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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikgeschichte«

Das kosmische Kreisen der Tropen

01.05.19 (Hans-Jürgen Schaal) -
Bei seinem Vater, einem autodidaktischen Zitherspieler, erlernte er die Musik. Das Stimmen der Zither im zwölftönigen Quintenzirkel und der schlanke Ton des Instruments prägten dauerhaft Josef Matthias Hauers Musikempfinden. Die Wiener Klassik hielt er für „Lärm“. Stattdessen entdeckte er den schwerelosen Zauber der Zwölftonmelodie.

Eine ruhespendende Herrin – Gedanken über Victor Hugos Roman „Notre Dame de Paris“ und seine Vertonungen

21.04.19 (Wolfgang Molkow) -
Das war fast vorauszusehen: der Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame hat nicht nur eine weltweite Anteilnahme und Spendenbereitschaft ausgelöst, sondern als kleinen parallelen Nebeneffekt Victor Hugos Notre Dame de Paris über Nacht zu neuem Sensationsglamour verholfen. Noch während der Löscharbeiten avancierte der Schauerroman in Frankreich zum meistverkauften Buch und führte weltweit die Bestsellerlisten an, gefolgt von der trivialen Disney-Verfilmung des Stoffs.

Wie aus Hans Jochanan wurde – Ein Konzertprojekt zum jüdischen Komponisten Hans Samuel

17.04.19 (Georg Beck) -
Essen, im April. Verwüstet, verschüttet, verloren – die jüdischen Künstlerbiographien treiben uns um. Unterhalb der Schwelle von Exzellenz mit den bekannten, den gut erforschten Namen wird die Überlieferungslage schnell prekär, gehen die Vorkenntnisse gen Null. Wie jetzt wieder, als im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr einer dieser im Geschichtsschutt Begrabenen ans Licht trat. Das heißt: So richtig eigentlich nicht. Bis in die Zielgerade kämpfte ein ambitioniertes Konzertprojekt an zwei Fronten: Wer war Hans Samuel? Und: Was sagt uns die Musik des Hans Samuel? Georg Beck mit Antworten und neuen Fragen.

Duke Ellington zum 120. Geburtstag

11.04.19 (Marcus Woelfle) -
Am 29. April jährt sich der Geburtstag Duke Ellingtons zum 120. Mal – kein besonders rundes Jubiläum zwar, doch eines, das sich im Vorfeld durch eine Reihe von Veröffentlichungen der letzten Monate ankündigte (auch wenn der Hinweis auf den Gedenktag vermutlich nicht einmal in der Intention der Plattenfirmen lag).

Akustische Reise in eine Metropole

11.04.19 (Johannes Mundry) -
Im Oktober 1821 bricht der 17-jährige Hector Berlioz aus seinem Geburtsort La Côte-Saint-André bei Lyon zum Medizinstudium nach Paris auf. Vier Tage und Nächte in der Postkutsche dauerte dies. 46 Jahre später, am 11. September 1867, reist der Komponist aus Vienne südlich von Lyon in die Hauptstadt. Mit dem Nachtzug PLM dauert dies nur noch elf Stunden. Das sind die beiden Fixpunkte für Volker Hagedorns Buch „Der Klang von Paris“, ein knappes halbes Jahrhundert voller musikalischer Ereignisse in der Metropole an der Seine. Kein anderer Ort auf der Welt, ausgenommen allenfalls Wien, hatte in jener Zeit ein derart dichtes Musikleben.

Apropos: Käse und Musik und Musik und Käse – Musikforschung aktuell

09.04.19 (Martin Hufner) -
Musikalische Forschung beschreitet manchmal kuriose Wege. Das wissen wir nicht nur aus der Dissonanz|Konsonanzforschung, deren Ergebnisse seit 500 Jahren Musikgeschichte nur Kopfzerbrechen hervorgerufen haben und im dialektischen Dickicht von das Eine geht nicht ohne das Andere ein unlösbares Problem für die Sinneswahrnehmung des europäischen Menschen darstellt. Es sei denn man komponiert wie Ludovico E. (Name der Musikwelt und der Redaktion bekannt). Hier stinkt doch was nicht. Alles über Musik und Käse.

Tönend-subversive Proteststrategien

20.03.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Erfreulich, dass Stefan Donaths Thema Politik und Kunst miteinander verschränkt. Doch führt Donath zwischen Platons „Staat“, dem Politklassiker „Leviathan“ des Thomas Hobbes von 1651 und dem UNESCO-Social Science Report von 2016 so ziemlich alles aus weltweiter Politikwissenschaft, Soziologie, Kultur- und Theatergeschichte an – es fehlen nur Saskia Sassen und die „Situationistische Internationale“.

Vom leicht denunziatorischen Begriff „DDR-Musik“

27.02.19 (Michael Ernst) -
In allen vier deutschen Himmelsrichtungen käme wohl niemand auf die Idee, von „BRD-Musik“ zu reden. Bei „DDR-Musik“ ist das anders, die sorgt – mal mit, mal ohne Anführungszeichen – noch immer für reichlich Diskussionsstoff. So war es nur eine Frage der Zeit, dass im Osten und beinahe drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall (!) eine Debatte über „Neue Musik aus Ostdeutschland“ angeregt werden sollte.

„Hören Sie sich die Musik an!“

27.02.19 (Burkhard Schäfer) -
Alles begann mit einem Artikel in der oberpfälzischen Tageszeitung „Der neue Tag“. Martin Valeske, evangelischer Pfarrer in Kohlberg, las im Jahr 2009 den Bericht zum 80. Todestag des Komponisten Anton Beer-Walbrunn und wurde sofort hellhörig: Ein oberpfälzischer Tondichter, geboren am 29. Juni 1864 in Valeskes Pfarrgemeinde, der bis zu seinem Tod am 22. März 1929 das Musikleben der Stadt München maßgeblich beeinflusst hatte und dessen Namen gänzlich in der Versenkung verschwunden war?

Geschichten aus dem Musikland: Wie hat der Osten komponiert?

26.02.19 (Michael Ernst) -
In Dresden wird klingende Ostalgie betrieben. Ein Forschungsthema, das absolut notwendig ist. Das ist mal eine unbedingt lobenswerte Initiative von Sächsischer Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB), Sächsischer Akademie der Künste und Festspielhaus Hellerau: Wie klang es im Osten? Dieser Frage wollen die Veranstalter in einer vierteiligen Gesprächs- und Konzertreihe nachgehen, um der Marke „DDR-Musik“ auf den Grund zu gehen.
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