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Alle Artikel kategorisiert unter »David Cavelius«

Butterfly light als „Weihnachtsoperette“ – Paul Abrahams „Dschainah, Das Mädchen aus dem Tanzhaus“ an der Komischen Oper Berlin

01.01.20 (Peter P. Pachl) -
Die „Weihnachtsoperetten“ der Komischen Oper Berlin werden auf dem Programmzettel halbfett als „Konzertante Aufführung“ bezeichnet – ein Understatement, denn es handelt sich dabei um eine Mischform zwischen Konzert und vollszenischer Darbietung, mit Beleuchtung, Choreografie der auswendig agierenden Darsteller*innen und glitzernden, paillettenreichen Kostümen. Die besondere Form hat seit acht Jahren Tradition und auch diesmal Qualität.

Radikal modern? – Radikal altbacken! – „La Traviata“ an der Komischen Oper Berlin

10.12.19 (Peter P. Pachl) -
Als „Klassiker – radikal modern“ hatte die Komische Oper Berlin Giuseppe Verdis einzige aktuelle, in seiner Gegenwart spielende Oper über Leben und Tod einer Edelkurtisane angekündigt. Aber die Inszenierung von Nicola Raab verschenkt die sich in Beliebigkeiten nicht vermittelnde Handlung und erzeugt einen vergleichsweise radikal altbackenen Eindruck, dem leider auch die musikalische Seite nichts entgegenzusetzen vermag, außer Lautstärke. Peter P. Pachl ist enttäuscht.

Attisches Theater ohne lustvollen Exzess: Henzes „The Bassarids“ an der Komischen Oper Berlin

14.10.19 (Peter P. Pachl) -
Nach der deutschen Erstaufführung von Hans Werner Henzes „Die Bassariden“, 1966 an der Deutschen Oper Berlin und in deutscher Sprache, bringt die Erstaufführung an der Komischen Oper nun in englischer Sprache eine späte Bearbeitung des Komponisten, ergänzt aber das nur in der Urfassung vorhandene szenische Intermezzo und verzichtet – zugunsten eines Nachvollzugs des antiken Theaters in Griechenland – auf die Topik des Geschehens.

Das letzte Foto – Puccinis „La Bohème“ an der Komischen Oper Berlin

28.01.19 (Peter P. Pachl) -
Henry Murgers Vorlage zu den „Bohème“-Opern von Leoncavallo und Puccini wurde bezeichnenderweise vom Dichter der ersten Räterepublik, Erich Mühsam, unter sozialistischem Aspekt betrachtet. Barrie Koskys Neuinszenierung verzichtet auf politische Dimensionen, sie konzentriert sich ganz auf die Begegnung junger Leute mit dem unerwartet in das heitere Leben einbrechenden Tod. Die Premiere wurde ob ihrer Spielfreude und lauten Gesangs fast einhellig goutiert.

Jahresend-Weltreise oder Drei Hochzeiten und kein Todesfall – Paul Abrahams „Viktoria und ihr Husar“ an der Komischen Oper Berlin

31.12.18 (Peter P. Pachl) -
Alljährlich gegen Jahresende gibt es in der Komischen Oper Berlin eine halb-szenische Produktion. Zunächst für fünf Jahre dem Komponisten Emmerich Kálmán gewidmet, steht seit der vorigen Spielzeit ein fünfteiliger Zyklus mit selten zu hörenden Operetten von Paul Abraham an. Nach dem „Märchen im Grandhotel“, folgte nun Paul Abrahams wohl bekanntester Operettentitel, „Viktoria und ihr Husar“.

Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ an der Komischen Oper Berlin

01.10.18 (Peter P. Pachl) -
In Berlin wurde das frühe Meisterwerk des Brünner Wunderkinds auf dem Wege nach Hollywood nach langem Verstummen im Dritten Reich und in einer der Spät- und Nachromantik des 20. Jahrhunderts abholden Periode wiederentdeckt durch eine ungewöhnliche Inszenierung Götz Friedrichs an der Deutschen Oper Berlin im Jahre 1983, der 2004 eine weniger gelungene Produktion am selben Haus folgte, welches in der vergangenen Saison mit Korngolds „Wunder der Heliane“ fulminant nachsetzte. Zu feiern gab es an der Komischen Oper Berlin nun nicht nur einen szenischen Neuansatz für den frühen Welterfolg, sondern auch Sängerleistungen und den Einstand des neuen GMDs Ainārs Rubiķis.

Erotischer Opern-Traum – Händels „Semele“ an der Komischen Oper Berlin

14.05.18 (Peter P. Pachl) -
Der drei-dreiviertelstündige, aber in seinen szenischen Erfindungen und Umsetzungen überaus kurzweilige Premierenabend, durchwegs mit sängerischen Spitzenleistungen, erntete einhellige Begeisterung.

Barrie Koskys Inszenierung der traditionsbelasteten „Anatevka“ an der Komischen Oper

04.12.17 (Peter P. Pachl) -
Mit seiner Neuinszenierung der „Anatevka“ trat Hausherr Barrie Kosky gegen eine legendäre Vorproduktion an, die Regiearbeit von Walter Felsenstein, der mit der Berliner Erstaufführung des Musicals von Joseph Stein und Jerry Bock eine der erfolgreichsten Produktionen an diesem Haus geschaffen hatte: unter dem Titel „Der Fiedler auf dem Dach“ erlebte Felsensteins „Anatevka“ mehr als 500 Aufführungen.

Trance stellt sich nicht ein – „Satyagraha“ von Philip Glass an der Komischen Oper Berlin

29.10.17 (Peter P. Pachl) -
Barrie Kosky scheint wieder einmal ein Coup gelungen zu sein: während die Inszenierungen an der Komischen Oper Berlin, selbst die Operetten, gewöhnlich einen Widerstreit der Meinungen auslösen, erreichte die jüngste, ausnahmsweise an keinem Sonn- sondern bereits an einem Freitag stattgefundene Premiere einhelligen Jubel. Außer durch Gastspiele – etwa die Rekonstruktion von Bob Wilsons „Einstein on the Beach“ im Haus der Berliner Festspiele – war Philip Glass zuvor auf keiner Opernbühne Berlins zu erleben.

Mussorgskis „Jahrmarkt von Sorotschinzi“ an der Komischen Oper Berlin

04.04.17 (Peter P. Pachl) -
Bereits im Vorfeld des 70-jährigen Jubiläums der Komischen Oper Berlin, welches in der kommenden Saison begangen wird, schlägt Barrie Kosky mit der jüngsten Produktion den Bogen zu den Anfängen von Walter Felsenstein. Der hatte in seiner ersten Spielzeit Mussorgskis komische Oper „Der Jahrmarkt von Sorotschinzi“ in der Tscherepnin-Bearbeitung interpretiert, die bereits 1927 in der Städtischen Oper Berlin unter Fritz Zweig ihre deutsche Erstaufführung erlebt hatte.
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