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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikgeschichte«

Musik und „Drittes Reich“ ganz aus der Nähe

13.03.17 (Ulrich Drüner) -
Die Karriere von Frida Leider (1888–1975), einer der berühmtesten Sängerinnen des 20. Jahrhunderts, kam bereits während des Ersten Weltkrieges in Gang und hielt bis in die späten 1950er-Jahre an. In dieser ers­ten Grundlagenbiografie beschreibt die Autorin Eva Rieger den Lebensweg Leiders als paradigmatisch für die Musikerexistenz zwischen den zwei Weltkriegen und in der frühen Nachkriegszeit, für eine Epoche, in der Wegsehen und Nichterinnern weit praktizierte Lebens- und Überlebensstrategien sein konnten.

Fünf plus eins als vokale Glücksformel

08.03.17 (Juan Martin Koch) -
„Once upon a time“: Es war einmal, vor 25 Jahren, eine Gruppe fünf ehemaliger Regensburger Domspatzen, die mit Jazz­arrangements aus dem gewohnten Chorrepertoire ausscherte. Mit einer Sopranistin zum Sextett komplettiert gewannen sie 1994 den Deutschen Musikwettbewerb. Der Rest ist Singer-Pur-Geschichte.
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Oper in Dresden, das ist mehr als Semperoper und Sempers Opern

27.02.17 (Michael Ernst) -
Vor 350 Jahren wurde das erste Opernhaus in Dresden eröffnet. An Semper war damals noch lang nicht zu denken. Die heutige Semperoper feiert denn auch keine Jubiläumsspielzeit, richtete nun aber immerhin ein Kolloquium zum Thema aus.

Ü-Musik entsteht in den Grenzbereichen

20.01.17 (Anna Schürmer) -
U + E = Ü: Aus der linguistischen Formel lässt sich leicht eine klingende Hypothese bilden: Aus U- und E- wird Ü-Musik. Mehr als nur ein Sprachspiel, kann die Verschiebung der kategorischen Umlaute als Gedankenmodell dienen, um aus der belastenden Sezession der analogen Musikkultur auszubrechen und diese in Richtung der hybriden Klangformen der digitalen Klangzeit zu aktualisieren.

Neue Musik zwischen Euphorie und Nervosität

09.01.17 (Dirk Wieschollek) -
Das Selbstverständnis und die Bedeutung zeitgenössischer Musik stehen momentan so stark im Fokus ästhetischer Diskussion wie schon lange nicht mehr. Welche Inhalte kann sie noch transportieren? Welcher Medien und Begrifflichkeiten bedient sie sich, um unter den veränderten Wahrnehmungs- und Produktionsbedingungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts künstlerische Relevanz zu behaupten? Einer derjenigen, die den Diskurs intensiv mit vorangetrieben haben, ist der Philosoph Harry Lehmann.

Mozart mit Tanz bis fünf Uhr früh

27.12.16 (Eva Blaskewitz) -
Die Überreste des Wortes „Kammermusiksaal“ sind noch zu entziffern über dem Eingang des Askanischen Gymnasiums, einem denkmalgeschützten Gründerzeitbau in Berlin-Kreuzberg. In der Trümmerlandschaft der Nachkriegszeit fanden in der frisch renovierten ehemaligen Aula, „im schönsten und würdigsten Konzertraum Groß-Berlins“, wie es seinerzeit in einer Anzeige hieß, Kammerkonzerte statt. Und das „Orchester Berliner Musikfreude“, kurz OBM, fand hier nach dem Krieg seine Heimstätte. Im Keller des Gebäudes, das heute von einer Grundschule genutzt wird, lagert das Notenarchiv. Die Aula liegt im dritten Stock, kein Aufzug. Jeden Donnerstagabend tragen um die 60 Musiker ihre Instrumente treppau:, Flöte, Trompete, Kontrabass.

Vom Teufel trotz kreativer Vorleistung ignoriert

13.12.16 (Peter P. Pachl) -
Nach dem Lesen des ersten Drittels kam ich zu dem Schluss, dieses Bändchen habe in der Musikliteratur nur eine Parallele, so lesenswert, eigenwillig und in den Erkenntnissen sensationell wie die Mozart-Studie des Außenministers der Sowjetrepublik unter Lenin, Georgi W. Tschitscherin. Allerdings musste der Rezensent diesen Eindruck nach Abschluss der Lektüre relativieren. Gleichwohl ungewöhnlich und erstaunlich: Auf nur 136 Seiten gelingt es dem Autor Michael Schwalb, nicht nur ein recht umfassendes Bild des Komponisten und seiner Zeit zu zeichnen, sondern auch mit eigenen, überzeugenden Beobachtungen zu Pfitzners Werken aufzuwarten.
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