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Alle Artikel kategorisiert unter »Yves Saelens«

Brutalismus aus US-Sicht – Frankfurts „Tamerlano“ kann nur gesanglich beeindrucken

10.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Innovation kommt ja oft „von außen“. In der Theatergeschichte finden sich zahlreiche Beispiele, wie die Off-Szene in die etablierten Häuser hineingewirkt hat und oft sogar selber zum Main-Stream wurde. Frankfurts Oper holte nun aus New York einen Händel-Fan, der in Kunstgalerien, Hallen und Festivals inszeniert hat und aufgefallen war. Auch unser Kritiker Wolf-Dieter Peter hoffte auf neue Händel-Aspekte.

Achtung Aufnahme! – Oper Leipzig mit Alban Bergs „Lulu“

17.06.18 (Joachim Lange) -
„Lulu“ ist ein Schlüsselwerk der Moderne. Als Alban Berg 1935 starb hinterließ er seine letzte Oper nach Frank Wedekinds Dramen „Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“ als Fragment. Friedrich Cerha hat die Oper über die Frau, deren Männer ihr zum Opfer fallen und die am Ende von Jack the Ripper selbst umgebracht wird, 1979 vollendet. Meistens wird sie heute in dieser nachträglich komplettierten Fassung gespielt. In Stein gemeißelt ist das dennoch nicht. Ab und an versucht sich ein Komponist neu am so reizvollen wie undankbaren Ergänzungswerk.

Suggestiv, mäandernd – Toshiro Mayuzumis Oper „Der Tempelbrand“ in Straßburg

23.03.18 (Georg Rudiger) -
Ein junger, psychisch labiler Mönch kann die Schönheit eines goldenen Buddha-Tempels nicht ertragen. Der überirdische Glanz wirkt für ihn wie ein hämischer Kommentar zu den Trümmern seines Lebens – gegenüber seinen eigenen Verletzungen, die er aufgrund seiner Behinderung immer wieder erfahren hat, aber auch gegenüber den Problemen in der japanischen Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb zündet er im Jahr 1950 den Kinkakuij-Tempel in Kyoto an. Der japanische Schriftsteller Yukio Mishima hat für seinen Roman „Kinkakuji“ (1956) die wahre Geschichte poetisch verarbeitet; der Komponist Toshiro Mayuzumi nahm sie zur Vorlage seiner Oper „Der Tempelbrand“, die 1976 an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt wurde.
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