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Alle Artikel kategorisiert unter »19. Jahrhundert«

Von Männern und Frauen – Peter Konwitschny hat im Theater an der Wien Jules Massenets Oper „Thaïs“ inszeniert

24.04.21 (Joachim Lange) -
Im Moment verteidigt Wien seinen Ruf als eine kulturelle Hochburg der Musik und der Oper im Internet ziemlich überzeugend. Die Staatsoper präsentierte gerade die Premiere eines außergewöhnlichen „Parsifal“, den Kirill Serebrennikow aus bekannten Gründen nur von Moskau aus inszenieren durfte. Davor hatte das Theater an der Wien den deutschen Regie-Altmeister Peter Konwitschny zu einem Ausflug ins französische Fach eingeladen. Dort hob sich der Vorhang (vorm leeren Saal) für Jules Massenets Oper „Thaïs“.

Aus einem Gralsgefängnis – An der Wiener Staatsoper hat Kirill Serebrennikov von Moskau aus Wagners „Parsifal“ inszeniert

20.04.21 (Joachim Lange) -
Endlich! Die Wiener Staatsoper hat vorgemacht wie es geht! Das Haus am Ring und sein neuer Intendant Bogdan Roščić haben die Produktionsbedingungen der Pandemie angepasst und nicht das Resultat den Bedingungen. Es sah aus wie Oper (ohne Abstandsregeln) aussehen muss. Man ist auch nicht auf eine Kammeroper oder ein chorloses Solistenstück ausgewichen, sondern hat mit Wagners „Parsifal“ gleich den Blockbuster schlechthin gestemmt. Damit haben sie obendrein ein politisches Husarenstück vollbracht.

Podium und Szene raffiniert gemixt – Saint-Saëns‘ „Karneval der Tiere“ mit Loriot-Texten in Frankfurts Bockenheimer Depot

11.04.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Das vielerorts beklagte „Auf und Zu“ trifft etablierte Theater besonders: wie sollen da Werkstätten, Proben, Verträge und Aufzeichnungen geplant und dann Aufführungen realisiert werden? Die Oper Frankfurt hat nun für Camille Saint-Saëns‘ chorlosen „Karneval der Tiere“ eine Kombination gefunden, die viele Probleme visuell und akustisch löst.

Unübersehbar #47 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 9.4. bis zum 15.4.2021

09.04.21 (Dirk Wieschollek) -
Auf die Suche nach der verlorenen Nähe begibt sich die Stuttgarter Staatsoper am kommenden Sonntag. Helfen soll dabei Strauss‘ „Ariadne“, wir packen noch Saint-Exupérys „kleinen Prinzen“ als Familienkonzert, das Tonlagen-Festival und zwei Musiktheaterdoppel mit dazu. Rose pflegen nicht vergessen! [jmk]

Die Tür ist auf – Die Oper Lyon hat ihr Festival unter dem Motto „Freie Frauen?“ ins Netz verlegt

27.03.21 (Joachim Lange) -
Den aktuellen Jahrgang seines traditionellen thematischen Festivals wollte Serge Dorny dann doch nicht ausfallen lassen. Nicht zuletzt diese seit einigen Jahren geschickt ins Frühjahr platzierten, kleinen Festivals der Stagione-Oper Lyon haben überregionale und internationale Strahlkraft entfaltet und wohl dazu beigetragen, dass Dorny beinahe zum Intendanten der Semperoper in Dresden, tatsächlich aber zum Nachfolger von Nikolaus Bachler an der Bayerischen Staatsoper in München befördert wurde. Im zweiten Coronafrühjahr galt also in Lyon: lieber online und mit Mundschutz auf der Bühne, als vor dem Virus einknicken und ausfallen lassen.

Wem die Stunde schlägt – Nach fast 50 Jahren ein neuer „Rosenkavalier“ an der Bayerischen Staatsoper

22.03.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Nostalgie wird aufleben. Denn süddeutsche und Münchner „Rosenkavalier“-Liebhaber haben es sich seit 1972 bequem gemacht: Carlos Kleiber hat dirigiert; Otto Schenk kennt sich wie wenige in Stil und Etikette des 18.Jahrhunderts aus und konnte mit Sängern umgehen; Jürgen Rose zauberte ein Imitat der Amalienburg auf die Bühne – süffiger Opern-Champagner… schon auch ausgeperlt… jetzt also: alles neu.

Tonträger-Bilanz 2020 von Peter P. Pachl

31.12.20 (Peter P. Pachl) -
Die schönsten Reize des Alten und des Neuen – Viele Erstveröffentlichungen.

Separatvorstellung – „Lohengrin“ an der Berliner Staatsoper Unter den Linden

14.12.20 (Peter P. Pachl) -
„Einsam in trüben Tagen“, so erzählt Elsa vor Gericht, habe sie im Gebet die Eingabe gehabt, dass ihr ein glänzender, reiner Ritter erscheine; diesen wolle sie zum Streiter für sich wählen – heute würde man sagen: als Anwalt für ihren Prozess. Die Geschichte vom angeblichen Mord Elsas an ihrem Bruder Gottfried, Wagners erste, noch verhalten hintergründige, musikdramatische Auseinandersetzung mit dem Thema Inzest zwischen Geschwistern, Tabu und Trauma, schien der richtige Stoff zu sein für den Regisseur Calixto Bieto, der in seinen früheren szenischen Arbeiten gern eigene kindliche Erfahrungen und Traumata zu verarbeiten pflegte. Doch wenig Vergleichbares bot sein Regiedebüt an der Staatsoper Unter den Linden – als eine einsame Premiere in trüben Tagen.

Aller Anfang ist schwer – Die Oper Leipzig wagt sich als mit Verdis „Il trovatore“ in die Streaming-Welt

07.12.20 (Joachim Lange) -
Die Opernhäuser, die sich seit längerem darauf eingestellt haben, Ihre Neuproduktionen für eine moderne Art der Zusatzvermarktung aufzuzeichnen, haben in Pandemiezeiten mit ihren unfreiwilligen Pausenzeiten für live produzierte und zu erlebende Kunst momentan einen deutlichen Vorteil. Wenn Streamen ohne Publikum im Saal in Lockdown-Zeiten die einzige Möglichkeit bleibt, überhaupt etwas heraus- und ans Publikum zu bringen, dann haben diese Häuser die Nase vor. Anders als München, Stuttgart, Zürich oder Wien gehören die sächsischen Opernhäuser in dieser Beziehung nicht zu den Vorreitern. In Leipzig hat man eher den Gipfelsturm zum geplanten Wagner-Großevent mit sämtlichen Opern des Meisters im Sinn, als die Mühen der Ebene.

Digitales Belcanto-Glück vom Gärtnerplatz: Donizettis „Anna Bolena“

06.12.20 (Roland H. Dippel) -
Die bald 50 Jahre alte Inszenierung von Humperdincks „Hänsel und Gretel“ machte den Anfang, am 4. Dezember folgte Donizettis „Anna Bolena“ und am 17. Dezember gibt es im Staatstheater am Gärtnerplatz die Premiere von Eduard Künnekes Operette „Der Vetter aus Dingsda“. Alles digital. Die beiden Münchner Musiktheater-Intendanten beißen die Zähne zusammen – mit (Video-on-Demand)-Aufführungen. Die Online-Premiere von „Anna Bolena“ erwies sich als ernstzunehmende Meisterung der anspruchsvollen Oper.
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