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Alle Artikel kategorisiert unter »Wioletta Hebrowska«

Vom Zauber der Liebe und der Schönheit – Sciarrinos „Luci mie traditrici“ in Lübeck

19.03.18 (Arndt Voß) -
Eine Oper im herkömmlichen Sinn ist Salvatore Sciarrinos „Luci mie traditrici“ nicht, obwohl so bezeichnet. Das macht Opernregisseurin Sandra Leupold auch unmissverständlich in der Art deutlich, wie sie am Theater Lübeck das Werk inszenierte (Premiere: 16. März 2018). Dort hatte sie bereits 2013 mit dem „Don Carlo“ den renommierten Faust-Preis gewonnen und 2016 „Così fan tutte“ erarbeitet. Nun folgte die kaum 20 Jahre alte Komposition in dem Theater, in dem seit langem das Experiment „ausgespart“ blieb, im zweifachen Sinne des Wortes. Umso größer ist das Verdienst, das Ungewöhnliche zu wagen.

Psychogramm einer Kuppelschau – „Der Fliegende Holländer“ in Lübeck

13.06.17 (Arndt Voß) -
Um das Spannende vorwegzunehmen, die Frage nach dem, ob Senta springt oder nicht, sei verraten, sie tut es nicht. Wohin auch. Das Theater Lübeck wartet zwar mit Richard Wagners beliebtem Seestück auf, mit dem „Fliegenden Holländer“, der letzten Produktion dieser Spielzeit. Aber von aufbrausendem Meer kann nicht die Rede sein. Und in einer Badewanne kann man nur schwer Erlösung finden.

Händels „Ariodante“ als barockes Psychodrama am Theater Lübeck

03.05.17 (Arndt Voß) -
Dem Theater Lübeck ist mit Georg Friedrich Händels „Ariodante“ eine packende Inszenierung gelungen, beachtlich für ein Theater, das finanziell zu kämpfen hat und dennoch sein Publikum außergewöhnlich begeistert. Es ist ein Haus, das sich nicht leisten kann, nur die historische Aufführungspraxis zu bedienen. Es muss seine Zuschauer auf breiterer Basis locken.

Tragische Liebe im mafiosen Milieu - Bellinis „Romeo und Julia“ in Lübeck

12.04.16 (Arndt Voß) -
Arndt Voß besuchte die „Romeo und Julia“-Premiere am Theater Lübeck. Vincenzo Bellinis selten inszenierte Oper wurde wirksam auf die Bühne gebracht. Mit dabei: Die Portion Kitsch am Ende. Belcanto und Belvideo …, ein großer Opernabend.

Im Labyrinth der Sünde –Dmitri Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ in Lübeck

06.03.16 (Joachim Lange) -
Es gibt nur wenige Opern des zwanzigsten Jahrhunderts, bei denen die Aufführungsgeschichte den Plot und die Musik an Spannung und Potenzial für die Zeitdiagnose so übertrifft, wie es bei Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ der Fall ist.

Berlioz‘ „La Damnation de Faust“: Ein großes Finale im Zorn – Anthony Pilavachi mag nicht mehr in Lübeck inszenieren

19.01.15 (Arndt Voß) -
Es ist schon ein starkes Zeichen, wenn ein Regisseur den grandiosen Premierenbeifall, bei dem auch seine Leistung auffallend kräftig gewürdigt wird, unterbricht und ruhig, ja lächelnd verkündet, er werde weiterhin nicht an diesem Hause inszenieren. So geschah es in Lübeck am 16. Januar durch Anthony Pilavachi. Zuvor hatte er Hector Berlioz‘ „La Damnation de Faust“ fulminant abgeliefert, seine 18. Inszenierung in dem Jugendstil-Haus, umso verwirrender seine sehr allgemein artikulierte Unzufriedenheit, überraschend für das Publikum, möglicherweise auch für viele Mitarbeiter des Theaters. Zumindest brachte die Leitung des Theaters weder spontan, noch bei der Premierenfeier eine Antwort zustande. Nachfragen bestätigten nur, dass es wie häufiger schon Spannungen gegeben haben soll, die wohl keine Ausnahme im Probenprozess der immer komplexen Opernarbeit sind. Über das, was wirklich vorgefallen war, schwieg man.

Der Traum vom Glück als großes, komödiantisches Theater – Rossinis „La Cenerentola“ in Lübeck

02.06.14 (Arndt Voß) -
In Lübecks Theater ist Rossinis „La Cenerentola“ in einer Inszenierung voller Spielwitz und musikalischer Finesse zu bewundern (Premiere am 30.Mai). In der Amtszeit von Roman Brogli-Sacher herrschten Wagner, Verdi und Strauss vor, kulminierend in einem Aufsehen erregenden „Ring“, dessen Videoeinspielung 2012 immerhin mit dem Echo belohnt wurde. Jetzt setzen seit einem Jahr Katharina Kost-Tolmein als Operndirektorin und Ryusuke Numajiri als GMD neue Akzente.
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