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Alle Artikel kategorisiert unter »Olaf Zimmermann«

11 Fragen an Olaf Zimmermann

01.06.15 (Olaf Zimmermann) -
Olaf Zimmermann (geb. 21. Februar 1961 in Limburg an der Lahn) ist ein deutscher Publizist, ehemaliger Kunsthändler und seit März 1997 Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates. Ehrenamtlich ist er Vorstandsmitglied des Kulturforums der Sozialdemokratie. 2013 wurde Zimmermann in den Stiftungsbeirat der Kulturstiftung des Bundes berufen. 2015 wurde Zimmermann als neues Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) berufen.

Es geht um mehr als nur Freihandel

03.12.14 (Olaf Zimmermann) -
Wenn es nicht so bedrohlich wäre, könnte von einer Ironie der Geschichte gesprochen werden. Gut 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, nach den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüchen in den osteuropäischen Staaten und dem Zerfall der Sowjetunion entsteht eine neue Konfrontation zwischen den westlichen Industriestaaten und Russland. Äußerer Anlass der Verschärfung der Tonlage sind die Auseinandersetzungen um die Ukraine. Es geht hier um nicht mehr und nicht weniger als die Frage, ob die Ukraine wie so viele andere osteuropäische Staaten den Weg nach Westen geht, oder ob sie in der Einflusssphäre Russlands bleiben wird.

Warum die Zukunft trotzdem analog ist

04.10.13 (Olaf Zimmermann) -
Zwanzig Jahre jung ist die ConBrio Verlagsgesellschaft. Als ich sie vor 16 Jahren kennenlernte, war ich erst wenige Wochen Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates. Ich suchte Kontakte. Gerade der Musikbereich war mir, der sein Berufsleben bis zu diesem Zeitpunkt fast ausschließlich der bildenden Kunst gewidmet hatte, fremd.

Solidarität statt Missachtungskultur

01.07.13 (Olaf Zimmermann) -
Künstler sein geht nicht ohne eine große narzisstische Basis, gepaart mit einer ausgeprägten obsessiven Haltung. Wer als Künstler zu sehr nach links und rechts schaut, kann schnell seine eigene Richtung verlieren. Künstler sein lässt nur selten Empathie für andere, oftmals in Konkurrenz stehende Künstler zu. Diese zur künstlerischen Selbstfindung notwendige Verhaltensweise hat sich aber auch außerhalb der Gruppe der unmittelbaren Werkschöpfer im Kulturbereich immer mehr ausgebreitet.

Modellcharakter für andere Bundesländer

30.03.13 (Barbara Haack) -
Ende Februar hat der Kulturkonvent Sachsen-Anhalt nach 14-monatigen Beratungen dem Landtag seine Empfehlungen übergeben. „Der Konvent hat eine Blaupause vorgelegt, die der Bedeutung der Kultur gerecht wird und trotzdem die Augen vor der Realität nicht verschlossen hat“, schreibt Olaf Zimmermann, im Hauptberuf Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats und ehrenamtlicher Moderator des Konvents, im Vorwort des Berichts. 36 Vertreter unterschiedlicher Organisationen und Verbände haben 163 Empfehlungen vorgelegt.

