Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »19. Jahrhundert«

Bayreuther Besetzungen 2022 in Budapest: „Der Ring des Nibelungen“ perfekt

18.06.22 (Roland H. Dippel) -
Seit 2007 gibt es im Müpa Budapest Wagner-Tage mit exzeptionellen internationalen Besetzungen und regionalen Aufsteigern in halbszenischen Aufführungen. Zur „Ring-„Besetzung vom 9. bis 12. Juni gehörten jene beiden Sänger, die nach der Absage von John Lundgren die Partie des Wotan/Wanderer in der neuen „Ring“-Inszenierung von Valentin Schwarz bei den Bayreuther Festspielen 2022 übernehmen werden: Tomasz Konieczny und Egils Siliņš. – Einer der ältesten Richard-Wagner-Verbände feiert dort im Herbst sein 150-jähriges Jubiläum. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie man sich in Budapest dem Werk des deutschen Musikdramatikers verbunden fühlt.

Abrutschgefahr in bunte Gummilatschen-Diktatur – „Die Meistersinger von Nürnberg“ an der Deutschen Oper Berlin

13.06.22 (Dieter David Scholz) -
Ein „unbeschreiblich nichtssagendes, szenisch unbeglaubigtes Tohuwabohu“, sieht unser Kritiker Dieter David Scholz. Die Inszenierung sei „voller regielicher Mätzchen, dramaturgischer Ungereimtheiten und reichlich Leerlauf (Langeweile), trotz Aktionismus der Personenführung im ermüdend nüchternen Bühnenbild.“

Auf das richtige Schuhwerk kommt es an – Neue Meistersinger an der Deutschen Oper Berlin

13.06.22 (Joachim Lange) -
In der Inszenierung von Jossi Wieler, Sergio Morabito und Anna Viebrock bleiben viele Fragen offen, findet unser Kritiker Joachim Lange: „Die Grundidee der Inszenierung ist nicht ohne Plausibilität, aber schon deutlich packender und sinnlicher umgesetzt worden. Im Detail bleibt vieles diffus, gerät konventionell oder aber übertrieben aktionistisch.“

Ein Weltstar eigener Ordnung

27.05.22 (Simon Kannenberg) -
Joachim Raff zählt zu den erfolgreichsten und geachtetsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Von 1871 bis 1874 war er der meistgespielte Symphoniker im deutschsprachigen Raum. Mit seinen Sinfonien Nr. 3 „Im Walde“ und Nr. 5 „Lenore“ eroberte er sich die internationalen Konzertsäle von New York bis St. Petersburg. Im Jahr 2022 jährt sich sein Geburtstag zum 200. Mal.

Brennpunkt-Phantasie mit Humperdinck: „Hänsel und Gretel“ in Brandenburg

25.05.22 (Roland H. Dippel) -
Nichts ist so schwer wie das Jahr nach dem exponierten Jubiläum eines Publikumsmagnets. Kaum ein Theater erdreistete sich, Engelbert Humperdincks unverwüstliche Märchenoper als Hommage-Beitrag zu dessen 100. Todestag zu präsentieren. Die beiden Titelfiguren übernachten – derart von den Eltern für ihre Frechheit gestraft – im Wald. Deshalb ist eine Aufführung zur Erdbeerzeit gegen alle Weihnachtsopernrituale genau richtig. In Frank Martin Widmaiers Inszenierung am Brandenburger Theater sind die Geschwister frühreife Früchtchen am unteren Ende des Turbokapitalismus. Schaurig hübsch und treffsicher.

Wotan – Allein zuhaus: Peter Konwitschny startet in Dortmund mit der „Die Walküre“ in seinen Ring

22.05.22 (Joachim Lange) -
Der Auftakt seines Ring-Projektes in Dortmund zeigte den Regie-Altmeister Peter Konwitschny von der besten Seite und in Hochform. Im szenischen Detail und der Personenführung hochsouverän, musikaffin wie nur wenige, und eben auch fündig bei der Suche nach dem Menschlichen selbst beim göttlichen Personal.

Sternstunde des Ensemblegesangs: Hector Berlioz’ „Les Troyens“ an der Bayerischen Staatsoper

10.05.22 (Juan Martin Koch) -
Es muss schon viel passieren, um einem eine nahezu ungekürzte Premiere von Berlioz’ grandioser Trojaner-Oper zu vermiesen. Regisseur Christophe Honoré hat sich an der Bayerischen Staatsoper alle Mühe gegeben, es bleibt aber beim Versuch.

Von der Kunstfigur zum Bel Ami: „Der Rosenkavalier“ in Dessau

09.05.22 (Roland H. Dippel) -
Am Anhaltischen Theater Dessau huldigte der Wiener Regisseur Michael Schachermaier seiner Heimatstadt mit Richard Strauss' und Hugo von Hofmannsthals „Der Rosenkavalier“. Aus dem Mohrenknaben Mohammed wurde ein Arlecchino, der das Publikum vom 18. Jahrhundert in die 1980er Jahre begleitet. Nach musikalisch sehr korrektem Beginn mündete der Abend in delikate Opulenz mit interessanten Einblicken in das österreichische Sittenleben am Ende des 20. Jahrhunderts.

Zum Heulen schön – Antonín Dvořáks „Rusalka“ an der Semperoper Dresden

09.05.22 (Dieter David Scholz) -
Die Nixe Rusalka liebt einen Prinzen, dem sie am See begegnet und will, um für immer bei ihm sein zu können, ein Mensch werden. Mit ihrer Stimme bezahlt sie die Hexe Ježibaba für die Verwandlung und verlässt die bergende Heimat und Familie des Wasserreichs. Rusalkas Erscheinen bei den Menschen entzückt den Prinzen zunächst, doch das magische, stimmlose Wesen bleibt ein Fremdkörper in der Menschenwelt und schließlich wendet sich der Geliebte (verführt von einer fremden Fürstin, die ihn erst gebraucht und dann wegwirft) von ihr ab – was für ihn den Tod und für sie die Verbannung bedeutet, soweit das Märchen.

Buch-Tipps 2022/05

05.05.22 (Michael Wackerbauer) -
Dorlies Zielsdorf: Adjuvantenkultur in Thüringen +++ Govinda Wroblewsky: Gutes Lernen im künstlerischen Einzelunterricht +++ Michael Meyer: Moderne als Geschichtsvergewisserung. Musik und Vergangenheit in Wien um 1900
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: