Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Maraike Schröter«

Tanz, Geschlechterkampf, Walpurgisnacht: Chemnitz darf sich auf eine phänomenale „Carmen“ freuen

16.03.20 (Roland H. Dippel) -
Am Abend der Generalprobe von Georges Bizets „Carmen“ gab man sich noch zuversichtlich. Die Absage des kompletten Spielbetriebs bis zum 13. April erfolgte am Theater Chemnitz genau 19 Stunden nach deren Ende. Dabei deuteten alle Zeichen auf einen intensiven Abend, dessen Premiere jetzt wegen der Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus verschoben wurde. Attackierender Motor der Generalprobe war der Tenor Gustavo Peña.

Chemnitz traut sich: Wagner aus weiblicher Sicht

05.02.18 (Michael Ernst) -
„Das Rheingold“ mit Kapitalismuskritik und Walhall hinter der Mauer – Verena Stoiber wagt mutige Ansätze. Ein wirklicher „Ring“ kann daraus nicht werden. Die neue Chemnitzer Wagner-Tetralogie wird sich aus vier Einzelwerken formen. Dennoch steht ein Gesamtkonzept dahinter: Jeder Nibelungen-Abend wird von einer Regisseurin inszeniert. Um Wagner aus weiblicher Sicht zu zeigen? Um zu sehen, was den vier unterschiedlichen Sichten am Ende an Gemeinsamkeiten und Unterschieden innewohnt?

Hinter der Maske lebt es sich gefährlich – Verdis „Ein Maskenball“ in Chemnitz

04.12.17 (Joachim Lange) -
Giuseppe Verdis „Maskenball“ ist eine Mischung aus privater Menage a trois und großer Haupt- und Staatsaktion. Das war zu Verdis Zeiten so explosiv, dass die Zensur den Bezug des Plots zum realen Attentat auf den Schwedenkönig Gustav III. 1792 nicht auf der Bühne sehen wollte und die Handlung für die Uraufführung 1859 bis nach Bosten und ans Ende des 17. Jahrhunderts zurückverlegen ließ. Schon das wäre eine Steilvorlage, um daraus einen Politthriller zu machen. Arila Siegert entschied sich in Chemnitz jetzt für einen eher exemplarischen, nicht allzu genau in der Nähe der Entstehungszeit (aber auch unserer Gegenwart) verorteten Zugang.

Fünf Sterne für „Pique Dame“ an der Oper Chemnitz

06.12.16 (Roland H. Dippel) -
Was die Robert-Schumann-Philharmonie unter Michael Güttler und eine wunderbare Ensembleleistung der Oper Chemnitz anstellen, begegnet auch mit Helen Malkowskys geometrisch-poetischer Regie Tschaikowskys genialer Oper auf Augenhöhe. Hintergründig, nachklingend und beglückend intensiv.

Handwerklich souveräne „Meistersinger“ an der Oper Chemnitz

23.03.16 (Dieter David Scholz) -
Dieter David Scholz war bei der Abschiedsinszenierung Michael Heineckes in Chemnitz zu Gast und hat eine guten, aber bisweilen gegen die Intention Wagners inszenierten Opernabend gesehen.

Zemlinskys „Der Zwerg“ an der Oper Chemnitz: Kitsch contra Kälte

09.11.15 (Roland H. Dippel) -
Das Chemnitzer Premierenpublikum liebt sein Opernhaus. Und so gab es bei der Zemlinsky-Premiere für knappe 80 Minuten ebenso viel herzlichen Applaus wie für eine abendfüllende Produktion. Andernorts wurde der kurzweilige Einakter kombiniert mit „Eine florentinische Tragödie“, „Herzog Blaubarts Burg“ oder – zuletzt in Mainz – mit „Gianni Schicchi“. Es war eine künstlerische Entscheidung der Leitung, das Publikum mit diesem Fin-de-siècle-Spätling ohne Anhängsel zu beschenken.

Männer als Flaschen – Chemnitzer „Don Carlos“ als Nachschlag zum Verdi-Jahr

02.02.14 (Michael Ernst) -
Verspätung in Sachsen? 2013 war doch Verdi-Jahr, wieso bringt die Oper in Chemnitz jetzt, da sich alle Häuser auf Richard Strauss einspielen, einen „Don Carlos“ heraus? Die einfachste Antwort: Jedes Jahr ist Verdi-Jahr! Vielleicht sind die Sachsen manchmal ja doch besonders helle und spielen, wenn alle Welt Wagner spielt, 2013 beispielsweise György Ligeti und ernten damit großen Erfolg.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: