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Alle Artikel kategorisiert unter »Verena Großkreutz«

Innehalten und ein Zeichen setzen: Alle vier Stuttgarter Orchester erspielen 66.000 Euro für Japan

26.03.11 (Verena Großkreutz) -
Einen solchen Andrang an der Abendkasse erlebt die Stuttgarter Liederhalle bei klassischen Konzerten sonst nicht. Am Mittwochabend war in der Kassenhalle zum Beethovensaal erst einmal Warten angesagt beim rasch ausverkauften Benefizkonzert für die Opfer der Natur- und Atomkatastrophe in Japan, das vier Stuttgarter Orchester in kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben. Organisator Max Wagner, Intendant des Stuttgarter Kammerorchesters, hatte seine Kollegen vom Staatsorchester, vom SWR-Radio-Sinfonieorchester und von den Philharmonikern sofort von seiner Idee überzeugen können.

Showdown im Kunstverein: Die Stuttgarter Ausstellung von Michaël Borremans eröffnet mit Helmut Lachenmanns „Got Lost“

23.02.11 (Verena Großkreutz) -
Seine Gemälde umgibt Stille, Totenstille. Menschen mit starrem Blick oder geschlossenen Augen, mit leichenfahler Haut, oft auch von androgyner Gestalt, sind darauf abgebildet. Gesichter wie Totenmasken, Körper ohne jene beseelte Aura, die die Lebenden umhüllt. Die am Wochenende im Württembergischen Kunstverein eröffnete Ausstellung mit Zeichnungen, Filmarbeiten und Malereien des belgischen Künstlers Michaël Borremans zeigt entrückte Wesen: ohne Bezug zu anderen Menschen, einsam, kommunikationslos, gefangen in surrealen, paradoxen oder ironisch gebrochenen Situationen.

Flammenzeichen – Younghi Pagh-Paan im Komponistenporträt der Stuttgarter Konzertreihe „Musik am 13.“

15.02.11 (Verena Großkreutz) -
„Ich schreibe weder koreanische noch europäische Musik, sondern einfach meine eigene“, bekennt Younghi Pagh-Paan, die seit 1974 in Deutschland lebt. Im 8. Komponistenporträt, das Kirchenkreiskantor Jörg-Hannes Hahn der 65-jährigen Südkoreanerin jetzt im Rahmen seiner ambitionierten Konzertreihe „Musik am 13.“ in der Stuttgarter Stadtkirche Bad Cannstatt widmete, konnte man das anhand einer kleinen, aber feinen Auswahl an Werken hörend nachvollziehen.

„Wer singt, verscheucht das Übel“ - Festival Eclat mit fünf UA am Samstag

15.02.11 (Verena Großkreutz) -
Stuttgart – Der Andrang beim Neue-Musik-Festival Eclat und damit das allgemeine Interesse an der musikalischen Avantgarde scheint in Stuttgart stetig zu wachsen. Beide Samstagskonzerte in den Sälen T2 und 3 des Theaterhauses waren vorab schon ausverkauft.

Bilder und Stimmen – Musiktheaterprojekt „geblendet“ beim Festival Eclat uraufgeführt

14.02.11 (Verena Großkreutz) -
Verlagsrechte vorab zu klären, ist Voraussetzung für jedes halbwegs professionelle Theaterprojekt. Dass man in der diesjährigen Hauptproduktion des Festivals Eclat, dem Musiktheaterstück „geblendet“, das im Stuttgarter Theaterhaus uraufgeführt wurde, viel Prosa von Thomas Bernhard und ein bisschen von James Joyce hören konnte, die Namen der Dichter allerdings weder angesagt wurden noch im Programmbuch zu finden waren, war deshalb mehr als ärgerlich.

Findlinge und bizarre Rituale – Eclat eröffnet mit Verleihung des Stuttgarter Kompositionspreises 2010

13.02.11 (Verena Großkreutz) -
Tatsächlich hat sich die Jury des 55. Kompositionspreises der Landeshauptstadt Stuttgart diesmal einstimmig entschieden – was nicht immer der Fall ist. Der Preis, um den sich im letzten Jahr 15 Komponistinnen und 70 Komponisten mit insgesamt 165 Werken beworben hatten und der mit 12.000 Euro dotiert ist, ging jetzt zu gleichen Teilen an Ansgar Beste, geboren 1981 in Malmö/Schweden, und an Leopold Hurt, geboren 1979 in Regensburg.

Fische blubbern auch beim Nachtgesang

30.01.11 (Verena Großkreutz) -
Großes Finale im Kunstraum 34 in der Filderstraße: Im Rahmen des Festivals „Klangraum“ feierte das 1972 gegründete Stuttgarter Vokalensemble Exvoco am 4. Dezember seinen Abschied von der Bühne. In einem Vierstundenprogramm gaben das Gründertrio Ewald Liska, Theophil Maier und Hanna Aurbacher, die kürzlich ihren 80. Geburtstag feierte, und die fünf jüngeren Ensemblemitglieder noch einmal einen Einblick in ihr Riesenrepertoire an witzig-pointierter, klangpoetischer Wortmusik – darunter auch Schwitters ulkige „Ursonate“, Morgensterns nur aus organisiertem Blubbern bestehender „Fisches Nachtgesang“ oder Hans Arps sprachverwirrtes „Und stösselt abermals“.

Musik, die sich einmischt

Vom 1. bis 10. Oktober widmete sich das Großprojekt „Zukunftsmusik“ der Vermittlung zeitgenössischer Musik in Stuttgart und Umgebung. Unsere Autorinnen Verena Großkreutz und Mechthild Schlumberger berichten über zehn innovative Festivaltage.

Zuhören ist Widerhallen: Auftakt beim Festival „Zukunftsmusik“ im Stuttgarter Raum

07.10.10 (Verena Großkreutz) -
Während Stuttgart-21-Gegner am Freitagabend im Stuttgarter Schlossgarten mit Vuvuzelas und Trillerpfeifen lärmend ihrem Unmut über die unsäglichen Ereignisse des Vortags Luft machten, ging es im Zentrum an der Halle in Ostfildern besinnlicher zu. Im Eröffnungskonzert des Großprojekts „Zukunftsmusik“, das sich als „Festival innovativer Musik“ vom 1. bis 10. Oktober in Stuttgart und Umgebung der Vermittlung zeitgenössischer Musik widmet, waren zwar gut 200 Musizierende beteiligt – neben Profis wie den Neuen Vocalsolisten und dem Percussion Ensemble Stuttgart vor allem Kinder und Jugendliche der Musikschule Ostfildern und 128 singende Erwachsene der Stadt.

Nächtliche Klagelieder

29.09.10 (Verena Großkreutz) -
Drei Wochen lang, vom 28. August bis zum 19. September, hat das Musikfest Stuttgart das weitläufige Thema „Nacht“ auf vielfältige Weise ausgeleuchtet: mit unterschiedlichen Konzertreihen, mit Uraufführungen, einem Symposium, Musikcafé-Plauderrunden, Museumsführungen, Gottesdiensten. Insgesamt 27.000 Besuchter kamen zu den über 70 Veranstaltungen, die traditionell über den ganzen Tag verteilt stattfanden – von früh morgens bis spät abends. Nicht mehr die gutbürgerliche Liederhalle war Ortszentrum des Festivals, sondern man musizierte in dreißig unterschiedlichen, über ganz Stuttgart verstreuten Spielstätten.
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