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„Das Wichtigste ist für mich das Suchen“

Der Amerikaner Mark Barden gehört derzeit zu den aufstrebenden Komponisten der jungen Generation. Mit dem Komponistenpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung bedacht, setzt er sich mit aktuellen Themen der Zeit auseinander. Derzeit entwickelt er mit anderen Mitwirkenden für die Jubiläumssaison des Konzerthauses Berlin eine interaktive Virtual-Reality-Komposition in Zusammenarbeit mit dem Bildenden Künstler Julian Bonequi. Ab dem Wintersemester 2020/21 hat Mark Barden einen Ruf als Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Detmold angenommen.

Ausbildung, Fortbildung, kollegialer Austausch

Klausuren korrigieren, Unterricht vorbereiten, Lehrerkonferenzen. Der Musiklehrerberuf sieht neben dem tatsächlichen Unterricht eine Vielzahl weiterer Tätigkeiten vor. „Das macht es schwierig, sich nebenbei erhellende Anregungen zu verschaffen und den Blick aus der Sackgasse zu befreien“, bemängelt Prof. Dr. Ortwin Nimczik. Praktische Angebote zur Lehrerfortbildung seien auch von politischer Seite nicht vorhanden. Grund genug, um selbst die Initiative zu ergreifen. In Kooperation mit dem Bundesverband Musikunterricht NRW gab die HfM Detmold Anfang Februar motivierten Lehrerinnen und Lehrern die Chance, im Rahmen des 1. Musikpädagogischen Tages aus ihrem Trott herauszukommen. Das Angebot galt ebenso auch den Bachelor-Studierenden der Hochschule, Musik-Referendaren sowie weiteren Akteuren aus dem Berufsfeld Musikunterricht der Region.

Einzigartiges Zeugnis Detmolder Klangkunst

Vor zwei Jahren zog die konzertante Klanginstallation „What you hear is what you hear“ des Gitarristen und Detmolder Hochschuldozenten Kim Efert zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer in Detmold und Bielefeld in ihren Bann. Anfang des Jahres brachte die Hochschule das Werk auf CD heraus. Hierbei wurde ein spezielles Aufnahmeverfahren angewendet, das die einzigartige Atmosphäre des Konzertes für Kopfhörersystem adaptierte. Ein Gespräch mit dem Komponisten Kim Efert, Big Band-Leiter Shawn Grocott und Tonmeisterstudent Leonard Loock über das Projekt.

Digitale Werkzeuge für musikalische Praxis

Die Hochschule für Musik Detmold hat in vielen künstlerisch-technischen Bereichen Geschichte geschrieben. Sie beheimatet ein weltweit bekanntes Tonmeisterinstitut und verfügt als einzige deutsche Hochschule über eine Wellenfeldsynthese-Anlage im Konzerthaus. Seit ihrer Gründung ist die Hochschule ein Ort moderner Errungenschaften, gerade heute, wenn es um wissenschaftlich-technische Entwicklungen rund um Musik und Digitalisierung geht. Hier geben seit über drei Jahren zwei Zentren den Takt an. Gegründet wurden sie unmittelbar hintereinander: Im Jahr 2013 das Zentrum für Musik und Filminformatik (ZeMFI), ein Jahr später das Zentrum Musik | Edition | Medien (ZenMEM). Es folgt ein Überblick über Entstehungsgeschichte, Forschungsbereiche und Zusammenhänge.

Suchen und Ausprobieren

Das Detmolder Jungstudierenden-Institut (DJI) bildet eine zentrale Säule der Nachwuchsförderung an der Hochschule für Musik Detmold und strebt mehr an als musikalische Höchstleistungen im Jugendalter. Es legt Wert auf Sozialkompetenz und musikalische Allgemeinbildung der derzeit 21 Jungstudierenden im Alter von 12 bis 19 Jahren, die zum großen Teil aus der Region stammen, teilweise aber auch von außerhalb kommen. Dazu bezieht es Eltern und Schule in Fragen rund um die Ausbildung mit ein. In diesem Jahr blickt das Institut auf zehn Jahre Erfolgsgeschichte zurück. Zeit für eine erste Zwischenbilanz.

