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Alle Artikel kategorisiert unter »Stephan Zilias«

Die dänische Seele zum Klingen gebracht – Carl Nielsens „Maskarade“ an der Oper Leipzig

27.04.22 (Dieter David Scholz) -
Man ist immer wieder neugierig auf Opernausgrabungen. Die dänische Nationaloper schlechthin, Carl Nielsens „Maskarade“, uraufgeführt 1906 und in Dänemark ein Kultstück bis heute, ist so ein ausserhalb Dänemarks selten aufgeführtes Werk. Vielleicht muss man Däne sein, um das Stück würdigen zu können, denn es betrifft die dänische Seele, Befindlichkeit oder was auch immer und zielt auf die Identität der Dänen mit ihrer pietistischen Strenge und Bigotterie, ihrem schlechten Wetter und der Sehnsucht, all dem zu entfliehen.

Flache Mondtag-Show: „Der Vampyr“ in Hannover

27.03.22 (Roland H. Dippel) -
Heinrich Marschner war in Hannover als Komponist nicht mehr so erfolgreich wie in Leipzig, wo „Der Vampyr“ 1828 zur Uraufführung gelangte oder in Berlin mit „Hans Heiling“. Beim „Vampyr“ steht die Rettung aus den Verballhornungen oder Simplifizierungen der letzten Jahrzehnte noch immer aus. Die Premiere an der Niedersächsischen Staatsoper Hannover war in erster Linie eine herausragende Leistung von GMD Stephan Zilias. Ersan Mondtag verzettelte sich mit assoziativer Völlerei in seinem Zutaten-Gestrüpp aus der Geschichte des Antisemitismus, Konsumkritik und Trash.

Apokalyptische Sexzesse: Die Deutsche Oper Berlin entdeckt Langgaards „Antikrist“

01.02.22 (Roland H. Dippel) -
Erst 1999 gelangte die entstandene Oper „Antikrist“ des faszinierend verschrobenen Dänen Rued Langgaard (1893-1952) zur Uraufführung, die Erstaufführung in seinem Heimatland folgte sogar erst 2002. Die musikalisch satte Partitur tanzt auf den Menschheitsdämmerungsängsten der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Die Deutsche Oper Berlin lieferte eine widerspruchsfrei bejubelte Premiere der spätromantischen Apokalypse, welche der Dirigent Stephan Zilias und der Regisseur Ersan Mondtag Krudes mit kreativer Kraft und schwarzem Humor meisterten. Eine Ensemble-Oper der ungewöhnlichen Art.

Berührungsverbote - Brittens „The Turn of the Screw“ in Hannover

24.04.21 (Roland H. Dippel) -
Benjamin Brittens „The Turn of the Screw“ ist mehr als viktorianischer Psychothriller und packende Kammeroper. Jetzt hatte an der Oper Hannover eine aufregende Gesamtleistung aus Glätte, Wahnsinn und subtiler Dramatik ihre digitale Premiere. Im Zentrum der von Stephan Zilias dirigierten und Immo Karaman inszenierten Neuproduktion steht Sarah Brady als von unstatthaftem Begehren überwältigte Gouvernante.

Droge mit Risiken und Nebenwirkungen – Die Staatsoper Hannover mit Frank Martins „Le vin herbé“ in den Parks von Herrenhausen

23.06.20 (Joachim Lange) -
Es ist nicht nur eine Notlösung, zu der die Staatsoper Hannover jetzt ihr Publikum ins historische Gartentheater im ausgedehnten Park von Herrenhausen einlädt. Frank Martins (1890-1974) Tristan und Isolde Variante, die 1942 konzertant in Zürich und dann 1948 auch szenisch in Salzburg uraufgeführt wurde, ist wirklich so sparsam besetzt, dass sie mit keiner Anticoronaregel kollidiert.

Stephan Zilias wird neuer Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover

Intendantin Laura Berman hat gestern, nach Abschluss eines breit angelegten Auswahlverfahrens, Stephan Zilias dem Aufsichtsrat der Niedersächsischen Staatstheater GmbH als neuen Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover vorgeschlagen. Es bestand Einigkeit im Aufsichtsrat darüber, die Verhandlungen mit Stephan Zilias zum Abschluss zu bringen. Damit wird zum Beginn der Spielzeit 2020/21 die Stelle nach einjähriger Vakanz wiederbesetzt, nachdem der Vertrag von Ivan Repušić im Sommer 2019 endete.

Eine andere Schneise durch die Moderne – „Tage der britischen Musik“ in Mainz

26.06.14 (Andreas Hauff) -
Klischees halten sich lange am Leben. Das England des 19. Jahrhunderts galt und gilt vielfach als „Land ohne Musik“. Dass man die Entwicklung differenzierter sehen muss und auf der Insel „eine andere Schneise durch die Moderne“ geschlagen wurde als in Mitteleuropa, machten die „Tage der britischen Musik“ in Mainz deutlich. In vier kompakten Veranstaltungen, um ein Wo­chenende gruppiert, präsentierten das Phil­harmonische Staatsorchester Mainz und die Deutsche Sullivan-Gesellschaft im Staatstheater ein nachhaltig nachklingendes Panorama hierzulande wenig bekannter Klänge und Erkenntnisse.
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