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Alle Artikel kategorisiert unter »Claudio Otelli«

An der Schnittstelle zwischen Künstlichkeit und Wirklichkeit – „Der Bajazzo“ am Theater Bremen

09.11.21 (Ute Schalz-Laurenze) -
Die junge Opernregisseurin Ulrike Schwab, selbst ausgebildete Opernsängerin, hat in aufsehenerregenden Regiearbeiten schon mehrfach gezeigt, dass ihre Arbeit etwas ganz anderes und Neues zeigt als einfach eine weitere Interpretation einer berühmten Oper. Von Anfang an interessierte sie sich für die Schnittstelle zur Kunst der Performance, was auch mit ihrer Existenz als darstellende Künstlerin zusammenhängen mag. Die Performance macht den Körper der Interpreten selbst zur Kunst.

Die furchtbare innere Welt – Wolfgang Rihms „Jakob Lenz“ in Bremen

03.02.20 (Ute Schalz-Laurenze) -
Die Kammeroper des jungen Wolfgang Rihm reißt in der Bremer Inszenierung von Marco Štorman mit, sie mache die Zuschauer*innen zu betroffenen Zeugen. Claudio Otelli in der Rolle des Lenz bietet eine überragende Leistung, findet unsere Kritikerin Ute Schalz-Laurenze.

Lulus Utopie – Marco Štorman inszeniert am Theater Bremen Alban Bergs „Lulu“

29.01.19 (Ute Schalz-Laurenze) -
Der Regisseur Marco Štorman mag nicht, dass Alban Bergs „Lulu“ ein Opfer ist. Das ist zwar nicht neu, aber 2019, im Jahr „einer aufregenden Debatte über Geschlechterrollen und -Definitionen“ (Štorman) will er mit unglaublicher Energie und Folgerichtigkeit in der 1937 uraufgeführten Oper gar eine Utopie darin sehen, dass gegenseitiges Unverständnis doch überwunden werden kann – wie auch immer.

Weltuntergang – oder doch lieber nicht? György Ligetis „Le Grand Macabre“ inszeniert von Herbert Fritsch in Meiningen

02.10.17 (Joachim Lange) -
Ein Sängerfest ist ja nicht das erste, worauf man kommt, wenn die Namen György Ligeti (1923-2006) und Herbert Fritsch (66) fallen. Dass der Komponist mit seiner musikalischen Groteske über den Großen Makabren aus dem Jahre 1978 eine Steilvorlage für den Meister des Overacting liefert, das konnte man sich aber gut vorstellen. Und die Rechnung ist jetzt in Luzern, und bei zwei Vorstellungen in Meiningen, auch aufgegangen.

Hector Berlioz‘ „La Damnation de Faust“ in Bremen

21.03.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Wenn man in den Zuschauerraum kommt, ist Faust längst da, er ist einer von uns. Auf einem Steg, mitten in das Foyer hineingebaut, irrt der weißgekleidete Rothaarige unsicher umher und es ist von vornherein klar: mit dem Goethe‘schen Intellektuellen und dessen Sinnsuche hat dieser hier nichts zu tun. Es ist mit einem kleinen Bonsai-Baum im durchsichtigen Rucksack der eher depressive Versager von Hector Berlioz, der seiner „dramatischen Legende“ den Titel „La Damnation de Faust“ gegeben hat.

Eine fiktive Märchenwelt – Alban Bergs „Wozzeck“ am Theater Bremen

15.02.16 (Ute Schalz-Laurenze) -
„...von dem Augenblick an, wo sich der Vorhang öffnet, bis zu dem, wo er sich zum letzten Male schließt, darf es im Publikum keinen geben, der etwas von diesen diversen Fugen und Inventionen, Suiten- und Sonatensätzen, Variationen und Passacaglien merkt – keinen, der von etwas anderem erfüllt ist als von der weit über das Einzelschicksal Wozzecks hinausgehenden Idee dieser Oper. Und das – glaube ich – ist mir gelungen.“ Der Wunsch des Komponisten Alban Berg für seine 1921 vollendete und 1925 mit einem Skandal uraufgeführte Oper ging jetzt in der Premiere am Bremer Theater am Goetheplatz großartig in Erfüllung.

Das Trauma der Eva Pogner – Faszinierende Sicht auf Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Bremen

23.09.14 (Ute Schalz-Laurenze) -
Dieses Mal verschwindet keine Figur wie in den letzten drei Inszenierungen Benedikt von Peters, sondern es gibt eine dazu: Nicht ganz, denn Eva aus Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ ist als Rolle ja da. Aber die Rolle ist rein musikalisch klein, das arme Mädchen hat nichts zu sagen. Das nutzt Benedikt von Peter in seiner Inszenierung von Wagners ebenso klarem wie abgründigem Werk: Eva ist über fünf Stunden auf der vorderen, sehr kleinen Bühne anwesend und in ihrem Gesicht und ihrer Körperhaltung spiegelt sich das ganze für sie traumatische Geschehen.
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