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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikgeschichte«

Leben mit und nach Wagner

10.11.18 (Christoph Vratz) -
Des Meisters Gedankenwelt strahlt nach wie vor. Richard Wagner schillert, fasziniert, spaltet. Wie sehr er das in der Vergangenheit immer wieder getan hat, lässt sich besonders an der Zeit des Nationalsozialismus und an den Jahren danach ablesen, als „Neu-Bayreuth“ sich von alten Schlacken zwar zu lösen versuchte, aber der Neubeginn nicht automatisch mit dem Abschneiden aller alten Zöpfe verbunden war. Vielleicht auch nicht möglich war.

Sirenenstimmen und Windradquietschen

10.11.18 (Viktor Rotthaler) -
Fast sechs Jahrzehnte lang lieferte Ennio Morricone am laufenden Band Filmmusik. Rechtzeitig zu seinem 90. Geburtstag hat der Meister nun angekündigt, dass er sich vom Filmmusikgeschäft zurückziehen will. Nur für seinen Freund Giuseppe Tornatore („Cinema Paradiso“) will er noch Ausnahmen machen. Es ist typisch für Morricone, dass er einem bestimmten Regisseur noch ein letztes Privileg einräumt. Denn Morricone hat seine filmmusikalischen Freundschaften zu vielen Regisseuren sehr gepflegt: von Sergio Leone („Spiel mir das Lied vom Tod“) bis zu Quentin Tarantino. Für den Score zu Tarantinos „The Hateful 8“ hat dann Morricone 2016 auch seinen längst überfälligen „regulären“ Oscar erhalten.

125. Todestag: Peter Tschaikowsky setzte Russland auf die musikalische Weltkarte

05.11.18 (dpa, Friedemann Kohler) -
Moskau - Zum Leben von Peter Tschaikowsky suchen Biografen derzeit nach jedem Detail - bis hin zu seinem geheimnisumwitterten Tod. Doch was bleibt, ist sein geniales Werk. Die Musik des russischen Komponisten verzaubert auch 125 Jahre nach seinem Tod das Konzertpublikum in aller Welt. Ballettfans schwärmen vom Höhepunkt in «Schwanensee», wenn in der Musik alle Verzweiflung der betrogenen Schwanenprinzessin spürbar wird.
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Songs als Merkzettel an die Welt

19.10.18 (Thomas Otto) -
Gundermann? War das nicht dieser Baggerfahrer, der nebenher Lieder geschrieben und in einer Band gespielt hat und sogar Bob Dylan getroffen hat? Haben sie den zu Ost-Zeiten nicht aus der Armee und später aus seiner Partei rausgeschmissen? Und hat der nicht nach der „Wende“ bei seinen Konzerten öffentlich gemacht, dass er jahrelang bei der Stasi war? Ja, das war Gundermann. Malocher und Poet, rücksichtslos gegen sich selbst, ungeduldig gegen alles und jeden, nassforsch und direkt, naiv und oberschlau – als er starb, war er gerade einmal 43 Jahre alt. Und jetzt gibt es einen großartigen Film über diesen Mann: GUNDERMANN. Andreas Dresen hat ihn gedreht, nach einem Drehbuch von Laila Stieler. Insgesamt zehn Jahre lang waren die beiden mit diesem Projekt beschäftigt.

Samples, Synthesizer, Auto Tune

07.10.18 (Juan Martin Koch) -
Dass die Geschichte des Pop in hohem Maße eine Geschichte des Sounds ist, dürfte unbestritten sein. Neben Melodik, Harmonik und Text bestimmt der spezifische Klang eines Songs seine Aura, seine Ausstrahlung, seinen Erfolg: sei es in Form bestimmter Begleitinstrumente, eines spezifischen Vokalstils oder einer speziellen, oft von bedeutenden Produzenten verantworteten Abmischung. In dieser ebenso erhellenden wie erfreulich gut zu lesenden Studie geht der Autor diesem Phänomen sys­tematisch auf die Spur und destilliert aus den Billboard-Charts des im Titel genannten Zeitraums jene Klänge, die den Pop am stärksten geprägt haben.

Sensibilität, Innigkeit und Kontemplation

07.10.18 (Dirk Klose) -
Die Person Max Reger (1873–1916) ist wegen unzähliger Anekdoten über ihren sarkastischen Witz und ihres ewigen Appetits auf Festes und Flüssiges fast bekannter als der Komponist Max Reger. Aus dem Konzertsaal kennt man seine Mozart- und Hiller-Variationen, von seinen zahlreichen Orgelwerken am ehesten „Phantasie und Fuge über B-A-C-H“. Aber wie vieles wäre zu entdecken: weitere Orchesterwerke, Lieder (mehr als Richard Strauss!) und Kammermusik, die fast alles Vergleichbare ihrer Zeit in den Schatten stellt.

Geschichtsbewusstsein oder Gegenwartsfragen?

Was wissen wir heute über das Musikleben während des „Dritten Reichs“? Das Thema könnte eines der Probleme des laufenden Antrags an die UNESCO sein, die 2020 über die Aufnahme der „Deutschen Theater- und Orchesterlandschaft“ in das Immaterielle Kulturerbe der Menschheit entscheidet. Unter dem Titel „Theater und Orchester im Nationalsozialismus – Zwischen Aufarbeitung und Verdrängung?“ luden die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) und die Hochschule für Musik und Tanz Köln zu einer Bestandsaufnahme ein.
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