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Alle Artikel kategorisiert unter »Moritz Eggert«

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Der kreative Muskel

15.10.19 (Moritz Eggert) -
In der letzten Zeit beschäftige ich mich mit Sport, vor allem mit Laufen und Fitnesstraining. Schon lange war mir klar, dass zum Beispiel das Schreiben einer Oper und ein Marathonlauf viel gemeinsam haben: Man muss ein absurd weit entferntes Ziel fest im Blick haben und sich stetig darauf zu bewegen. Hierbei ist es einfacher, von Schritt zu Schritt zu denken und sich auf die aktuelle Laufgeschwindigkeit zu konzentrieren, als sich ständig Gedanken über die Größe des Unterfangens zu machen. Jeder Schritt auf das Ziel zu ist ein Erfolg, selbst wenn das Ziel noch fern ist.

Absicht und Wirkung

12.09.19 (Moritz Eggert) -
Über den Abgrund zwischen „Absicht und Wirkung“ könnte man lange musikhistorische Traktate schreiben. Schubert wollte Beethoven imitieren, und scheiterte auf geniale Weise. Ravel wollte eine einfache Instrumentationsetüde schreiben, heraus kam sein berühmtestes Werk („Bolero“). Schönberg wollte, dass „der einfache Mann“ seine 12-Ton-Melodien auf der Straße pfeift, tatsächlich bildeten sie die Grundlage für eine rein akademische Musikrevolution, die nie die Massen ansprach und nur als Klischee größere Bekanntheit erlangte („atonale Musik“, was inzwischen alles bezeichnet, was man musikalisch nicht versteht).

Absolute Beginners 2019/07

27.08.19 (Moritz Eggert) -
In dieser Ausgabe widmet sich Moritz Eggert der Frage: Gibt es Gründe, die denkbar schlecht sind, ein Kompositionsstudium zu beginnen? Ja, meint er und zählt fünf schlechte Gründe auf.

„Das macht man heute nicht mehr“

23.05.19 (Moritz Eggert) -
Brave Studenten hören auf das, was ihre Lehrer sagen. Gute Studenten hören NICHT IMMER auf das, was ihre Lehrer sagen. Es ist schon seltsam – einerseits ist es jedem klar, dass Kunst keineswegs eine abgezirkelte Sache ist, die nach klaren und immer gleichen Regeln funktioniert.

Tiefes Komponieren

25.04.19 (Moritz Eggert) -
Jede Komponistin, jeder Komponist weiß, dass manchmal Tage dahingehen können, in denen man rumwerkelt und Dinge ausprobiert, ohne dass etwas Konkretes dabei herauskommt. Es gibt angefangene Stücke, die ewig Fragment bleiben, man probiert Kompositionstechniken aus, aber vor allem lauscht man in sich hinein, um die Musik zu finden, die in einem steckt. Das braucht Zeit und Hingabe. Und vor allem darf man von diesen fürs kreative Arbeiten essentiellen „Schaffenskrisen” nicht abgelenkt werden, man muss sie erleben und sich selber dabei kennenlernen.

Kompositions-Handwerk

27.03.19 (Moritz Eggert) -
Wenn Handwerker wie Kompositionsstudenten (und ihre Kompositionen wie Aufträge) wären…

Die Wiederentdeckung der Gefühle

17.02.19 (Moritz Eggert) -
Eines der Hauptprobleme beim Komponieren ist es, die musikalische innere Welt so in Noten zu übertragen, dass sie von anderen verstanden und umgesetzt werden kann. Wie schwierig das ist, beweist schon die Interpretationsgeschichte von berühmten klassischen Werken. Je weniger dasteht, desto freier ist der Interpret, deswegen kann zum Beispiel Bach so unterschiedlich gespielt werden (meistens allerdings leider immer unterschiedlich langweilig im mezzoforte und gepflegtem, his­torisch falschen Pedallegato). Wenn mehr drinsteht, mag der Interpret zwar auf den ersten Blick weniger Freiheiten haben, in Wirklichkeit sind aber auch die Interpretationen ausführlich bezeichneter Werke so unterschiedlich wie deren Interpreten.

Der fließende Übergang

09.01.19 (Moritz Eggert) -
Für viele Kompositionsstudenten sind die letzten Studienjahre von einer gewissen Unruhe geprägt: Kurz bevor man ins Berufsleben „entlassen“ wird, ist den meisten Studenten nämlich gar nicht klar, wie dieses Berufsleben eigentlich aussehen wird. Ähnlich wie beim Philosophiestudium ist ein Kompositionsstudium ja keineswegs ein Garant für ein gesichertes Berufsleben. Wird man je davon leben können, Musik zu komponieren? Und dann auch noch vielleicht Musik, die keineswegs dem Mainstream entspricht, anders als Filmmusik auch keinerlei „Zweck“ erfüllt, vielleicht auch noch sperrig, schwer zu spielen oder anspruchsvoll ist?

Planerfüllung

21.11.18 (Moritz Eggert) -
Viele Menschen stellen sich das Komponieren als eine Art freies Fabulieren vor – die Töne fliegen einem zu (sodenn man inspiriert ist), und man muss es alles nur aufschreiben, damit schöne Musik draus wird. Diese vollkommene Freiheit ist natürlich eine idealisierte Vorstellung. Eine begabte Schriftstellerin zum Beispiel kann sicherlich auch einfach mal drauf los schreiben, irgendwann wird aber auch sie anfangen, das Geschriebene zu strukturieren, zu ordnen und zu unterteilen. Selbst im komplett spontan improvisierten Free Jazz gibt es keine vollkommene Freiheit, da sich das, „was in den Fingern liegt“ oder durch die Instrumente „angeboten“ wird, oft als bestimmender für die Musik erweist als die eigentliche Phantasie der Interpreten.
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