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Alle Artikel kategorisiert unter »Theater Bielefeld«

Theater Bielefeld: «Berlin Alexanderplatz» erstmals als Oper

18.11.20 (dpa) -
Bielefeld - Alfred Döblins Roman «Berlin Alexanderplatz» wird vom Theater Bielefeld erstmals musikalisch umgesetzt. In der Spielzeit 2021/2022 soll die Geschichte um Franz Biberkopf im Berlin der 1920er-Jahre als Oper aufgeführt werden, wie das Theater am Mittwoch mitteilte. Stephan Döblin, Sohn des Autors, habe dem Plan für eine Oper zugestimmt.

Ein wirklich teuflisches Spiel – Tomo Sugao inszeniert Gounods „Faust“ am Theater Bielefeld

Tomo Sugao, der 1979 im japanischen Sapporo geborene Opernregisseur, macht schon seit etlichen Jahren international als kreativer Mensch auf sich aufmerksam. In der deutschsprachigen Theaterszene präsentierte er Inszenierungen unter anderem in Zürich, am Mainfranken-Theater Würzburg („Nixon in China“ und „Götterdämmerung“) und zuletzt im vergangenen Jahr in der Oper Dortmund seine Sichtweisen auf Puccinis „Turandot“ und „Madama Butterfly“. Seine jüngste Produktion, Charles Gounods „Faust“, feierte am vergangenen Wochenende am Theater Bielefeld Premiere. Eine bemerkenswerte Lesart, wie unser Autor Christoph Schulte im Walde meint.

Detailliert und subtil: Ariane und Blaubart von Paul Dukas am Theater Bielefeld

Paul Dukas – das ist der Komponist des „Zauberlehrlings“. Kein anderes Werk aus der Feder des 1935 in Paris gestorbenen Meisters hat es zu vergleichbarer und anhaltender Popularität gebracht wie die furiose Vertonung der Goethe-Ballade. Das mag vor allem daran liegen, dass der Umfang von Dukas‘ Oeuvre schmal ist – Folge der äußerst selbstkritischen Haltung des Komponisten seinen eigenen Arbeiten gegenüber. Viele von ihnen vernichtete er selbst, darunter zwei Opern. In seinen Augen und Ohren Bestand hatte offenbar nur „Ariane et Barbe-Bleu“, die „Conte en trois actes“, uraufgeführt 1907, ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten eher selten auf den Spielplänen der Opernhäuser zu finden. Jetzt bringt das Theater Bielefeld die Geschichte von Ariane und Blaubart auf die Bühne.

Viel Psychologie – „Dead Man Walking“ von Jake Heggie am Theater Bielefeld

Es ist die wahre Begebenheit im Leben der amerikanischen Ordensschwester Helen Prejean, die mehr zufällig in Kontakt kam mit dem zum Tod verurteilten Vergewaltiger und Mörder Joseph De Rocher. Ihre Erfahrungen während der jahrelangen Begegnung mit ihm schrieb Helen Prejean (Jahrgang 1939) in einem Buch auf, aus dem Regisseur Tim Robbins 1995 einen Film machte (mit Susan Sarandon in der Rolle der Schwester, die dafür einen Oscar bekam). Wenige Jahre später entstand aus dem Stoff die Oper „Dead Man Walking“ von Jake Heggie, uraufgeführt im Oktober 2000 an der San Francisco Opera.

Treibstoff für eine gelungene Farce – Rezniceks „Benzin“ am Theater Bielefeld

Wer der mittleren und älteren Generation des Opernpublikums angehört, aber mit dem Namen Emil Nikolaus von Reznicek nichts verbindet, kennt dennoch zumindest ein Stück dieses Komponisten: die Ouvertüre aus „Donna Diana“. Denn diese schwungvolle Musik eröffnete bis 1985 in der Bundesrepublik Jahre lang das Fernsehratespiel „Erkennen Sie die Melodie?“ Reznicek und die meisten seiner restlichen Bühnenwerke sind aber längst dem Vergessen anheimgefallen. Diesem Vergessen wirkt das Theater Bielefeld nun entgegen – und bringt Rezniceks „heiter-phantastisches Spiel mit Musik in zwei Akten“ auf die Bühne. Sein skurriler Titel: „Benzin“!

