„Musikalische Kaffeestunde“

Ein Konzert des DTKV, gestaltet von erwachsenen Laienmusikern im „Musikstudio und Galerie Gabriele Paqué“


(nmz) -
Am 6. Mai 2017 fand auf Wunsch vieler Lehrer und Schüler ein Konzert des DTKV im Musikstudio und Galerie Gabriele Paqué statt, bei dem diesmal im Fokus die Erwachsenen Schülerinnen von Christine Wasgindt (Violine), Helene Schütz (Harfe), Julia Eichler (Querflöte) und Gabriele Paqué (Klavier) im Mittelpunkt standen.
Ein Artikel von Gabriele Paqué

Wichtig ist festzuhalten, dass es sich hier nicht um professionelle Musiker handelte, sondern um Menschen, die noch mitten im Berufsleben stehen oder sich bereits im Rentenalter befinden und nun das Musizieren erlernen und erleben. Immer wieder ist es erstaunlich, mit welcher Hingabe und zeitlichem Einsatz Erwachsene der Musik in ihrem Leben Platz einräumen und keine Kosten und Mühen scheuen, sich ihrem „Musikerleben“ ganz zu widmen.

Oft handelt es sich dabei um Wiedereinsteiger, die nach 20-jähriger Pause oder länger ihr als Kind gelerntes Instrument wieder in die „Hand“ nehmen und mit viel Engagement und viel Spielfreude alleine oder im Ensemble musizieren.  Dank der verschiedenen Instrumente gestaltete sich das Programm als außerordentlich vielfältig, wobei das musikalische Niveau stets im Vordergrund stand. Sich dem öffentlichen Publikum zu stellen, ist eine Herausforderung, die wirklich sehr viel Mut erfordert.

Christiane Sevegnani, Violine, von Gotthard Kladetzky am Klavier begleitet, spielten eine Sonatine von Antonin Dvorak,  Anne Schaede, Klavier, spielte zusammen mit Gabriele Paqué eine Sonatine von Anton Diabelli zu vier Händen, Katrin Mahnig an der Harfe spielte einige für die Harfe bearbeitete Werke und Nadine Zenzes,  Anja Zern, Querflöte mit Daniela Malan, Bassquerflöte, spielten von Josef Haydn ein Londoner Trio. Meine Kolleginnen und ich sind wirklich sehr glücklich über dieses großartige musikalische Erlebnis! Denn auch wenn die Technik nicht dementsprechend makellos ist wie die eines Berufsmusikers, so ist es doch für alle Menschen gleich, musikalisch schön zu spielen. Gleich und gleich schwer! Auch für diejenigen, die sich eventuell vorstellen können, doch noch einmal mit dem Erlernen eines Instrumentes zu beginnen, war diese Veranstaltung wirklich gut geeignet.

Nicht nur konnte man hören und sehen, dass sich die Instrumente sowohl solo als auch in der Gruppe spielen lassen, wobei beides auf seine Art sehr ansprechend ist. Hervorzuheben ist dabei besonders die große Spielfreude, die alle Musiker gemeinsam hatten! Während man vielleicht als Kind „schon wieder“ die Geige in die Hand nahm und üben musste, ist es heute genau umgekehrt. Das wunderbare musikalische Ergebnis wurde dementsprechend vom Publikum mit großer Freude aufgenommen!

Auch die anschließenden Interviews, die nach jedem Vorspiel mit den Schülerinnen geführt wurden, gestalteten sich als sehr aufschlussreich und interessant, da hier nun die Fragen gestellt wurden, die sich wohl jeder Interessierte schon mindestens einmal selbst gestellt hat.

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