Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Jochen Biganzoli«

Ein Leben für die Bühne – Die neue „Tosca“ am Opernhaus Halle

27.11.16 (Joachim Lange) -
Bei Giacomo Puccinis „Tosca“ hat es die Rezeptionsgeschichte seit der Uraufführung 1900 mit dem naturalistischen Ehrgeiz besonders weit getrieben. Bis hin zur Verfilmung an den Originalschauplätzen im Rom und in den Kostümen und zeitlichen Ablauf, die das Libretto vorgibt. Samt Sprung der Heldin von den Zinnen der Engelsburg in den Tod. Da flog schon manche Puppe beim Schließen des Vorhangs in die Tiefe. Darauf wartet man in Halle, bei der Neuproduktion dieses ungebrochen beliebten Repertoireschmuckstückes vergebens.

Musik in Farbe und Oper in Bildern: Hindemiths „Mathis der Maler“ in Dresden

02.05.16 (Michael Ernst) -
Eine musikalische Wiedergutmachung? Dresdens Semperoper hat nun endlich – als lokale Erstaufführung – „Mathis der Maler“ von Paul Hindemith herausgebracht. Ein Werk, das in den Anfangsjahren des Nazi-Regimes entstand, in Hitler-Deutschland nicht aufgeführt werden durfte, 1938 in Zürich herauskam und erst 1946 in Stuttgart gezeigt wurde. Ein sperriges, ein spannendes Stück; ein Werk mit Geschichte.

Im Labyrinth der Sünde –Dmitri Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ in Lübeck

06.03.16 (Joachim Lange) -
Es gibt nur wenige Opern des zwanzigsten Jahrhunderts, bei denen die Aufführungsgeschichte den Plot und die Musik an Spannung und Potenzial für die Zeitdiagnose so übertrifft, wie es bei Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ der Fall ist.

Der Meister lässt euch sagen: „Meine Zeit ist da“ – York Höllers „Der Meister und Margarita“ in Hamburg

15.09.13 (Frieder Reininghaus) -
Der Arzt Michail Bulgakow (1891–1940) aus Kiew machte sich in den Jahren nach der Oktober Revolution einen Namen als Schriftsteller. Bald aber fühlte sich die Partei und Staatsführung durch die Ironie und den Sarkasmus seiner Schilderung der neuen Verhältnisse provoziert, ließ ihn die den Intellektuellen zugedachten Mittel des Leninismus spüren. „Der Meister und Margarita“, unter schwierigen Bedingungen in den 30er Jahren entstanden und bis 1940 achtmal umgearbeitet, trägt leicht verschlüsselt autobiographische Züge.

Nicht mehr skandalös, aber immer noch atemberaubend: Hindemiths frühe Einakter in Osnabrück

24.06.13 (Michael Kube) -
Den jungen Hindemith gilt es noch immer zu entdecken. Dazu gehört auch das zwischen 1919 und 1921 entstandene Einakter-Triptychon, das einst für große Skandale sorgte, aus heutiger Sicht aber eher eine entscheidende Phase der stilistischen Orientierung im Œuvre des Komponisten dokumentiert. Dass die drei von der Vorlage her unterschiedlich konzipierten Werke auch in einem szenischen Zusammenhang auf die Bühne gebracht werden können, zeigt die intelligente Inszenierung am Theater Osnabrück.
Inhalt abgleichen