Die Verbindung von Werk und Urheber ist unauflöslich

06.03.12 (Olaf Zimmermann) -
Wert der Kreativität: In diesem Begriffspaar werden sehr unterschiedliche Aspekte des künstlerischen Schaffens, des öffentlich geförderten Kulturbetriebs, der Vermittlung von Kunst und Kultur und nicht zuletzt der Kulturwirtschaft zusammengeführt. Wert der Kreativität heißt einerseits, dass Kreativität, dass vor allem das künstlerische Schaffen einen Wert für unsere Gesellschaft darstellt. In den künstlerischen Werken findet eine Reflexion der gesellschaftlichen Realität statt. Die gesellschaftliche Realität begegnet uns in der Kunst auf einer anderen Ebene, sie wird entkleidet von ihren Sachzwängen und Kompromissen. Das gilt sowohl für das zeitgenössische künstlerische Schaffen in der Schöpfung neuer, als auch in der Interpretation vorhandener Werke, etwa in neuen Inszenierungen tradierter Stücke im Theater. Künstler können und dürfen Anarchisten sein. Sie können und dürfen in ihren Werken die Welt radikal infrage stellen. Dass Kunst offenbar ein Grundbedürfnis gesellschaftlicher Reflexion ist, belegen archäologische Funde, die uns heute einen Eindruck davon vermitteln, wie Menschen in früheren Epochen mit Kunst gelebt haben, was sie künstlerisch bewegt hat, was sie durch Kunst gedacht haben. Die ungebrochene Aktualität beispielsweise der griechischen Tragödien illustriert die Wirkungsmächtigkeit künstlerischer Imagination, die uns heute noch in den Bann schlägt. Und sie zeigt auch, welchen Wert künstlerische Leistungen für unsere gesellschaftlichen Debatten haben. Der Mensch lebt eben nicht vom Brot allein, sondern braucht die Reflexion in der Kunst.

Deutscher Kulturrat stellt die K-Frage

01.03.11 (Andreas Kolb) -
Der Deutsche Kulturrat ruft bundesweit zum „Tag für Kulturelle Vielfalt und gegen Kulturabbau“ auf. Am 21. Mai 2011 sollen unter dem Motto „Kultur gut stärken“ im gesamten Bundesgebiet Aktionen, Veranstaltungen, Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Aufführungen, Demonstrationen, Protestaktionen und vieles andere mehr stattfinden. Die neue musikzeitung sprach mit Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, über den neuen Aktionstag.

Die Harp: sexy, stabil und günstig

28.03.10 (Olaf Zimmermann) -
„Der relativ schnelle Erfolg ist Garant für anhaltende Begeisterung“, sagt der Musiker Dieter Kropp im Gespräch mit Stefanie Ernst in dieser Ausgabe von "Politik & Kultur" über das Harp spielen lernen. Mich erinnert das sofort an Computerspiele spielen lernen. Der Einstig ist sehr einfach, schnell hat man Erfolgserlebnisse und findet Spaß am Weiterspielen. Um aber ein Meister zu werden, muss man üben, üben, üben. Diese Art, zur Meisterschaft zu kommen, spricht besonders junge Männer stark an. Ist vielleicht die Harp, also unsere alte Mundharmonika, das ideale Instrument, um gerade Jungens, die in der Computerspielezeit sozialisiert wurden, mit einem Instrument vertraut zu machen?

Not-Hilfe

26.02.10 (Olaf Zimmermann) -
Wie hört sich der Absturz von Lehman Brothers an? Kann man dem sterbenden Dow Jones lauschen? Johannes Kreidler hat den Billion-Dollar-Song zur Wirtschaftskrise, als „teuerstes Musikstück der Welt“ komponiert. Zumindest hier hat die Finanzkrise zu ein bisschen mehr Musik geführt. Dies ist aber die absolute Ausnahme. Zur Zeit sterben bewährte und funktionierende Kultureinrichtungen, und man muss kein Pessimist sein, wenn man annimmt, dass auch nach dem Durchschreiten der konjunkturellen Talsohle diese Einrichtungen nicht wieder reanimiert werden. Besonders die Kommunen befinden sich in einer tiefen Finanzkrise, die gerade auch auf den Musikbereich vor Ort durchschlägt.

Aus Förderung wird oft Bevormundung

06.08.09 (Olaf Zimmermann) -

Kaum ein Thema hat in den letzten Jahren einen solchen Aufschwung erlebt wie die Frage des Bürgerschaftlichen Engagements. War noch vor wenigen Jahren von der angestaubten Vereinsmeierei die Rede, so wird heute endlich anerkannt, wie wichtig und wertvoll das Bürgerschaftliche Engagement ist und welcher Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft gerade auch in gemeinnützigen Vereinen geleistet wird.

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