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Alle Artikel kategorisiert unter »Moritz Eggert«

Im Wald der Töne

09.10.16 (Moritz Eggert) -
Die Tätigkeit eines Komponisten ist ähnlichen psychischen Herausforderungen ausgesetzt wie andere künstlerische Berufe auch. Dazu gehört auch die Angst vor dem leeren Blatt – oder die vorm leeren Computerbildschirm. Komponieren ist kreatives Ausfüllen von klingender Zeit, aber wenn dieses Ausfüllen mit Angst besetzt ist (ist das der richtige Ton? Kann es nicht auch ein anderer sein?), kann diese eigentlich freudvolle Beschäftigung zu schrecklicher Qual werden.

Artisten in der Hochschulkuppel: ratlos

15.09.16 (Moritz Eggert) -
Die meisten Menschen erleben so wie ich ihr gesamtes Leben als einzige Aufforderung. Man kennt die Sprüche: „Dies sind die 100 Filme/Bücher/Kunstwerke/Musikstücke, die Sie kennen MÜSSEN“, „Dies sind die Dinge, die Sie können MÜSSEN“, „Dies sind die Dinge, die Sie wissen MÜSSEN“.

„…wo laufen sie denn?“

30.07.16 (Moritz Eggert) -
Immer wieder muss der Kompositionsstudent an sich aus seiner kleinen Höhle heraus und sich auf die Suche nach anderen Menschen begeben. So gerne nämlich dieses zarte Wesen lieber in Ruhe weiterkomponieren würde, ab und zu muss es raus, um Musiker zu finden. Zum Beispiel für Klassenkonzerte (die normalerweise einmal im Semester stattfinden).

Lauter Individualisten

22.06.16 (Moritz Eggert) -
Beim Kompositionsunterricht zeigt sich schnell: Es gibt nicht den einen Künstlertyp. Aber alle Künstler sind speziell.

Sprechen Sie Chinesisch?

26.05.16 (Moritz Eggert) -
Es wäre ganz gut, wenn man es könnte. Sowohl Kanton als auch Mandarin. Oder auch Koreanisch und Japanisch. Denn nur dann kann man mit manchen seiner Studenten wirklich kommunizieren. Mehr noch als der Instrumentalunterricht ist Kompositionsunterricht von Verbalisierung abhängig. Da man Klänge nicht immer zeigen kann, muss man sie manchmal vor allem erklären. Man spricht über Ästhetik, Kunst, Gehalt. All dies ist eine anspruchsvolle Diskussion, die selbst für Muttersprachler sehr anstrengend bis kaum verständlich ist.

Wo das Leben in der Musik Platz hat

17.05.16 (Moritz Eggert) -
Einleitung
Jedes Mal, wenn ich in Paris bin, besuche ich das Grab von Erik Satie. Ich erinnere mich an das erste Mal, es muss 1983 gewesen sein: Man stieg in der unscheinbaren Station Arcueil nahe Paris aus, geht in Richtung eines alten Aquädukts, dann tauchte schon das Haus mit den vielen Schornsteinen an einer Ecke auf, das Satie selber so oft gemalt hat. In seinen Zeichnungen wurde sein Haus zu einem Palast, zu einer Trutzburg, zu einem Labyrinth, dabei bewohnte er darin nur eine ganz normale kleine Wohnung. Man konnte diese Wohnung nicht besuchen. Mit meinem schlechten Französisch gelang es mir immerhin, den Weg zum Friedhof zu finden, wo ein einfaches Steingrab die Inschrift „Erik Satie – 1866–1925“ trägt.

Das gespiegelte Ich

17.04.16 (Moritz Eggert) -
Gesangsstudenten und Kompositionsstudenten haben eines gemeinsam: Sie gehören zu den Fächern an einer Musikhochschule, die am meisten von einer Beurteilung von außen abhängig sind.

Ist das Kunst, was Sie machen?

31.03.16 (Moritz Eggert) -
Ja, ist es. Und daher möchte ich diesmal über eines der typischsten Missverständnisse bei der Bewerbung für ein Kompositionsstudium sprechen.

Komponieren ist Handwerk

05.02.16 (Moritz Eggert) -
Wie unterrichtet man eigentlich Komposition? Was passiert in einer Kompositionsstunde? Diese Fragen höre ich oft, und erstaunlicherweise auch von meinen Hochschulkollegen, die sich wahrscheinlich fragen, was ihre Kollegen vom Fach Komposition so den ganzen Tag machen. Natürlich hat das damit zu tun, dass Komponieren vor allem ein innerer Prozess ist, den man nicht visualisieren kann.

Nichts wird uns mehr Zeit stehlen

05.09.13 (Moritz Eggert) -
Wir bauen ab. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Finanzkrise. Die Jahrhundertflut. Die Jahrtausendflut. Die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus. Es ist eigentlich ziemlich egal, was passiert, ob Außerirdische landen oder Hitlers Tagebücher noch einmal gefunden werden, unsere Antwort darauf wäre immer: „Es muss gespart werden.“ Und um zu sparen, müssen wir anderswo abbauen, das ist schonmal klar.
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