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Alle Artikel kategorisiert unter »Lucia Cervoni«

Die Augen gerade aus! – Die Oper Magdeburg geht mit Verdis „Aida“ an den Start

24.10.17 (Joachim Lange) -
Giuseppe Verdis „Aida“ ist zunächst einmal eine musikalische Herausforderung. Das ist schon ihrer Popularität geschuldet, der auch die Arena in Verona oder der Ausstattungspomp einer Zeferelli-Inszenierung nichts anhaben können. Gerade diese Oper scheint davon sogar zu profitieren. Auf der anderen Seite spielte sie auch bei der Etablierung eines hinterfragenden, subversiven Musiktheaters eine Schlüsselrolle.

Frei wie die Vögel in der Voliere – Oper Magdeburg bringt Philippe Boesmans Kammeroper „Julie“ heraus

08.11.16 (Joachim Lange) -
Es war eine der Opern-Uraufführungen mit Folgen, die da 2005 in der Brüsseler La Monnaie als Strindberg-Veroperung über die Bühne ging. Für Philippe Boesmans Kammeropern-Einakter „Julie“ hatte Theaterlegende Luc Bondy das deutschsprachige Libretto aus dem Stück „Fräulein Julie“ von 1888 destilliert. Da die Uraufführungsinszenierung, die ebenfalls von Luc Bondy besorgte, zu den Wiener Festwochen und zum Festival nach Aix-en-Provence weitergereicht wurde, bekam das Werk gleich einen nachhaltigen Schubs auf die Bühnen. Für das klug gebaute Ergebnis braucht man zudem „nur“ drei Solisten und ein Kammerorchester. Machbar ist das für jedes Haus mit etwas Ehrgeiz fürs Neue.

Oper Magdeburg: „Die lustigen Weiber von Windsor“ in der Hippiezeit

11.05.16 (Joachim Lange) -
Am Ende, wenn es unterm Hanfbaum im mitternächtlichem Grün rundgeht und ein Sommernachtstraum auf Droge tobt, wird klar, was in dieser komisch-fantastischen Oper eigentlich an abgründigem Potenzial steckt. Unverwüstlich ist Otto Nicolais Version der Shakespeare-Komödie über den dicken Ritter, der an permanenter Selbstüberschätzung seines Sexappeals leidet, ohnehin. Selbst dann, wenn sie, wie jetzt in Magdeburg, mit zeitgeistiger Fremdmusik und kalauernden Stammtischwitzchen aufgepeppt wird.

Die Leiche auf dem eigenen Trauermarsch – Zdeněk Fibichs „Braut von Messina“ in Magdeburg

22.03.15 (Peter P. Pachl) -
Vom jungen Richard Wagner ist das Fragment einer Ouvertüre zu Friedrich Schillers „Die Braut von Messina“ überliefert. Der Inzest-Konflikt, der Wagners Werk von „Rienzi“ über „Lohengrin“ und „Die Sarazenin“ bis zu „Die Walküre und „Parsifal“ durchzieht, reizte offenbar ebenso, wie die ausweglose Tragik des Sujets. Und seine Vertonung hätte vermutlich durchaus ähnlich geklungen wie die von Zdenek Fibich (1850–1900), der seine Oper im Sterbemonat Richard Wagners vollendet hat. Sie erlebte jetzt ihre späte deutsche Erstaufführung im Theater Magdeburg.

Wenn die Zeit verrinnt – Der Oper in Magdeburg gelingt ein überzeugender Rosenkavalier

24.02.14 (Joachim Lange) -
Der „Rosenkavalier“ ist ein funkelndes Opern-Schmuckstück. Und ein heikles obendrein. Für das Volle-pulle-Terzett, dass der Liebhaber der Orchester- und Stimmenopulenz Richard Strauss zu dem so lebensweisen wie fremd-charmanten Text Hugo von Hofmannsthals da in den dritten Akt komponiert hat, braucht man exzellente Protagonistinnen, damit das nicht zum Geschrei wird. Und es braucht einen Dirigenten, der das Orchester spätestens da so im Griff hat, damit es eine Chance gibt, etwas von dem, was man in den Übertiteln mitliest, auch wieder zu erkennen.
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