Auf Herzog kommen in den nächsten Jahren einige Aufgaben zu: Ein Teil des Staatstheaters muss umziehen - in ein Gebäude mit einer schwierigen Geschichte.
Der Intendant des Staatstheaters Nürnberg, Jens-Daniel Herzog, bleibt für fünf weitere Jahre. Er werde seine Intendanz bis 2036 fortsetzen, teilte das Staatstheater mit. Eine zentrale Aufgabe für ihn werde, die Ersatzspielstätte des Staatstheaters an der von den Nationalsozialisten errichteten Kongresshalle programmatisch zu prägen.
Herzog ist seit der Spielzeit 2018/19 als Intendant und Operndirektor an Bayerns größtem Mehrspartenhaus. Die kommenden Jahre bringen für dieses Herausforderungen: Das historische Opernhaus in der Innenstadt muss dringend saniert werden. Pläne und Kostenvorschläge dazu liegen laut Stadt noch nicht vor.
Theater der Zukunft prägen
Während dieser Zeit ziehen Oper- und Ballettsparte in die Kongresshalle auf dem ehemaligen NS-Reichsparteitagsgelände, in deren Innenhof die Stadt ein neues Opernhaus errichten lässt. «In der Kongresshalle wird ein Theater der Zukunft entstehen», erklärte Herzog. In diesen Prozess wolle er sich mit seinen langjährigen Erfahrungen einbringen und die Entwicklungen zusammen mit seinem Team und den Ensembles gestalten.