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Alle Artikel kategorisiert unter »19. Jahrhundert«

Gustav Ernst Schrecks „Christus, der Auferstandene“ in der Thomaskirche Leipzig

23.05.18 (Roland H. Dippel) -
In seinem erfolgreichen Bewerbungsschreiben für das Amt des Thomaskantors hatte Gustav Ernst Schreck (1849–1918) „Christus, der Auferstandene“ als Beispiel für seine musikalischen Kompetenzen erwähnt. Es erstaunt, dass das im Leipziger Gewandhaus am 3. März 1891 erstmals erklungene Oratorium vermutlich nur noch in Heilbronn und Schneeberg zur Aufführung kam.

Doofer Alter und dummer Diener – „Don Pasquale“ in Chemnitz

14.05.18 (Michael Ernst) -
Vor gut einem Jahr durfte das Publikum abstimmen: Welches Regieteam sollte im Chemnitzer Opernhaus „Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti inszenieren? Mehrheitlich fielen die Stimmen auf Regisseur Nils Braun und Ausstatter Oliver Burkhardt. Beide hatten sich am „Ring-Award“ Graz beteiligt und ihr bereits erarbeitetes Konzept dieser Oper zur Diskussion gestellt.

Oper/Operette/Stimmen: Radio-Monat Mai 2018

04.05.18 (mh) -
Opern … im Radio. Operette und Stimmen im Mai 2018. 100. Geburtstag von Birgit Nilsson. Opern von Rossini, Modest Mussorgsky, Leos Janácek, Henry Purcell, Sterkel, Verdi, José Maria Sánchez-Verdú, Georg Friedrich Händel und Bernd Alois Zimmermann.

Zwei Einakter Rachmaninows als theatralisches Vermächtnis in Kiel

03.05.18 (Arndt Voß) -
Bei so manch einem Komponisten wird nur ein Teil des Oeuvres wahrgenommen, auch bei Sergei Rachmaninow (1873–1943). Seinen Klavierkompositionen begegnet man gern und oft, in Konzertform oder als Solostück, auch als Kammermusik. Seltener sind die sinfonischen Kompositionen zu hören, noch weniger die vokalen. Doch dass er drei Operneinakter vollendete, ist kaum bekannt. Es kommt deshalb einer Entdeckungstat nahe, sie auf die Bühne zu stellen. In Kiel wagte man das und gewann einen ungewöhnlichen Abend.

Wenig Dramatik, viel Theater: „Die Macht des Schicksals“ an der Semperoper

01.05.18 (Roland H. Dippel) -
Die letzte Produktion an der Semperoper Dresden lief von 1966 bis 1975 und 1926 wurde „Die Macht des Schicksals“ in der Bearbeitung und Übersetzung von Franz Werfel unter der musikalischen Leitung von Fritz Busch ein Meilenstein der deutschen Verdi-Renaissance. Die Neuproduktion schillert in einem kräftigen, allerdings nur wenig beglückendem Helldunkel.

Rolando Villazón inszeniert an der Deutschen Oper Berlin „Die Fledermaus“

30.04.18 (Joachim Lange) -
Die „Fledermaus“ von Johann Strauß ist die Operette, die von den Opernhäusern und der Spitzengarde der Regisseure allemal wie eine Oper behandelt, also ernst genommen wird. Sie ist aber dennoch immer zugleich der silvestertaugliche Kassenfüller für jeden Spielplan. Die Komödie mit den Uralt-Witzen, die unter Artenschutz stehen, das Porträt der bürgerlichen Doppelmoral. Obendrein die Chance, den Frosch im dritten Akt so vom Leder ziehen zu lassen, dass Kultur- und Stadtpolitik das Lachen im Halse stecken bleibt.

Setzkasten der deutschen Geschichte – Wagners „Lohengrin“ in Brüssel

23.04.18 (Joachim Lange) -
An der Brüssler La Monnaie Oper stellt Oliver Py an Richard Wagners „Lohengrin“ eher die alten Fragen, als zu neuen vorzudringen. „Lohengrin“ gehört zum harten Kern jeder Wagnerbegeisterung. Nicht nur bei König Ludwig II. von Bayern und diversen anderen „Großkopferten“. Das fängt schon mit den überirdischen Grasklängen des Vorspiels an. Wenn König Heinrich nach Brabant kommt, eigentlich nur Gefolgsleute im Kampf gegen den bevorstehenden Einfall der kriegerischen Ungarn rekrutieren will und erstmal die Machtfrage an der Schelde klären muss, dann entfaltet sich schönstes Wagnerparlando für Anfänger. Und für Fortgeschrittene.

Grundsätzliches – Richard Wagners „Tannhäuser“ in Weimar

18.04.18 (Joachim Lange) -
„Tannhäuser“ – das klingt schon wie Thüringen. Wegen des Schauplatzes des Sängerkrieges „auf Wartburg“ wie Wagner das so schön unvollständig klingend im zweiten Teil des Titels benannt hat. Es klingt aber auch wie Weimar! Wegen Franz Liszts Einsatz für die Musik seines berühmten Schwiegersohnes im Allgemeinen. Und für den Durchbruch seines „Tannhäuser“ mit der Weimarer Erstaufführung 1849 im Besonderen. Die Staatskapelle Weimar ist heute nicht nur das Renommierorchester ganz Thüringens, sondern hat Wagner seither gleichsam in den Orchestergenen.

Traumschiff Aida und Playmobilvideos – Verdis „Aida“ an der Staatsoper Hannover

16.04.18 (Ute Schalz-Laurenze) -
Kein Zweifel: Kay Voges, der vor vier Jahren mit einem großartig reflektierten Weberschen „Freischütz“ beeindruckte, hat nachgedacht über Giuseppe Verdis 1871 entstandene Oper „Aida“, in viele Richtungen sehr gut nachgedacht. Wie steht es mit der Kriegstreiberei? Wie steht es mit der Verachtung und Vernichtung anderer Völker? Wie ordnen sich die persönlichen und intimen Schicksale im Massengeschehen zwischen Pharaonen und Elefanten? Dies und vieles mehr sind richtige Fragen. Ist das aber schon ein gutes Theater? Eher nicht, vor allem deshalb, weil Voges den Ehrgeiz hatte, alles zu zeigen, was ihm einfiel... zu viel, zu unübersichtlich und letztendlich unverständlich.

Bekenntnis für Diversität und Toleranz – „Il viaggio a Reims“ in Graz

09.04.18 (Roland H. Dippel) -
Dreißig Jahre nach der legendären Produktion unter Claudio Abbado an der Wiener Staatsoper kommt Gioachino Rossinis „Die Reise nach Reims“ endlich zur Grazer Erstaufführung. Seine erste Oper für Frankreich, uraufgeführt drei Wochen nach der Krönung von Karl X. zum König Frankreichs am 19. Juni 1825, umjubelte das Premierenpublikum des zweitgrößten österreichischen Opernhauses mit immer höhersprudelnden Applausfontänen.
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