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Alle Artikel kategorisiert unter »Manuel Günther«

Korngolds „Die tote Stadt“ wird im Münchner Nationaltheater gefeiert

19.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Endlich! München, die einstige „Hauptstadt der Bewegung“, deren Theater sich eifrig den braunen Kulturbarbaren angedient haben, hat ein Spielplan-Defizit. Auch im Bereich des Musiktheaters ist die alles Staunen werte Phalanx von Komponisten, die schon lange vor 1933 widerlich abqualifiziert und dann nicht mehr gespielt wurden, lang und breit. Nach 1955 jetzt endlich eine Serie von Korngolds „Opernhit von 1920“ – doch die Freude unseres Kritikers Wolf-Dieter Peter blieb nicht ungetrübt.

Zertanztes Frauenschicksal – Cherkaoui scheitert in München an Glucks „Alceste“

28.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Dienen – gar sich opfern? Ganz schön uncool in unseren Zeiten der Egomanen und ihrer Ego-Trips! Oder: typisch alter Opernstoff, irgendwie mythisch entrückt. Dann hat Christoph Willibald Gluck auch noch quasi-religiöse Ritualtänze, Pantomimen-, Kampf- und Feier-Musik in die Handlung integriert. Eine spezielle Herausforderung, weshalb der Belgier Cherkaoui mit seiner Tanzkompagnie Eastman für die Neuinszenierung an der Bayerische Staatsoper verpflichtet wurde. Wolf-Dieter Peter bleibt von der Inszenierung enttäuscht zurück.

Im Zeichen der Schwerter: Dresden bringt Mozarts „Entführung“ ohne Tiefgang und Schärfe

18.04.17 (Michael Ernst) -
Just am Vorabend der erdoganistischen Selbstermächtigung brachte Dresdens Semperoper eine Neuinszenierung der „türkischsten“ aller Mozart-Opern heraus. Das kann nur ein Zufall gewesen sein. Mozart und sein Librettist wären dafür heute wohl trotzdem in Ketten gelegt worden.

Beim Herrn der Finsternis

19.11.15 (Joachim Lange) -
Oliver Py und Marc Minkowski überzeugen im Theater an der Wien mit der Urfassung des „Fliegenden Holländers“ von Richard Wagner. Joachim Lange war für uns dabei.

Ein Barbier am Seil – Im neuen „Barbier von Sevilla“ in Magdeburg rockt sogar Rossini mit

03.02.14 (Joachim Lange) -
Man stutzt schon etwas, wenn in der B-Premiere eines neuen „Barbier von Sevilla“ in einem Theater etliche Plätze frei bleiben. Noch dazu, wenn weder Glatteis, noch irgendein Fußballspiel mit Rossini konkurrieren. Die freien Plätze bei der zweiten Vorstellung des neuen „Barbier von Sevilla“ in Magdeburg hatten auch nichts mit der schmissig überdrehten und ein bisschen verrückten Neu-Inszenierung von Christian von Götz zu tun. Es lag daran, dass die Lokalzeitung in Magdeburg die Premiere an „ihrem“ Opernhaus schlicht und einfach ignoriert hatte.
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