Ein sinnvolles Geben und Nehmen

Haftet dem Musiklehrerberuf heutzutage ein verstaubtes Image an? Diese Frage treibt viele Musikhochschulen um, wenn sie auf die stagnierenden Bewerberzahlen ihres Studiengangs „Lehramt Musik“ blicken. Prof. Dr. Ortwin Nimczik, Professor für Musikpädagogik und Studiengangsleiter an der Hochschule für Musik Detmold weiß um diese Problematik und macht auch in Bezug auf seine eigene Hochschule eine Bestandsaufnahme.

Werkzeuge an die Hand bekommen

02.06.17 (Anne Kohler) -
Zum Wintersemester 2017/18 richten Professorin Anne Kohler (Chor- und Orchesterleitung) und Professor Florian Ludwig (Orchesterleitung) den neuen Masterstudiengang „Dirigieren“ an der HfM Detmold ein. Das Besondere an dem Studiengang ist die Vielzahl an praktischen Übungs- und Konzertmöglichkeiten mit Chor und Orchester und eine individuelle Schwerpunktsetzung durch die Wahl zusätzlicher Projekte. Opernvorstellungen, Oratorienaufführungen, Kinderkonzerte oder Jazzchorprojekte — Studierende können die breite Vielfalt musikalischer Angebote nutzen und vertiefen in der möglichst selbstständigen Arbeit ihre im Unterricht erworbenen Fähigkeiten. Friedrich von Plettenberg sprach mit den beiden Studiengangsleitern über ihre Visionen.

Auf Knopfdruck bedienbar

Der Gang über die Stufen des Detmolder Konzerthauses wird von einem Hallen übertönt. Auf den ersten Eindruck schwirren diffuse Klänge umher. Sie erinnern an Kinoatmosphäre. Der Klang entfaltet sich und bekommt Raum. Wenn man genau hinschaut, sieht man ein rotes Lämpchen am linken Rand der Bühne aufleuchten. Zeichen dafür, dass die Wellenfeldsynthese-Anlage des Konzerthauses der Hochschule für Musik Detmold angeschaltet ist. Musiker befinden sich auf der Bühne. Konzentriert kommunizieren sie mit dem Tonmeister am FOH-Platz. Werkstattatmosphäre. Die rote Lampe erlischt. Der Innenraum des Konzerthauses wird in seinen Ursprungszustand zurückversetzt. All das passiert in Minutenschnelle.

Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten

Welche Bedeutung können Wettbewerbe an einer Musikhochschule haben? Man sollte hier in zwei unterschiedliche Kategorien unterscheiden: Es gibt öffentlich ausgeschriebene Wettbewerbe, denen die wichtige Rolle eines Karrieresprungbretts für die Studierenden zukommt. Solche richten sich nicht ausschließlich an Studierende der jeweiligen Hochschule, die den Wettbewerb veranstaltet, sondern bieten auch Interessenten anderer Hochschulen die Möglichkeit der Teilnahme. Selten nehmen öffentliche Wettbewerbe dabei allerdings auf das Profil der jeweiligen Hochschule Bezug, die ihren Studierenden eine ihrem Leitbild gemäße Ausbildung vermitteln möchte. Sie richten sich speziell an Musiker, die ein bestimmtes Instrument beherrschen.

Zum sinnlich vernetzten Musiklernen

Digitale Lernplattformen haben sich mittlerweile bei vielen anderen Fächern etabliert. Die Musikausbildung hat bisher die Vorteile, die sich beim Umgang mit unterschiedlichen Inhalten in jeglicher Form für sie ergeben, noch nicht ausreichend für sich umsetzen können.
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