.21 (Peter P. Pachl) -
Berlins neue „Götterdämmerung“ an der Deutschen Oper beginnt mit verblüffender Erzählweise. Nachdem die Besucher*innen ihre Plätze erreicht und ihre Mund-Nasen-Schutz-Masken abgenommen haben, werden sie beim Öffnen des Vorhangs mit jenem Parkett- Foyer konfrontiert, das sie eben erst verlassen haben: unter der kinetischen Metallstruktur von George Bakers sind die Opernbesucher im Foyer zu einem lebenden Bild eingefroren, bis sie sich dann doch gemeinsam in exzentrischen Bewegungen ergehen – bis auf einen Herrn, der sich daran nicht beteiligt und der sich später als Hagen herausstellt.

Frischer Wind ins altehrwürdige Blatt

29.09.21 ((nmz-red)) -
Lesen Sie hier die Steckbriefe unserer Stipendiat*innen.
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