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Alle Artikel kategorisiert unter »John Lundgren«

Walküren-Hügel auf dem Walküren-Flügel – Wagners „Walküre“ an der Deutschen Oper Berlin

28.09.20 (Peter P. Pachl) -
Hauptproblem dieses Premierenabends sind kurioserweise weniger die freien Plätze zwischen den Besucher*innen mit Mund-Nasenschutz während der gesamten Aufführung, als die Tatsache, dass der neue „Ring“-Zyklus in der Inszenierung von Stefan Herheim in seiner Ikonographie der Tetralogie kontinuierlich aufbaut. Nachdem jedoch „Das Rheingold“ dem Lockdown zum Opfer gefallen war und stattdessen eine Ersatz-Inszenierung auf dem Parkdeck herauskam, fehlt den Betrachter*innen der „Walküre“ das erforderliche Vorwissen dieser spezifischen Lesart.

Filmnahe Verbrecherjagd – Bartóks „Blaubart“ und „Konzert für Orchester“ im Münchner Nationaltheater

02.02.20 (Wolf-Dieter Peter) -
„Fakt ist jedoch, dass weibliche Perspektiven immer noch zu häufig übersehen werden, weil die Institution Oper nach wie vor stark von männlichen Künstlern dominiert wird“ konstatierte Regisseurin Katie Mitchell vor ihrer Neuinszenierung von Béla Bartóks „A Kékszakállú herceg vára“. Ob die Kombination mit einem Bartók-Konzert und einem Film neue, tiefere Einsichten vermittelte, prüfte unser Kritiker Wolf-Dieter Peter.

Im Westen nichts Goldenes: Puccinis „La fanciulla del West“ an der Bayerischen Staatsoper

17.03.19 (Juan Martin Koch) -
In seiner vierten Operninszenierung hat sich der Filmregisseur Andreas Dresen („Halbe Treppe“, „Sommer vorm Balkon“, „Gundermann“) Giacomo Puccinis eher selten gespielte „Fanciulla del West“ vorgenommen. Seines eher unentschiedenen Zugriffs zum Trotz entwickelte sich dank einer famosen Ensemble- und Orchesterleistung ein packender Premierenabend an der Bayerischen Staatsoper.

„Die Walküre“ unter Placido Domingo bei den Bayreuther Festspielen und andere Veranstaltungen rund um den „Ring“

02.08.18 (Peter P. Pachl) -
Als König Ludwig II. nicht warten mochte, das ihm gewidmete Festspiel für drei Tage und einen Vorabend auf der Bühne zu erleben und jeweils nach Vollendung der Partituren Einzelaufführungen von „Das Reingold“ und „Die Walküre" ansetzte, kam es zum empfindlichsten Bruch in der engen Freundschaft zwischen Komponist und königlichem Mäzen. Denn für Wagner von größter Wichtigkeit war die zyklische Aufführung seines Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“, und die fand dann 1876 zum ersten Mal bei den Bayreuther Festspielen statt, wo seit Ende des 19. Jahrhunderts der komplette „Ring“-Zyklus zum Kanon der dort gespielten Werke Richard Wagners gehört.

Umjubelte Premiere der überarbeiteten Bayreuther „Walküre“

31.07.17 (Peter P. Pachl) -
Eine immense Steigerung gegenüber dem „Rheingold“ offenbarte Dirigent Marek Janowski bereits beim Vorspiel. Die Intensität der szenischen Leistungen des Sängerensembles ist in diesem Jahr enorm gewachsen durch intensive Nacharbeit Frank Castorfs an seiner Inszenierung.

Neue Besetzungen und noch mehr Krokodile: „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ bei den Bayreuther Festspielen

01.08.16 (Peter P. Pachl) -
Als nach dem Schlussakkord des Premieren-„Ring“ der Vorhang fiel, brandete auch im vierten Jahr von Frank Castorfs Inszenierung im Publikum ein heftiger Widerstreit von Buh- und Bravo-Rufen auf. Die ungewöhnliche Sicht des Regisseurs ersetzt Wagnersche Mythologeme durch eigene Bildeinfälle – mit Öl statt Gold, Ostberlin vor und nach der Wende statt Gibichs Hof am Rhein und dem westlichen Einfluss von Döner und Börse anstelle von Hagens Intrige. Das erhitzt weiterhin die Gemüter und bot in den Pausen, neben den höchst unterschiedlichen Vorgängen der Überwachung des Publikums durch Polizei und Sicherheitskräfte, immer wieder neuen Diskussionsstoff.

Prawda-Shitsturm in Baku – „Die Walküre“ bei den Bayreuther Festspielen

28.07.16 (Peter P. Pachl) -
Dekonstruktivistisch knüpft Frank Castorfs Inszenierung der „Walküre“ nicht an der in den Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts in den USA spielenden Sicht auf „Das Rheingold“ an. Die Kopie seiner eigenen Inszenierung von Anton Tschechows „Das Duell“, die wenige Monate vor der „Ring “-Produktion an der Volksbühne Premiere hatte, rückverlagert die Handlung rund um einen der zahlreichen paraklerikal anmutenden Öltürme in Baku ins Jahr 1918 und in später projizierten Filmsequenzen bis ins Jahr 1942.

Wo Siggi das Fürchten lernt: Oper Leipzig zeigt kindischen „Siegfried“

14.04.15 (Michael Ernst) -
Wagner-Opern und Tanz, das ist so ähnlich wie Meyerbeer ohne Ballett-Akt. Der teutonisch tönende Meister hat derartige Einlagen – vielleicht wegen des ungeliebten Vorbilds? – einfach nicht gemocht. Schon gar nicht im „Ring“. Leipzigs „Siegfried“ setzt konsequent auf Tanztheater. Man fragt nicht, warum.

Szenen eiskalten Startums in Janáčeks „Sache Makropulos“

20.10.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Im Umfeld von Münchens Staatsoper tobt schon seit Wochen ein Star-Hype: Anna Netrebko und Jonas Kaufmann sollen in Puccinis „Manon Lescaut“ singen. Star-Sein, wenn irgend möglich in ewiger Schönheit, ist für Münchens Schickeria ein zwischen Brasiliens Schönheitsfarmen und hiesigen Arztpraxen höchstaktuelles Thema. Mag sein, dass deswegen Regisseur Árpád Schilling das Werkende um Janáčeks Gesangsstar Elena Makropulos „münchnerisch“ verfälscht hat.
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