Polystilistisch: Reynaldo Hahns „Le Marchand de Venise“ am Theater Bielefeld

Es hat lange, sehr lange (wenngleich nicht kontinuierliche) Tradition am Theater Bielefeld, Opernraritäten auszugraben, Uraufführungen zu präsentieren, Werke aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken. Erst im Januar 2017 kam Marc-André Dalbavies „Charlotte Salomon“ auf die Bühne – ein Stück aus dem Jahr 2014 über die von den Nazis 1943 in Auschwitz ermordete Malerin. Jetzt steht mit „Le Marchand de Venise“ eine der sechs Opern im Mittelpunkt, die Reynaldo Hahn (1874-1947) komponiert hat, die inzwischen aber allesamt dem Vergessen anheimgefallen sind. „Le Merchand de Venise“, 1935 in Paris uraufgeführt, erlebt in Bielefeld gar ihre deutsche Erstaufführung!

«Dog Days» mit E-Gitarre: Moderne Oper als großes Kino der Gefühle

28.02.16 (Beate Depping, dpa) -
Bielefeld - Eine Stahlkette rasselt über eine Metallröhre, die E-Gitarre setzt rockige Akzente. David T. Little hat für seine Oper «Dog Days» Musik wie für den Soundtrack eines Hollywood-Films geschrieben. Bei der Europapremiere in Bielefeld gibt es dafür viel Applaus.

Zwischen Realität und Wunschvorstellung - Puccinis „Tosca“ im Theater Bielefeld

Sebastian Bauer, Jahrgang 1981, ist von Hause aus Cellist und Musikpädagoge, der sich aber während seiner Zeit als freischaffender Musiker und Musiklehrer mit Musikwissenschaft und Philosophie beschäftigt hat, schließlich an der Uni Bayreuth seinen Masterstudiengang „Musik und Performance“ abschloss. Bis zum letzten Jahr arbeitete er als Abendspielleiter und Regieassistent am Nationaltheater Mannheim unter anderem zusammen mit Achim Freyer an dessen Wagner-„Ring“. Und mit Francis Poulencs „La Voix humaine“ trat er dort erstmalig als Regisseur in Erscheinung. Nun ist Bauer zu Gast am Theater Bielefeld, wo er sich zu Giacomo Puccinis „Tosca“ Gedanken gemacht hat.

Jeanne d’Arc und die Résistance: Eine Ahnung von Verdi am Theater Bielefeld

Sechs Opern hatte Verdi bereits komponiert, als im Februar 1845 in Mailand „Giovanna d’Arco“ uraufgeführt wurde – Verdis erste Schiller-Oper, der noch drei weitere folgen sollten. Auf den Opernspielplänen war dieses Werk in den letzten Jahrzehnten höchst selten einmal zu finden, in konzertanter Version wurde es jüngst bei den Salzburger Festspielen gefeiert. Nun versucht Regisseurin Sabine Hartmannshenn es im Theater Bielefeld szenisch wiederzubeleben.

Musiktheater-Nachwuchs jagt in Bielefeld «Orlando» durch die Zeiten

06.06.13 (dpa) -
Bielefeld - Das einzig Beständige an diesem Stück ist die Veränderung: 14 Nachwuchskünstler des internationalen Musiktheaters inszenieren in Bielefeld unter dem Titel «Orlando» eine Reise quer durch die europäische Kulturgeschichte und darüber hinaus bis ins dritte Jahrtausend. Das Stück sei wie eine Achterbahnfahrt in zwei Stunden, hieß es bei der Vorstellung des Projekts am Mittwoch. Am 15. Juni hat das Werk Uraufführung.
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