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Alle Artikel kategorisiert unter »Pat Christ«

Erinnern und Gegenwartsbewusstsein schaffen

29.03.22 (Pat Christ) -
Experten zufolge ist die momentane Lage höchst beunruhigend: Immer mehr Bürgerinnen und Bürger scheinen rechtsextreme Gedanken zu hegen. „Das hat durch Corona an Fahrt aufgenommen“, bestätigt Yvonne Wasserloos, die als Co-Leiterin des reorganisierten „Zentrums für Verfemte Musik“ der hmt Rostock zu „Rechtsextremismus und Musik“ forscht. Aktuell beschäftigt sich die Professorin mit dem Phänomen der Verschleierung rechtsextremer Inhalte durch Musik und visuelle Darstellung in Videos.

Was Apparate mit uns machen

28.01.22 (Pat Christ) -
Die Kernfrage lautet: Was machen Apparate, mit denen wir Musik hören, eigentlich mit uns und mit unserer Art, Musik zu konsumieren? „Es ist ja nicht so, dass wir sie einfach nur einschalten“, sagt Christofer Jost vom Freiburger Zentrum für Populäre Kultur und Musik. Durch die Verwendung spezieller Apparate eröffnen sich spezielle Erlebnisräume. Eben darum geht es im Verbundprojekt „Musikobjekte der populären Kultur“, das Christofer Jost koordiniert. Das Projekt startete 2018 und wird gerade beendet.

Den Druck aus der Pflege nehmen

16.11.21 (Pat Christ) -
Man kann beieinandersitzen und im Fotoalbum blättern. Erzählen. Oder singen. All das wirkt zum einen beruhigend, zum anderen aktivierend auf Menschen mit Demenz. Eine noch stärkere Wirkung entfaltet sich, wird gemeinsam „situativ“ gesungen oder erzählt: Mit Bewegung. Und Berührung. Wie stark diese Wirkung ist, darum geht es in der Studie „Homeside“, die seit Herbst 2019 in fünf Ländern läuft. Der deutsche Projektstandort befindet sich an der Hochschule in Würzburg. Projektleiter ist Thomas Wosch.

Manchmal steht einer auf und tanzt

19.03.21 (Pat Christ) -
Rund zwei Prozent der Deutschen leiden aktuell unter einer Demenzerkrankung – Tendenz steigend. Bisher wurden diese Menschen vom Kulturleben weitgehend ausgeschlossen. Dass sich das ändert, dafür engagiert sich Kai Koch, Professor für Musikpädagogik an der Universität Vechta. Erste Ansätze gibt es schon. So werden immer mehr Konzerte explizit für Menschen mit Demenz angeboten. In den vergangenen Monaten analysierte der 33-Jährige, was hierzulande inzwischen alles existiert.

Sehr viel mehr als Untermalung

26.11.20 (Pat Christ) -
Kaum ein Teenie, der nicht gern am Computer spielen würde. Wobei inzwischen auch viele Erwachsene PCs zum Spielen nutzen. „Computerspiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, konstatiert Reinke Schwinning, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft der Universität Siegen. Seit drei Jahren befasst sich Schwinning mit Computerspielmusik. Aktuell forscht er zu der Frage, auf welche Weise Ideologien über Musik in Videospielen vermittelt werden.

Motivation als das A und O

30.09.20 (Pat Christ) -
Ein Handy hat heute so ziemlich alles, was man braucht, um Musik zu produzieren. Zwar kommen dabei keine Meisterwerke heraus, aber es ist spielend leicht. Bei manchen jungen Leuten wird dadurch der Wunsch geweckt, Musikproduzent zu werden. „Doch das ist gar nicht so einfach“, sagt Robert Lingnau. Eben weil Musikproduktion etwas sehr Komplexes ist, rief der Prorektor der Berlin School of Popular Arts 2010 den Studiengang „Musikproduktion“ ins Leben. Rund 350 junge Leute haben ihn bisher absolviert.

Jenseits des Fünf-Linien-Systems

29.02.20 (Pat Christ) -
Die übliche Herangehensweise ist die: Ein Komponist erfindet eine Melodie und stellt die Töne innerhalb des Fünf-Linien-Systems dar. „Genau diese Selbstverständlichkeit wurde in den 1950er Jahren in Frage gestellt“, sagt Julia Freund vom Gießener Institut für Musikwissenschaft. Komponisten begannen, grafisch zu notieren. Die 34-Jährige befasst sich mit solchen grafischen Notationsstrategien. Eingebettet ist ihre Arbeit in das trinationale Forschungsprojekt „Writing Music“, das Anfang 2018 startete.

Wie gefährlich ist das?

23.01.20 (Pat Christ) -
Wird er gefragt, ob „Rechtsrock“ eine „Einstiegsdroge“ ist, verneint der Musik- und Jugendkulturforscher Thorsten Hindrichs, der an der Uni Mainz Seminare zum Thema Rechtsrock für Schulmusikstudierende anbietet: „Hört jemand eine Stunde Rechtsrock, wird er deshalb nicht zum Nazi.“ Das sehen viele seiner Kollegen so. Wobei es auch warnende Stimmen gibt. Für den Würzburger Musikpädagogen Friedhelm Brusniak zum Beispiel besitzt Musik durchaus manipulative Kraft: „Das Gefahrenpotenzial darf kein Pädagoge unterschätzen.“ Musik, postulieren andere Forscher, trägt möglicherweise zum aktuellen Erfolg des Populismus bei.

Krampfmusik und Weißes Rauschen

31.07.19 (Pat Christ) -
Die Hochschule für Künste Bremen ist etwas Besonderes in der deutschen Landschaft der Musik- und Kunsthochschulen: Sie vereinigt die Gebiete „Musik“ und „Bildende Kunst“ mit den Sparten „Design“ und „Digitale Medien“. „Das macht die Arbeit spannend“, sagt der Künstler und Musiker Raphael Sbrzesny, der seit August 2018 die Professur für Kreation und Interpretation mit den Schwerpunkten Sound, Performance und Konzept innehat. Sie ist auf fünf Jahre angelegt.

Wie fit macht Musizieren?

27.02.19 (Pat Christ) -
Seit vielen Jahren geht Eckart Altenmüller, Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musikermedizin an der Musikhochschule Hannover, der Frage nach, was das aktive Musizieren im Seniorenalter bewirkt. „Fit im Kopf durch Musizieren: Eine Untersuchung zu den Auswirkungen von Musikunterricht auf Denken, Lebensqualität und Hirnplastizität“ lautet der Titel seiner neuesten Studie. 100 Seniorinnen und Senioren zwischen 64 und 76 Jahren nehmen daran teil.
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