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Alle Artikel kategorisiert unter »Wien«

Sir John mit dem hilfreichen Häschen: Otto Nicolais „Lustige Weiber von Windsor“ an der Volksoper Wien

23.12.10 (Frieder Reininghaus) -
Sir John bekam an der Wiener Volksoper ein Hasenwesen zugesellt. Es dient Falstaff bereits während der Ouverture als hilfreicher Geist. Als Briefträger des abgehalfterten Schwerenöters ermöglicht der putzige Adjutant die dreiste Annäherung an Frau Fluth und Frau Reich, wie die beiden Gattinnen der ehrbaren Bürger von Windsor in der teils freizügigen Textbearbeitung von Regisseur Alfred Kirchner & Co. heißen. Das Faktotum ist vom Anfang an dabei. Falstaff mutierte in Kirchners Lesart zu einem letzten Ritter der späten 1960er-Jahre und ist mit einem zum Wohnmobil umgerüsteten VW-Bus unterwegs. Er stellt dem Häschen eine alte Schreibmaschine in den Weg. Auf ihr tippt es die beiden gleichlautenden Briefe – den an die familienpolitisch stark engagierte Frau Reich und den an die vom Ehemann übermäßig beargwöhnte Nachbarin Fluth.

Eine Oper fürs Heimatmuseum: Europäische Erstaufführung von Daniel Catáns „Il postino“ im Theater an der Wien

12.12.10 (Frieder Reininghaus) -
Auch in Wien weihnachtet es sehr. Leise rieselt der Schnee. Der Handel bezeichnet die Umsätze als befriedigend. Der Naschmarkt vorm Theater an der Wien quillt über. Sehnsucht nach Schönheit und Harmonie sind so gut wie allgemein. Nicht anders als Glühweinstände entfalten geeignete Adventsmusiken ihre segensreiche Wirkung. Dazu gehörten die Wiederaufnahme des „Rosenkavaliers“ an der Staatsoper in der Inszenierung von Otto Schenk aus einem längst versunkenen Jahrhundert und die dazu passende Ausstellung der Nationalbibliothek zum 100. Geburtstag dieses Werks.

Große Szenen, schlüssig inszeniert: Gottfried von Einems „Dantos Tod“ in der Neuen Oper Wien

05.10.10 (Michael Kube) -
Wien ist immer eine Reise Wert – kulinarisch und kulturell. Dabei muss es nicht immer die Staatsoper sein. Die Szene ist weitaus vielfältiger – auch Dank der experimentierfreudigen „Neuen Oper Wien“, die nun mit Gottfried von Einems „Dantons Tod“ überraschte – doch auch 63 Jahre nach der Salzburger Uraufführung (1947) hat das Werk nichts von seiner Kraft verloren.

Die Kunst der Oper, interdisziplinär betrachtet

29.09.10 (Barbara Haack) -
Seit 1992 macht sich die Europäische Musiktheater-Akademie (EMA) Themen des Musiktheaters – in Wissenschaft und Praxis – zu eigen. Über Aufgaben und Perspektiven der Wiener Einrichtung sprach Barbara Haack mit der Generalsekretärin der EMA, Dr. Isolde Schmid-Reiter.

Ernst-Krenek-Preis der Stadt Wien für Richard Dünser und seine Oper „Radek“

11.08.10 (PM) -
Der Vorarlberger Komponist Richard Dünser erhält den Ernst Krenek-Preis 2010. Die von der Stadt Wien alle zwei Jahre vergebene und mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde ihm für seine bei den Bregenzer Festspielen 2006 uraufgeführte Oper „Radek“ zuerkannt.

Macht und Ohnmacht der Gefühle

29.03.10 (Christian Tepe) -
Wie ein Monolith steht das Opernschaffen Aribert Reimanns in der zeitgenössischen Musiktheaterlandschaft da. Unbeirrt von aller experimentellen Verunsicherung der Gattungsgrenzen ist jedes neue Bühnenwerk Reimanns ein Bekenntnis zur Oper und damit zur Magie des menschlichen Gesangs. Und paradoxerweise verleiht gerade diese selbstgenügsame Unbekümmertheit gegenüber den jeweiligen ästhetischen Trends seinen Opern eine oft beklemmende Aktualität.

Dieser Tom Rakewell hat Spuren hinterlassen

28.03.10 (Dietmar Flosdorf) -
Kann überhaupt, und wenn ja, wie nachhaltig kann ein sich über eineinhalb Monate erstreckendes Musikvermittlungsprojekt die Wahrnehmung von klassischer Musik und das Bedürfnis nach eigenen kreativen künstlerischen Aktivitäten verändern?

Zaghafte Fragen nach der zukünftigen Ausrichtung

27.02.10 (Beate Robie) -
Die weltweit größte Ausbildungsstätte für Rhythmik feierte im vergangenen Oktober mit einem fünftägigen europäischen Kongress ihr 50-jähriges Jubiläum. Dozenten und Masterabsolventen des Instituts Musik- und Bewegungserziehung/Rhythmik bestritten rund ein Viertel der 36 Workshops und 35 Vorträge, unterstützt von 16 Ausbildungsstätten aus Belgien, Deutschland, England, Polen, Schweden und der Schweiz. So entstand ein vielfältiges Bild der europäischen Rhythmik-landschaft, in der sich die Charakteristika der Wiener Ausbildung plastisch hervorhoben. Deren Breite ist erklärtes Ziel von Institutsleiterin Angelika Hauser-Dellefant und wurde in den zahlreichen Gratulationen anerkennend hervorgehoben und im Kongress erfahrbar gemacht.

Horror im Supermarkt: Johannes Kalitzkes Gombrowicz-Oper „Die Besessenen” im Theater an der Wien

22.02.10 (Frieder Reininghaus) -
Musikalische Moderne vom ziemlich guten alten Schlag zieht aus dem Orchestergraben herauf. Aber mit frischen Fermenten – mit Anspielungen auf die Funktionsmusik in der allgegenwärtigen Warenwelt und mit diskreten Bezugnahmen auf musikalische Altmeisterlichkeit. So meldet sich in einer längeren Episode „verbeulte“ Karnevalsmusik – Johannes Kalitzke stammt aus Köln; aber er parodiert z.B. auch die mittelalterliche Musizierpraxis des Hoquetus, bei der sich zwei Stimmen komplementär ergänzen (bei Kalitzke wird es da ziemlich „sophisticated“).

Österreichischer Staatspreis an Olga Neuwirth

28.01.10 (PM - kiz-lieberwirth) -
Die höchste österreichische Kunstauszeichnung, der Große Österreichische Staatspreis, wird am 8. April in Wien an die Komponistin Olga Neuwirth vergeben. Es gratulierte unter anderem Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek.
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