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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper Kiel«

Alessandro Scarlattis „Il Cambise“ – nach 300 Jahren für Kiel mit Urban Dance reanimiert

12.05.22 (Arndt Voß) -
Mit der Aufführung von Alessandro Scarlattis „Il Cambise“ ist Kiels Oper etwas Besonderes gelungen. Eine Reihe von barocken Werken stand dort schon auf der Bühne. Zuletzt war es 2019 Bekanntes wie Monteverdis „Krönung der Poppea“ (UA 1643) oder im Jahr davor Rares wie Legrenzis „La divisione del mondo“ (UA 1676). Immer gelang es, das Barocke musikalisch lebhaft, vor allem jedoch optisch spektakulär zu präsentieren. Jetzt, am 8. Mai 2022, folgte das Ergebnis der Annäherung an eine Oper, die erst noch entdeckt werden will. Hierbei wagte das Opernhaus noch mehr, belebte den alten Corpus mit einem eigentlich wesensfremden Atem, dem Urban Dance.

Ansehnlich mit Fragenzeichen – Giuseppe Verdis „Otello“ an der Oper Kiel

03.05.22 (Arndt Voß) -
Gleich zweimal setzte sich das Theater Kiel mit Shakespeares Drama um den eifersüchtigen maurischen Feldherrn in Venedigs Diensten auseinander. Beides hatte im April Premiere, zu Monatsanfang als ein neues Ballett mit dem modischen Titel „Othello 2.0“, am 30., dem letzten Tag im April, dann Verdis „Otello“. Das Tanzstück fußt, wie aus der Schreibung ersichtlich, stärker auf Shakespeares Drama und muss sich erst beweisen. In der Oper dagegen hatten Arrigo Boito mit seinem geschickten Libretto und Giuseppe Verdi mit seinem dichten Klanggewand schon für überzeitliche Gültigkeit gesorgt.

Großes Theater in grauem Licht – Halévys „Die Jüdin“ in Kiel

30.03.22 (Arndt Voß) -
Kiels Theater ist groß darin, mit der Grand opéra Furore zu machen, mit jener historischen Opernform, die vor allem auf üppige Bühnenwirkung bedacht ist. Allerdings steht gerade sie in einer Zeit schmaler Etats unter Rechtfertigungsdruck. Dennoch kann sie auch unserer Zeit etwas sagen, wie das Theater in den letzten Spielzeiten mit Berlioz‘ „Trojanern“ bewies, mit Aubers „Stummer von Portici“, Rossinis „Tell“ und Meyerbeers „Hugenotten“. Das ist fürwahr eine gewichtige Erfolgsbilanz in diesem Genre. Sie wurde jetzt durch die „Die Jüdin“ erweitert, das Bühnenwerk von Jacques Fromental Halévy, das von seiner Uraufführung 1835 an durchgehend erfolgreich war, bis es 1933 jäh verschwand.

Land will Millionen für Kieler Oper und Theaterwerkstatt geben

26.03.22 (dpa) -
Kiel - Kiel kann mit einem Millionenzuschuss des Landes für die Sanierung des Opernhauses und den Bau eines neuen Werkstattzentrums für das Theater rechnen. Bis zu sieben Millionen Euro sollen fließen. Ministerpräsident Daniel Günther, Kulturministerin Karin Prien (beide CDU) und Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) unterzeichneten nach Angaben der Landesregierung am Freitag zusammen mit dem Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) und Bürgermeisterin Renate Treutel eine entsprechende Absichtserklärung.

Die Kunst der braven Revolution – Aubers „Die Stumme von Portici“ in Kiel

30.04.19 (Arndt Voß) -
Was macht man mit einer Grand Opéra, die so gar nichts Revolutionäres mehr hat und doch in Harmonie und Schönheit davon schwärmt? Die Oper Kiel suchte nach einer Lösung und verausgabte sich in tugendhafter Sterilität, indem sie den Vesuv ein wenig Plastik, schön gesäubert, spuken ließ.

Zwei Einakter Rachmaninows als theatralisches Vermächtnis in Kiel

03.05.18 (Arndt Voß) -
Bei so manch einem Komponisten wird nur ein Teil des Oeuvres wahrgenommen, auch bei Sergei Rachmaninow (1873–1943). Seinen Klavierkompositionen begegnet man gern und oft, in Konzertform oder als Solostück, auch als Kammermusik. Seltener sind die sinfonischen Kompositionen zu hören, noch weniger die vokalen. Doch dass er drei Operneinakter vollendete, ist kaum bekannt. Es kommt deshalb einer Entdeckungstat nahe, sie auf die Bühne zu stellen. In Kiel wagte man das und gewann einen ungewöhnlichen Abend.

Ein „Maskenball“ in künstlicher Atmosphäre – Kiel erlaubt sich mit Verdi einen Blick in die Zukunft

30.01.18 (Arndt Voß) -
Eigentlich liebt das Publikum Verdis „Maskenball“, das Drama um Freundschaft und Liebe, um Missverstehen und Mord, um Verzweiflung und Vergeben. Dennoch regte die jüngste Inszenierung im Kieler Opernhaus (27. Januar 2018) auf. Heftige, ja böse klingende Buhs waren zu hören und rangen in der Lautstärke mit begeisterter Zustimmung. Umstritten war wie so oft nur die Regie, die das Geschehen in einem künstlichen Raum ansiedelt. Beim Musikalischen war man sich einig, nuancierte das Lob für die einzelnen Gesangsleistungen sogar achtbar.

Barocke Theaterschau in Kiel – Leclairs „Skylla und Glaukos“ in deutscher Erstaufführung

10.05.17 (Arndt Voß) -
Es lohnt sich zwischen Lübeck und Kiel zu pendeln. Bereits deren gemeinsame „Reise nach Reims“ (Rossini) war ein gelungener Versuch, die Stärken beider Opernhäuser zu bündeln. Jetzt brachten sie wohl zufällig im Abstand von nur einer Woche Barockopern auf die Bühne. Lübeck begann mit Händels „Ariodante“ und italienischer Gesangspracht, Kiel folgte mit Jean-Marie Leclairs „Skylla und Glaukos“ und optischer Opulenz.

Ein reanimierter Gluck: „Orpheus und Eurydike“ in Kiel

09.05.16 (Arndt Voß) -
Der Mythos von Orpheus und Eurydike lebt, ergreift auch heute noch, unter anderem in Christoph Willibald Glucks nun schon 250 Jahre alten Version mit ihrem Happy End. Die Kieler Oper hat ihr in einer intelligenten Inszenierung neues Leben eingehaucht, ließ sie überraschend tragisch ausgehen, ein Ende, das der alte Ritter Gluck vermieden hatte und das doch grandios in unsere Zeit passt.
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