Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Ultraschall«

Kieksen, Brummen, Keuchen, Schnalzen

07.03.17 (Isabel Herzfeld) -
Es ist Zeit, die Stimme zu erheben. Natürlich hat es sie immer gegeben, als Bestandteil alter wie neuer Musik, man denke nur an die unendlichen Spielarten des Musiktheaters. Doch die Stimme in den Fokus eines Festivals zu stellen heißt, nach Ursprüngen zu fragen, nach Sinnlichkeit und Körperlichkeit, Persönlichkeit und Konkretion. Gerade in der Nachkriegsavantgarde war das nicht unbedingt angesagt, die mit der Abstraktheit des Tons der Traditionsbelastung ihres Materials entgegenwirken wollte. Sie entwickelte zudem eine ins­trumentale Virtuosität, die über die Grenzen des jeweiligen Instruments hinausstrebte, sogar seine Zerstörung einbezog – der Stimme, so schien es, waren solche Extrempositionen nicht zugänglich. Mehr als jede andere Klangquelle schien sie der Tradition verhaftet, noch dazu an verstaubte Texte gekettet. Sie zu befreien war schon eine ganz besondere Tat, die zunächst der elektronischen Verfremdung gelang. Dieter Schnebel wurde dann in den Siebziger Jahren zum Pionier der experimentellen Stimmbehandlung.

Musikfestival Ultraschall widmet sich der menschlichen Stimme

12.01.17 (dpa) -
Berlin - Ultraschall, das Festival für neue Musik, widmet sich in diesem Jahr den Ausdruckmöglichkeiten der menschlichen Stimme. Vom 18. bis 22. Januar präsentieren die beiden Sender Deutschlandradio Kultur und RBB-Kulturradio 14 Konzerte mit zahlreichen Ur- und Erstaufführungen.

Der Gorilla brät Eier für’s Baby

02.02.16 (Barbara Eckle) -
Nicht ein Thema bildete den Fokus der diesjährigen Ausgabe des Berliner Festivals Ultraschall, sondern eben kein Thema, also Freiheit plus – oder anders gesagt: das Übliche.

«Ultraschall Berlin» - Festival für Neue Musik

18.01.16 (dpa) -
Berlin - Das Festival «Ultraschall Berlin» will diese Woche wieder einen Überblick über Entwicklungen der Gegenwartsmusik geben. Vom 20. bis 24. Januar stehen zwölf Konzerte mit insgesamt 15 Uraufführungen auf dem Programm. Veranstalter sind das Kulturradio vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und Deutschlandradio Kultur.

Alte und neue rote Fäden

04.02.15 (Isabel Herzfeld) -
Es scheint, als könnten Beschränkungen dem Berliner Ultraschall-Festival nichts anhaben. Auch in seiner neuen, auf fünf Tage eingedampften Form fanden kaum weniger Konzerte statt als früher im doppelten Zeitraum. Auch ihrem Konzept sind die Macher Rainer Pöllmann von Deutschlandradio Kultur und Andreas Göbel vom Kulturradio des rbb treu geblieben: der konsequenten Wiederaufführung als notwendiger Ergänzung des reinen Uraufführungs-Festivals, die das ehemals Brandneue, Spektakuläre, vielleicht sogar Skandalöse oder einfach nur beifällig Aufgenommene in Konfrontation mit der aktuellen Produktion erneut auf den Prüfstand stellt.

In allem steckt ein „Duo“

04.02.14 (Isabel Herzfeld) -
Auf den ersten Blick scheint das Ultraschall-Festival Federn gelassen zu haben, und doch kann der erste Jahrgang im neuen „Design“ und unter teils neuer Leitung als rundum positiv gewertet werden. Mit Andreas Göbel hat der rbb (Rundfunk Berlin-Brandenburg) endlich wieder einen regulären Redakteur für Neue Musik, der mit Rainer Pöllmann vom Deutschlandradio Kultur nahtlos, doch durchaus aktiv – etwa in Pausengesprächen mit Künstlern und Komponisten oder im unermüdlich angepriesenen „Blog“ der neuen Website – zusammenarbeitete. Die Strategie der „zwei Handschriften“, mit der sich Pöllmann und Göbels Vorgängererin Margarete Zander bisher teils befruchtend, gelegentlich auch störend gegenseitig profilierten, ist bei der Reduzierung des Festivals von zehn auf fünf Tage, ergänzt durch einen „Prolog“ und einen „Epilog“, nicht mehr durchführbar. Unter dem neuen Titel „Ultraschall Berlin“ sollen durch diese Reduktion und Konzentration mehr auswärtige Besucher angezogen werden. Bei gleichbleibendem Budget können so etwas entspannter durchaus noch die alten Schwerpunkte bearbeitet werden – obwohl das diesjährige Thema „Duo“ zunächst den erschrockenen Stoßseufzer hervorlockte: „Oh Gott, die Sender haben kein Geld mehr!“

