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Alle Artikel kategorisiert unter »Franz-Josef Selig«

Ruhrtriennale: Krzysztof Warlikowski und Sylvain Cambreling machen aus Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ ein spannendes Kammerspiel

20.08.17 (Joachim Lange) -
Dass der aktuelle Intendant der Ruhrtriennale Johan Simons die letzte Jahresscheibe seiner Intendanz mit Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ einläutet, hat auch etwas von einer Referenz an den Erfinder dieser alljährlichen kulturellen Frischzellenkur für das Ruhrgebiet Gerard Mortier. Die Bochumer Jahrhunderthalle, in der diese Eröffnung mit einer vorgeschalteten Rede von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zelebriert wurde, hat sich längst als Herzstück der Ruhrtriennale etabliert. Dieses Industriearchitektur-Erbstück verdankt Mortier damit eine respektable Alterskarriere!

Die schwangere Melisande – Peter Sellars inszeniert Debussys Oper in der Berliner Philharmonie

17.12.15 (Peter P. Pachl) -
Der amerikanische Regisseur Peter Sellars hat vor zwei Dezennien Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ im Musiktheater in Amsterdam als eine heutige Szenenfolge bebildert. Die Neuinszenierung des derzeitigen „Artist in Residence“ der Berliner Philharmoniker nutzt die zahlreichen Ebenen der im Berliner Volksmund „Circus Karajani“ genannten Philharmonie für seine überaus intensive, auf klassische Requisiten verzichtende und eine die Handlung auch in den Zwischenspielen weiterführende Darstellung eines permanenten, offenen Voyeurismus.
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