Wie sichtbar seid ihr?

Welche Möglichkeiten das Internet für Musikschulen bietet


(nmz) -
Das Internet und insbesondere die sozialen Netzwerke werden gern und oft zu Unrecht als Zeiträuber verurteilt, die unsere Gesellschaft, allen voran unsere Kinder, unbeweglich und faul machen. Dabei bieten beispielsweise Social-Media-Aktivitäten aber auch die Musikschulhomepage vielseitige Chancen, die (Online-)Musikschulfamilie zu stärken und daraus im besten Fall einen direkten Mehrwert zu erhalten.
Ein Artikel von VBSM

Kommunikation findet zwischen Menschen statt, das soll nicht in Frage gestellt werden. Aber auch mit Menschen kann nur dann eine gewinnbringende Kommunikation stattfinden, wenn miteinander gesprochen wird und nicht nur über sich selbst als Mittel der Selbstdarstellung. Das gleiche gilt auch online: wenn jemand auf Facebook, Instagram, Twitter & Co. im Minutentakt und mit der großen Gießkanne agiert, führt dies selten zu Interaktion mit anderen. Einen Vorteil haben die sozialen Medien gegenüber der direkten, persönlichen Kommunikation: die Störenfriede kann man abschalten. Gleichzeitig ist dies auch das eigene Risiko: von anderen selbst stummgeschaltet zu werden. Um das zu vermeiden, sollten sämtliche Online-Kanäle, auch die Website sowie der Newsletter einer Musikschule, aufeinander abgestimmt sein, um passgenaue Inhalte zum richtigen Zeitpunkt und an jedem Ort bereitzuhalten. Die bloße Reichweite wird hierbei zum zweitrangigen Ziel. Interaktion heißt der Schlüssel zu Sichtbarkeit und Erfolg. Essentiell sind dafür die Qualität und der Informationsgehalt der Inhalte.

Der erste Schritt vorab sollte in diesem Zusammenhang sein, ein Ziel zu formulieren. Dabei gilt, je genauer das „große Ganze“, das allgemeine Musikschulziel, definiert ist, um so passender lassen sich daraus Zwischenziele ableiten – und umso genauer kann man am Ende einer jeden Aktion deren Erfolg messen. Wenn beispielsweise ein ausverkauftes Sommerkonzert ein Zwischenziel einer Musikschule ist, können entsprechende Marketingaktivitäten – klassisch und online – gestartet werden, deren Erfolg am Ende messbar ist. Zusätzlich lässt sich sogar auswerten, über welche Kanäle die Zuschauer von dem Konzert erfahren haben. Dies könnte zum Beispiel über verschiedene Codes funktionieren, die bei der Bestellung von Eintrittskarten hinterlegt werden und dann als hilfreiche Hinweise für künftige Kommunikationsmaßnahmen für Konzerte verwendet werden können.

Zielgruppen einer Musikschule können die Schüler*innen, die Eltern, Bewohner*innen und Besucher*innen einer Region, Vertreter*innen der kommunalen Einrichtungen und viele andere mehr sein. Diese Beispiele haben bereits innerhalb jeder Gruppe bestimmte Eigenschaften. Es lassen sich jeweils weitere kleinere Untergruppen bilden – bis hin zur einzelnen Persönlichkeit mit all ihren persönlichen Eigenheiten, Vorstellungen und Wünschen. Je genauer hier differenziert wird, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die gewünschten Personen tatsächlich angesprochen fühlen und auf die gesendete Botschaft reagieren. Reaktionen, auch Interaktionen genannt, sorgen wiederum – nicht nur im Online-Netzwerk – dafür, dass die Hinweise zum Sommerkonzert von den Lesenden sowie den Social-Media-Providern als wertvoll eingestuft werden: man spricht darüber, tauscht sich aus, verabredet sich und verbreitet so die Informationen. Auch „Sorgenkind-Instrumente“ oder neue Instrumente einer Musikschule können über diese Kanäle verbreitet werden und führen – gemeinsam beispielsweise mit Vorstellungen im Rahmen von Konzerten oder am Tag der offenen Tür – möglicherweise zu zusätzlichen und „ungeplanten“ Interessenten oder sogar Schülern.

Heutzutage kann sich alles – vor allem im Hinblick auf Entwicklungen im digitalen Bereich – innerhalb weniger Minuten ändern. Immer wenn ein Netzwerk erstellt wird oder Neuerungen vorgestellt werden, neigen die Menschen dazu, dies bzw. diese zu testen, mehr/anders zu nutzen oder sogar die bestehenden Informations- und Interaktionskanäle durch neue zu ersetzen. Die Bedeutung sozialer Netzwerke wird auch in Zukunft auf hohem Niveau bleiben und kann den Musikschulen viele Möglichkeiten bieten, entsprechende Ziele zu erreichen. In vielen Fällen fehlt es jedoch an den nötigen örtlichen Ressourcen, soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook oder Instagram sinnvoll und gewinnbringend zu bespielen. Deshalb kann die eigene Website das bedeutendste Online-Instrument für Musikschulen sein. Mit einem aussagekräftigen Design und überzeugenden, aktuellen Inhalten, mit intelligenten Verlinkungen, passenden Suchbegriffen und sinnvollen Möglichkeiten, direkt online zu interagieren – Online-Anmeldung, Newsletter-Bestellung, Kommentarfunktion u.v.a.m. – kann erreicht werden, dass die Internet-Präsenz schnell bei Suchmaschinenanfragen gefunden und die Musikschule auch im World WideWeb sichtbar wird. 

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