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Alle Artikel kategorisiert unter »19. Jahrhundert«

Erschreckend aktuell: Puccinis „Manon Lescaut“ in Frankfurt erschüttert

07.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Dass ein Klassiker zeitlos gültig ist, können meisterhafte Interpreten doch immer wieder beweisen. Den nicht nur „Puccini schlürfenden“, sondern mit-denkend-fühlenden Musiktheaterfreund erfreut das zutiefst. Das muss nicht Festspielen und ihren besonderen Produktionsbedingungen vorbehalten sein. In Frankfurts innovationsfreudigem Opernhaus erschreckt und bestürzt ein derartiges Erlebnis sogar – und unser Kritiker Wolf-Dieter Peter war dabei.

IchundIch von Johannes Harneit an der Staatsoper Hamburg uraufgeführt

05.11.19 (Ute Schalz-Laurenze) -
Der Staatsoper Hamburg ist mit einer Uraufführung ein mitreißender Erfolg gelungen. Mit dem Kompositionsauftrag für den Komponisten und Dirigenten Johannes Harneit setzte dieser einen schon lebenslangen Wunsch um. Er vertonte das Drama „IchundIch“ der jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler, die sich in ihrem im Exil in Palästina Stück mit dem Untergang der „Nacis“ – so ihre Orthographie – beschäftigt. Ute Schalz-Laurenze war für die nmz dabei.

Polysexuelle Umzugsoperette: „Der Vogelhändler“ im Leipziger Westbad

03.11.19 (Roland H. Dippel) -
Klamauk, Kabarett, Kammerspiel – das alles ist die Neuproduktion von Carl Zellers Operette „Der Vogelhändler“ im Westbad, der Ersatzspielstätte der Musikalischen Komödie für das Haus Dreilinden im aktuellen Renovierungszustand. Rainer Holzapfel macht bei seinem Leipziger Regiedebüt den Umzug selbst zum Thema eines Theaters auf dem Theater. Dieses klammert Themen wie Besetzungspolitik und Besetzungscouch nicht aus, rückt sie allerdings in ein schillernd polyamouröses Licht. Nicht alle Premierengäste schätzten die szenische Seite des musikalischen Festes, unser Rezensent Roland H. Dippel schon.

Ein musikalischer Glücksfall – Verdis „Don Carlos“ an der Staatsoper Stuttgart

28.10.19 (Georg Rudiger) -
Gleich sieben verschiedene Fassungen gibt es von Giuseppe Verdis Oper „Don Carlos“. Vieraktig oder fünfaktig, französisch oder italienisch (dann „Don Carlo“), mit Ballettmusik oder ohne. Die Stuttgarter Staatsoper fügt jetzt eine achte hinzu, wenn sie den fast fünfstündigen, mit zwei Pausen gespielten Musiktheaterabend mit einer Szene beginnen lässt, die bereits vor der Uraufführung am 11. März 1867 in Paris gestrichen wurde.

Die lustigen Weiber und die Crossdresser – Otto Nicolais Shakespeare-Oper an der Staatsoper Berlin

04.10.19 (Peter P. Pachl) -
Die Tatsache, dass am Tag der Deutschen Einheit eine Spieloper von Otto Nicolai das Festprogramm bildete, mag den einen oder anderen Opernbesucher verwundert haben. Aber immerhin hat in diesem Opernhaus vor 170 Jahren die Uraufführung der „Lustigen Weiber von Windsor“ stattgefunden, und Otto Nicolai war einer der Vorgänger im Amte von Daniel Barenboim. Peter P. Pachl über Premiere mit „wenn“ und „doch“.

„Götterdämmerung“ – Paul Esterhazy vollendet am Staatstheater Oldenburg grandios seinen Ringzyklus

02.10.19 (Ute Schalz-Laurenze) -
Die Waschküche, aus der am Anfang von Richard Wagners „Rheingold“ den Rheintöchtern von Wotan der Ring gestohlen wird (2017), ist nun in der Aufführung durch das Oldenburgische Staatstheater wiederzusehen: In der „Götterdämmerung“, das seine zu Recht umjubelte Premiere hatte. Ute Schalz-Laurenze berichtet.

Lieber konsumieren als denken! – Boitos Faust-Oper „Mefistofele“ in Chemnitz

29.09.19 (Roland H. Dippel) -
Balázs Kovalik wiederholt an der Oper Chemnitz seine Budapester Inszenierung von Arrigo Boitos anspruchsvoller und herausfordernder Faust-Oper „Mefistofele“. Damit ergänzt das Opernhaus seine Produktion von Faccios „Amleto“ um ein weiteres wichtiges Werk aus dem Umfeld Verdis. Zu aggressiven Ausschreitungen kommt es in dieser Inszenierung nicht. Zentrale Themen von Kovaliks Inszenierung sind die Abstumpfung der Massen durch Konsum und deren Gleichgültigkeit bei ethischen und ästhetischen Fragestellungen. Riesiger Erfolg für ein technisch aufwändiges und dabei skeptisches Zivilisationspanorama, findet Roland H. Dippel.

Musiksterne unterm Sternenbanner – Rossinis „Il Viaggio a Reims“ an der Semperoper Dresden

29.09.19 (Dieter David Scholz) -
Rossinis Oper „Il Viaggio a Reims“ wurde 1825 für die Krönung König Karls X. von Frankreich geschrieben. Die Handlung spielt denn auch auf der Reise zur Königskrönung in Reims. Eine illustre Gesellschaft von Bonvivants aus ganz Europa findet sich im Luxushotel zur „Goldenen Lilie“ des lothringischen Badeortes Plombières ein. Sie will am nächsten Tag zu den Krönungsfeierlichkeiten nach Reims weiterfahren. Doch da keine Pferde aufzutreiben sind, wird daraus nichts und man beschließt kurzerhand, auf seine Weise in der „Goldenen Lilie“ zu Ehren des Königs zu feiern, mit Festbankett und Gesang. Dieter David Scholz hörte ein Sängerinnenfest und amüsierte sich köstlich.

Tschechische Festoper beeindruckt – Smetanas „Libuše“ in Bad Elster

23.09.19 (Roland H. Dippel) -
Die Rezeptionsgeschichte von Smetanas Oper „Libuše“ ist voller Sprünge. Jetzt sprang sie zudem geographisch aus Ustí nad Labem in Tschechien zum Gastspiel in die sächsische Bad-Idylle nach Bad Elster ans König-Albert-Theater. Roland H. Dippel ließ sich mitnehmen und fand das Ensemble aus Ustí nad Labem absolut beeindruckend.

„I am American!“ – Giuseppe Verdis „La forza del destino“ an der Deutschen Oper Berlin

19.09.19 (Peter P. Pachl) -
Die in die Neuinszenierung der Oper „Die Macht des Schicksals“ an der Deutschen Oper Berlin eingestreuten Textblöcke evozierten bereits in der Premiere lautstarke Publikumsreaktionen und sorgten für Unterbrechungen. Zwar waren in der dritten Aufführung keine Trillerpfeifen mehr zu hören, aber erneut tobte, insbesondere im 4. Akt, ein Meinungs-Kampf in den Reihen des Publikums. Bert Brecht hätte daran seine Freude gehabt, wie nun wohl auch der Regisseur Frank Castorf. Peter P. Pachl mit Details.
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