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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikgeschichte«

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Zukunftsfähig, aber keine Frau von heute

13.09.19 (Beatrix Borchard) -
Am 13. September 2019, dem 200. Geburtstag Clara Schumanns, wird im Schumann-Haus Leipzig die neue Präsentation „Experiment einer Künstlerehe – Die Leipziger Zeit der Schumanns“ eröffnet. Deren Kuratorin ist Prof. Dr. Beatrix Borchard, die im Sommer 2019 mit „Clara Schumann. Musik als Lebensform: Neue Quellen – Andere Schreibweisen“ nach ihrer Promotion über „Clara Wieck und Robert Schumann, Bedingungen künstlerischer Arbeit in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts“ und der Biographie „Clara Schumann: Ihr Leben“ eine Reflexion über Quellen, Lücken und Lektüren zum Leben und Vermächtnis der Komponistin, Pianistin und Klavierpädagogin publiziert. Roland H. Dippel sprach mit ihr.

Zwischen freier und strenger Gestaltung

06.09.19 (Christoph Vratz) -
Er war mehrfach zu Feldforschungen unterwegs. Mal zog er mit Zoltan Kodály durch die große ungarische Tiefebene, mal hatte er einen Phonografen im Gepäck. Doch sein Anliegen blieb stets dasselbe: Auf der Suche nach alten Volksliedern wollte er der meist bäurischen Bevölkerung altes ungarisches Liedgut entlocken. Einfach war dieses Unterfangen nicht, wie einige Aufzeichnungen belegen.

Eine Gattung wird zu Grabe getragen

06.09.19 (Bojan Budisavljevic) -
Hier wird nicht lang gefackelt, und sofort ist klar, wo es langgehen soll. So heißt es im allerersten Satz eines als Geleitwort getarnten Gutachtens: „Die Oper ist eine Institution.“ Der Sargnagel sitzt. „Addio del passato“, und das ganze Genre, eine über vierhundertjährige Kunst mit unzähligen opera wird, weil als schwindsüchtig, defizitär und überhaupt überlebt befunden, zu Grabe getragen. Das Werk wird hinabgestoßen, und es steht auf: das Handwerk, die Praxis, eben das Musiktheater. So, zugegeben sehr verkürzt, Dorothea Lübbe in ihrer, an Cage angelehnt mit „Europeras“ betitelten Hildesheimer Dissertation, die einen historischen wie aktuellen Systemvergleich von Deutschland und Frankreich liefern will und zugleich mit Fallbeispielen Perspektiven auf künstlerische Innovation und Kulturpolitik entwirft. Und Letzteres verheißt nichts anderes, als dass es auch um Budgets gehen und Verteilungskämpfe geben soll.

Buch-Tipps 2019/09

05.09.19 (Michael Wackerbauer) -
Christoph Wagner: Jodelmania. Von den Alpen nach Amerika und darüber hinaus, Kunstmann +++ Begegnungen. 30 Jahre Weingartner Tage für Neue Musik, hg. v. D. Schreiner/E. Schwind, Weingarten +++ Diez Eichler: Generalbass. Eine Einführung nach historischen Quellen, Breitkopf & Härtel, Wiesbaden

Für eine befreite Musik

06.08.19 (Hans-Jürgen Schaal) -
In den Büchern des Musikphilosophen Theodor (Wiesengrund) Adorno (1903–1969) geht es viel um Kritik und Negation. In seinem Vortrag „Vers une musique informelle“ von 1961 hat er dagegen ganz positiv seinen Traum einer befreiten Musik beschrieben. Eingepflanzt wurde ihm dieser Traum schon in seiner Jugend.

Künstlerin mit „Musik in sich selbst“

14.07.19 (Dirk Klose) -
Am 8. Dezember 1957 gab Clara Schumann in Zürich ein Konzert mit Werken von Beethoven, Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann. Eine Zeitung schrieb darüber: „Es wird gleich nach einigen Akkorden schon zur Evidenz gewiss, dass Frau Schumann zu der kleinen Zahl jener Künstlernaturen zählt, die in der That ,Musik haben in sich selbst‘.“ Dieser Lobeshymne könnte man unzählige andere anschließen; mehr als sechzig Jahre hat Clara Schumanns Bühnenkarriere gedauert, die von Anfang an von Erfolgen und Beifallsstürmen begleitet war.

Buch-Tipps 2019/07

14.07.19 (Michael Wackerbauer) -
Erinnerung stiften. Helene Berg und das Erbe Alban Bergs, hg. v. D. Ender u.a., Universal Edition, Wien 2018 +++ Nicole Schwindt: Maximilians Lieder. Weltliche Musik in deutschen Landen um 1500, Bärenreiter/Metzler, Kassel/Stuttgart 2018 +++ Franz Grothe, hg. v. Th. Henkel/F. Messmer (Komponisten in Bayern, Bd. 64), Allitera, München 2019

Der Meister des musikalischen Lachens

20.06.19 (Georg Beck) -
Köln hat ein Offenbachjahr ausgerufen. Eine Kölner Offenbach-Gesellschaft, von der man glaubte, es habe sie eigentlich immer schon gegeben, wenn nicht geben müssen, (in Wahrheit gibt es sie seit Dezember 2015) hat unter weitgehender Ausschöpfung ihrer Möglichkeiten die Kultur- wie die Politikschaffenden der Domstadt und des Bundeslandes mit dem Offenbachvirus infiziert. Was schon mal als Erfolg gewertet werden darf. Sehr beachtlich, was aus der Flüstertüte da alles herausschallt. Es regnet Veranstaltungen. Eine Offenbach-Ausstellung wandert. Es wird choreographiert, debattiert und konferiert (in Köln und in Paris), promeniert („Wandeln Sie nachts durchs Museum und genießen Sie kammermusikalische Leckerbissen.“), und, ja, musiziert wird auch. Ganz viel sogar.

„Auf’s zärtlichst von mir geliebt“

18.06.19 (Dirk Klose) -
Von der Parteien Gunst und Hass verwirrt schwankt sein Charakterbild in der Geschichte. Was Schiller über seinen Dramenheld Wallenstein sagt, trifft auch auf Constanze Mozart (1762–1842) zu; die Urteile über sie reichen von liebender Gattin bis zu egoistischer, raffgieriger und geistloser Frau, ja manche Urteile gaben ihr indirekt eine Mitschuld am Tode Mozarts. Der Schriftsteller Wolfgang Hildesheimer beispielsweise attes­tierte ihr eine „bestürzende Banalität“. Der Geniekult um den Komponisten duldete ganz offensichtlich keine bedeutende Partnerin neben ihm.
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