Das absolute Jetzt – Eröffnungskonzert von Ultraschall mit Werken von Holliger, Carter, Widmann und Huber

24.01.14 (Barbara Eckle) -
Janus war der Gott des Anfangs und des Endes, der Türen, Schwellen und Scharniere. Im Zeichen des doppelten Gesichts stand das Eröffnungskonzert der diesjährigen, neuerdings zu fünf Tagen komprimierten Ausgabe des Festivals Ultraschall von Deutschlandradio Kultur und Radio Berlin Brandenburg. Die „usual suspects“ unter den Komponisten-Interpreten Heinz Holliger und Jörg Widmann sollten da natürlich nicht fehlen.

Im Zeichen der deutsch-französischen Beziehungen

01.03.13 (Barbara Eckle) -
Brüderschaft und Verbrüderung stehen in der Kultur schon lange hoch im Trend und werden gerne – besonders bei aktuellem Anlass – als musikdramaturgische Rahmenstifter bemüht. Leicht kann dabei auch der Eindruck entstehen, man verspreche sich daraus eine Form von notwendiger Rechtfertigung der Musik, ein Attestat ihrer Relevanz, die eigentlich selbstverständlich ist – oder zumindest sein sollte; denn was ist die Bedeutung eines bestimmten Werks innerhalb und was außerhalb eines solchen dramaturgischen Kontextes? Diese Frage taucht immer wieder auf beim Gang durch die diesjährige Ausgabe des Festivals Ultraschall, das seinen Hauptschwerpunkt anlässlich des vor genau 50 Jahren geschlossenen Elysée-Vertrags ins Zeichen der deutsch-französischen Beziehung gestellt hat.

Festival Ultraschall widmet sich dem musikalischen Verhältnis Deutschland-Frankreich

18.01.13 (PM) -
Am 22. Januar 2013 jährt sich zum 50. Mal die Unterzeichnung des Elysée-Vertrags zwischen Frankreich und Deutschland. Der Vertrag steht für die gelungene Aussöhnung zwischen den beiden Ländern - nach jahrzehntelanger Feindschaft, Krieg und Besatzung. Das Festival Ultraschall, veranstaltet von Deutschlandradio Kultur und dem kulturradio vom rbb, nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, sich dem musikalischen Verhältnis der beiden Länder zu widmen.

Drama, Pathos, Grenzüberschreitung

07.03.12 (Isabel Herzfeld) -
Wer von einem Festival für Neue Musik das nie Gehörte, zukünftige Richtungen Anzeigende erwartet, dürfte von der diesjährigen Ultraschall-Ausgabe mehr als je zuvor irritiert gewesen sein. Zwar ging es den Programmmachern von Deutschlandradio Kultur und Kulturradio im rbb stets darum, die „Klassiker“ verschiedener Avantgarden in neue Zusammenhänge zu stellen, neu zu beleuchten und mit hochkarätigen Interpreten Maßstäbe einer dringend notwendigen Aufführungstradition zu schaffen. Denn die nur einmal gehörte Uraufführung nützt niemandem, nicht dem Publikum, das sich der schwierigen Moderne weiter verschließt respektive sich das unmittelbar Eingängige herauspickt, und den Komponisten schon gar nicht. In diesem Jahr allerdings ging es bei Ultraschall „historisch“ wie noch nie zu, wobei die eigentliche Überraschung darin bestand, wie viel Unbekanntes hier zutage gefördert werden und zu neuen Lesarten des vermeintlich Bekannten führen konnte.
Inhalt abgleichen