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Alle Artikel kategorisiert unter »Albrecht Dümling«

Auf der Suche nach dem Utopischen: zur Berliner Maerzmusik 2010

30.03.10 (Albrecht Dümling) -
Nach dem Zusammenbruch des realen Sozialismus ist in der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus Pragmatismus gefragt. Visionen haben es schwer. Wieweit sie noch in der Kunst weiterexistieren fragte die diesjährige Maerzmusik, das Festival für aktuelle Musik Berlin, unter dem dialektischen Motto „Utopie [verloren]“. Matthias Osterwold, der künstlerische Leiter, hatte dazu Kompositionen und Produktionen ausgewählt, in welchen politische, technische, spielpraktische und rein musikalische Momente des Utopischen anklingen.

Aufarbeitung einer traumatischen Beziehung

29.03.10 (Albrecht Dümling) -
Schönbergs „Erwartung“, Bergs „Lyrische Suite“, Zemlinskys „Zwerg“ – die­se Werke sind autobiographische Dokumente ihrer Schöpfer. Ernst Kreneks Oper „Orpheus und Eurydike“ ist ebenfalls ein Schlüsselwerk, nicht aber für den Komponisten, sondern für den Textautor Oskar Kokoschka, der hier seine leidenschaftliche Affäre mit Alma Mahler verarbeitete. Diese war nach dem Tod Gustav Mahlers, der ihr Enthaltsamkeit auferlegte, zur männerverschlingenden Furie geworden.

Aufarbeitung einer traumatischen Beziehung: Kreneks „Orpheus und Eurydike“ im Konzerthaus Berlin

08.02.10 (Albrecht Dümling) -
Schönbergs „Erwartung“, Bergs „Lyrische Suite“, Zemlinskys „Zwerg“ – diese Werke sind autobiographische Dokumente ihrer Schöpfer. Ernst Kreneks Oper „Orpheus und Eurydike“ ist ebenfalls ein Schlüsselwerk, nicht aber für den Komponisten, sondern für den Textautor Oskar Kokoschka, der hier seine leidenschaftliche Affäre mit Alma Mahler verarbeitete. Diese war nach dem Tod Gustav Mahlers, der ihr Enthaltsamkeit auferlegte, zur männerverschlingenden Furie geworden.

Raumfahrt und Atombombe: Musik zur Zeit der Extreme

04.11.09 (Albrecht Dümling) -
Nicht weniger als eine Bilanz des 20. Jahrhunderts hatte sich das diesjährige Musikfest Berlin zum Ziel gesetzt. Festivalleiter Winrich Hopp ließ sich zu seinem anspruchsvollen Konzept durch den Sozialhistoriker Eric Hobsbawm anregen, der dieses Centennium als ein Zeitalter der Extreme charakterisierte, als eine Epoche der Konflikte, Kriege und Katastrophen. Auch die Tonkunst, die viele Musikfreunde als eine separate Gegenwelt sehen wollen, blieb davon nicht unberührt.

Grenzüberschreitungen zwischen Sinfonik und Jazz

06.10.09 (Albrecht Dümling) -
In jedem Jahr eröffnet eine neukomponierte Hymne die Konzerte des Festivals Young Euro Classic. Die Hymne dieses Sommers wirkte verhaltener und weniger triumphal als ihre Vorgängerinnen. Weil der mit dieser Aufgabe betraute Manfred Trojahn dem Hymnischen prinzipiell skeptisch gegenübersteht, entschied er sich – inspiriert durch das Rilke-Gedicht „Abendstraßen“ – für lyrische Innerlichkeit von gesanglichem Charakter.

Offen für Einflüsse aus Popularmusik und Jazz: Young Euro Classic 2009

27.08.09 (Albrecht Dümling) -
Ausgerechnet im zehnten Jahr gab es Probleme bei dem zum großen Teil privat finanzierten Berliner Festival Young Euro Classic. Wegen der Wirtschaftskrise waren einige Sponsoren abgesprungen. Aber das Leitungsteam um Gabriele Minz ließ sich nicht einschüchtern und startete eine Spendenkampagne „2000 mal 30“, die schließlich zum Erfolg führte. Wie geplant konnten insgesamt 20 Veranstaltungen durchgeführt werden, zu denen trotz des leicht angehobenen Eintrittspreises 22.500 Besucher ins Konzerthaus am Gendarmenmarkt strömten.

Mittel kultureller Integration

01.06.09 (Albrecht Dümling) -
Jizchak Avni: Von Prag nach Jerusalem. Ein Bericht über mein Leben und Wirken, hrsg. v. Johannes Ahlmeyer. ConBrio Verlagsgesellschaft, Regensburg 2009 (neue wege/nove cesty. Schriftenreihe des Sudetendeutschen Musikinstituts, Bd. 1), 158 S., Abb., Noten, € 14,80, ISBN 978-3-940768-03-2

Sympathisches Patchwork für Nonkonformisten

04.05.09 (Albrecht Dümling) -
„Narrenfreiheit bis zur Selbstvernichtung.“ So urteilte die DDR-Zeitschrift Musik und Gesellschaft über das Klavierkonzert, das John Cage 1958 in Köln vorführte. Ganz anders, nämlich als Epochenzäsur empfand Heinz-Klaus Metzger das damalige Auftreten des Amerikaners bei den Darmstädter Ferienkursen, die bis dahin vom Serialismus beherrscht waren. Für Dieter Schnebel war Cage der „Katalysator eines Befreiungsprozesses“. Bei der Eröffnung der diesjährigen MaerzMusik erinnerte er an seine Darmstadt-Besuche und an den starken Eindruck, den Cage dort bei ihm hinterließ. Schnebels eigene Werke legen Zeugnis davon ab und auch in seinem Unterricht an der Berliner Universität der Künste ließ sich dieser Einfluss spüren.

Vier Komponisten suchten für das Ensemble Modern die „Essenz“ von Johannesburg

06.04.09 (Albrecht Dümling) -
Hinein, mitten hinein „into Johannesburg“. Nach der kompositorischen Annäherung an Istanbul war nun die südafrikanische Riesenstadt an der Reihe. Wieder unterstützte das Goethe-Institut dieses gemeinsame Projekt des Ensemble Modern mit dem Siemens Arts Program. Es half vier Komponisten bei der Aufgabe, bei einmonatigen Arbeitsaufenthalten die „Essenz“ dieser Stadt klanglich einzufangen.

Die Maerzmusik 2009 präsentierte „Altes“ und Neues aus Ost und West

30.03.09 (Albrecht Dümling) -
Das Motto „Reduktion – Struktur – Dekonstruktion“ der diesjährigen Maerzmusik wirkt trocken und abstrakt. Aber Matthias Osterwold, der Künstlerische Leiter dieses Berliner Festivals für aktuelle Musik, schlug damit eine Brücke zwischen West und Ost, zwischen der „alten“ Avantgarde der USA und jungen Komponisten aus Russland und angrenzenden Staaten.
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