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Zwischen Streicherakademie und Kreativinstitut

Die Entwicklung innerhalb der HfM Detmold schreitet ständig voran. Das gilt nicht nur für den künstlerischen Bereich sowie die Gestaltung von Studium und Lehre. Hinzugekommen ist seit einem Jahr ein drittes Ressort, in dem die Themen Wissenschaft und Digitalisierung gebündelt sind, auf die aktuellen Herausforderungen in angemessener Weise zu reagieren. Drei neue Prorektor*innen verstärken seit nunmehr einem Jahr das Team rund um Rektor Prof. Dr. Thomas Grosse und Kanzler Hans Bertels im Rektorat. Ein Einblick in ihre Ressorts.

Erinnerungen zum Leben erwecken

Nicht noch eine Festschrift! Um die Geschichte der Hochschule für Musik Detmold zu würdigen, wurde anlässlich des nun vollendeten Dreivierteljahrhunderts Musikstudium in Detmold keine neue Seite der Chronik aufgeschlagen, sondern eine Website programmiert. Damit stellt die Hochschule die Betrachtung der eigenen Historie um – statt einer im jeweiligen Umfeld festgeschriebenen Bewertung der vergangenen Jahrzehnte ist die neue Chronik digital. Sie kann also in Zukunft mitwachsen, ergänzt und kommentiert werden, Multimedia ermöglichen und jederzeit abrufbar sein. Dieser Ansatz steht einer Hochschule gut zu Gesicht, die seit ihrer Gründung stets offen für neue Wege ist.

Gestreamt oder gefühlt ?

Von Wohnzimmerkonzerten bis hin zu professionell gestreamten Formaten in High End-Qualität: Wer in diesen Zeiten Musik mittels Video-Streamings konsumieren möchte, sieht sich einer unüberschaubaren Menge an Möglichkeiten gegenüber. Kaum ein Veranstalter existiert, der das Format nicht auf einem YouTube-Kanal oder weiteren Social Media-Plattformen ausprobiert hat. Es gibt allerdings auch Musiker*innen, die sich dagegen entscheiden und dafür mannigfaltige Gründe anführen: Aktuelle Bezahlformate fehlen und so wird das in Corona-Zeiten zur Höchstform auflaufende Live Streaming von vielen Befürwortern gelobt und von Kritikerinnen bemängelt.

„Im Himmel werde ich hören !“

In Detmolds Planungen zum Beethovenjahr 2020 stand das Thema „Musik und Hörbeeinträchtigung“ von Anbeginn auf der Agenda. Als vor allem im Alter zunehmendes Problem vieler aktiv Musizierender stellt der Hörverlust eine Einschränkung dar, die bis zur Berufsunfähigkeit führen kann. Schlecht zu hören berührt aber darüber hinaus auch den Alltag aller Menschen, da die soziale Bedeutung des Hörens nicht zu unterschätzen ist. Betroffen sind etwa 16 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren. Hörprävention ist damit von großer gesellschaftlicher Relevanz.

„Das Wichtigste ist für mich das Suchen“

Der Amerikaner Mark Barden gehört derzeit zu den aufstrebenden Komponisten der jungen Generation. Mit dem Komponistenpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung bedacht, setzt er sich mit aktuellen Themen der Zeit auseinander. Derzeit entwickelt er mit anderen Mitwirkenden für die Jubiläumssaison des Konzerthauses Berlin eine interaktive Virtual-Reality-Komposition in Zusammenarbeit mit dem Bildenden Künstler Julian Bonequi. Ab dem Wintersemester 2020/21 hat Mark Barden einen Ruf als Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Detmold angenommen.

Ausbildung, Fortbildung, kollegialer Austausch

Klausuren korrigieren, Unterricht vorbereiten, Lehrerkonferenzen. Der Musiklehrerberuf sieht neben dem tatsächlichen Unterricht eine Vielzahl weiterer Tätigkeiten vor. „Das macht es schwierig, sich nebenbei erhellende Anregungen zu verschaffen und den Blick aus der Sackgasse zu befreien“, bemängelt Prof. Dr. Ortwin Nimczik. Praktische Angebote zur Lehrerfortbildung seien auch von politischer Seite nicht vorhanden. Grund genug, um selbst die Initiative zu ergreifen. In Kooperation mit dem Bundesverband Musikunterricht NRW gab die HfM Detmold Anfang Februar motivierten Lehrerinnen und Lehrern die Chance, im Rahmen des 1. Musikpädagogischen Tages aus ihrem Trott herauszukommen. Das Angebot galt ebenso auch den Bachelor-Studierenden der Hochschule, Musik-Referendaren sowie weiteren Akteuren aus dem Berufsfeld Musikunterricht der Region.

Einzigartiges Zeugnis Detmolder Klangkunst

Vor zwei Jahren zog die konzertante Klanginstallation „What you hear is what you hear“ des Gitarristen und Detmolder Hochschuldozenten Kim Efert zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer in Detmold und Bielefeld in ihren Bann. Anfang des Jahres brachte die Hochschule das Werk auf CD heraus. Hierbei wurde ein spezielles Aufnahmeverfahren angewendet, das die einzigartige Atmosphäre des Konzertes für Kopfhörersystem adaptierte. Ein Gespräch mit dem Komponisten Kim Efert, Big Band-Leiter Shawn Grocott und Tonmeisterstudent Leonard Loock über das Projekt.

Digitale Werkzeuge für musikalische Praxis

Die Hochschule für Musik Detmold hat in vielen künstlerisch-technischen Bereichen Geschichte geschrieben. Sie beheimatet ein weltweit bekanntes Tonmeisterinstitut und verfügt als einzige deutsche Hochschule über eine Wellenfeldsynthese-Anlage im Konzerthaus. Seit ihrer Gründung ist die Hochschule ein Ort moderner Errungenschaften, gerade heute, wenn es um wissenschaftlich-technische Entwicklungen rund um Musik und Digitalisierung geht. Hier geben seit über drei Jahren zwei Zentren den Takt an. Gegründet wurden sie unmittelbar hintereinander: Im Jahr 2013 das Zentrum für Musik und Filminformatik (ZeMFI), ein Jahr später das Zentrum Musik | Edition | Medien (ZenMEM). Es folgt ein Überblick über Entstehungsgeschichte, Forschungsbereiche und Zusammenhänge.

Suchen und Ausprobieren

Das Detmolder Jungstudierenden-Institut (DJI) bildet eine zentrale Säule der Nachwuchsförderung an der Hochschule für Musik Detmold und strebt mehr an als musikalische Höchstleistungen im Jugendalter. Es legt Wert auf Sozialkompetenz und musikalische Allgemeinbildung der derzeit 21 Jungstudierenden im Alter von 12 bis 19 Jahren, die zum großen Teil aus der Region stammen, teilweise aber auch von außerhalb kommen. Dazu bezieht es Eltern und Schule in Fragen rund um die Ausbildung mit ein. In diesem Jahr blickt das Institut auf zehn Jahre Erfolgsgeschichte zurück. Zeit für eine erste Zwischenbilanz.

Ein sinnvolles Geben und Nehmen

Haftet dem Musiklehrerberuf heutzutage ein verstaubtes Image an? Diese Frage treibt viele Musikhochschulen um, wenn sie auf die stagnierenden Bewerberzahlen ihres Studiengangs „Lehramt Musik“ blicken. Prof. Dr. Ortwin Nimczik, Professor für Musikpädagogik und Studiengangsleiter an der Hochschule für Musik Detmold weiß um diese Problematik und macht auch in Bezug auf seine eigene Hochschule eine Bestandsaufnahme.
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